Schwimmerin, Europäerin, Mariendorferin

Badegenuss im Schwimmbad: Schwimmen ist Entspannung und Freiheit ©privat

Bianca Tchinda

Gelesen hat man schon einiges von ihr; denn Bianca Tchinda schreibt nicht nur einen Schwimmblog, sondern ist mit knapp 27.000 Tweets auch bei Twitter ganz aktiv. Meist aber ist die 53-Jährige in einem der 61 Berliner Bäder anzutreffen.

Die Mariendorferin ist eine lebendige, quirlige Frau, die geradeheraus sagt, was sie meint – vor allem über die Berliner Bäder und die Schwimm(bad)kultur. Dabei denkt sie weit über den heimischen Beckenrand hinaus.

Schwimmen gelernt hat sie in der Oker, einem Fluss im Harz. Ihr Vater hat es ihr beigebracht – mit dem Rat: „Sei schneller als die Fische, dann beißen sie dich nicht.“ Inzwischen lebt die gebürtige Niedersächsin seit mehr als 30 Jahren in Berlin. Sie geht fast täglich ins Wasser, um mindestens 1.500 Meter zu schwimmen. Sie kennt jedes Bad, weiß die Öffnungszeiten aus dem Kopf und ist mit und bei allen Mitarbeitenden bekannt.

Licht- und Wasserspiele

Das Bad am Ankogelweg sei ihre Wasserstube. „Es war das erste Bad, das ich aufgesucht habe, als ich nach Berlin kam. Und es ist das zuverlässigste Bad, was die Öffnungszeiten angeht.“ Das Freibad an der Rixdorfer Straße nennt die Schwimmerin liebevoll ihre Sommerresidenz. „Es ist in der Nähe meiner Wohnung, und auch im Bad ist alles nah beieinander.“ Doch jedes Bad in Berlin habe seinen besonderen Reiz. 

Die Leichtigkeit der Bewegung

Es ist die Freiheit, die sie am Schwimmen liebt. „Es kostet ja immer Überwindung ins Wasser einzutauchen. Aber es trägt einen ja. Aber nach ein paar Bahnen schaltet sich der Kopf ab, man sei mit sich allein. Dann kann ich loslassen und gleichzeitig nachdenken und Entscheidungen treffen.“ Außerdem könne man in den Hallenbädern wunderbare Dinge entdecken. „Legen Sie sich auf den Rücken und gucken sich die Decke an: Wie das Licht scheint, wohin der Schatten fällt, welche Geräusche es gibt. Wie das Wasser leuchtet.“ Wer sich mit Bianca Tchinda übers Schwimmen unterhält, sieht die Berliner Bäder danach anders.

Schwimmen, bloggen, Politik

Wann immer es geht, schwimmt Bianca Tchinda 1,5 Kilometer pro Tag ©privat

Bianca Tchinda schreibt schon lange über ihre Bädererfahrungen, über nicht eingehaltene Öffnungszeiten, falsche Informationen, mangelnde Transparenz. Und ist mit dieser Kritik nicht allein. Deshalb geht sie 2015 mit ihrem Schwimmblog online. Sie bloggt fast täglich und diskutiert auch auf Facebook und Twitter. Ihre Kommentare, Vorschläge und Kritik sind fundiert und zeugen von großem Wissen. Immer häufiger wird sie gebeten, zu Themen rund um den Bäderbetrieb zu sprechen; in Arbeitskreisen, Werkstattgesprächen, vor der BVV, in den Medien. „Das zeigt mir, dass aus diesem Ärger, den ich hatte, genau das Richtige entstanden ist. Wir haben alles an Bädern, was man sich vorstellen kann. Aber das muss besser gepflegt werden, das muss geöffnet werden, es muss zugänglich sein.“ 

Das Management der Berliner Bäderbetriebe habe sich seit dem Wechsel 2016 verbessert, sagt die Aktivistin, die Situation für Schwimmerinnen und Schwimmer leider nicht. Um nicht nur zu meckern, sondern Dinge zu bewegen und zu verändern, gründet sie den Verband der Berliner Bäderbesucher. „Wir setzen uns für die Leute ein, die unorganisiert schwimmen gehen wollen, ohne Verein oder Kurs. Schulschwimmen, Vereinsschwimmen, Aquafitness, Schwimmkurse, Springen, Sportschwimmen, plauderndes Schwimmen – alle brauchen Wasserflächen, und diese muss man gerecht und transparent aufteilen. Aber wir wollen nicht, dass die Nutzergruppen gegeneinander ausgespielt werden.“

Eigentlich ein einfaches Anliegen; denn an vielen anderen Orten existieren öffentliches und Vereinsschwimmen zeitgleich nebeneinander. “Ein paar Bahnen sind für die Vereine, die anderen für die Öffentlichkeit. So funktioniert es überall in Europa. Nur hier nicht.“ 

Leidenschaftlich plädiert sie dafür, die Wichtigkeit der Bäder und des Schwimmens wieder in den Vordergrund zu rücken. “Wenn das so weitergeht, dass der Schwimmunterricht nicht mehr gewährleistet ist, dass Vereine nicht mehr regelmäßig schwimmen können, dass die Öffentlichkeit nicht üben kann, dann ist das fatal. Ohne Schüler, die es heute nicht lernen, gibt es morgen keine Kunden, die schwimmen gehen. Ohne den Breitensport in den Vereinen gibt es keinen Leistungssport. Ohne den gibt es keine Medaillen, die alle haben wollen. Das eine bedingt das andere.“

Stadt, Land, Welt

Bianca Tchinda ist als Jugendliche viel in Europa unterwegs gewesen. Offene Grenzen, überall hinreisen zu können, auch das bedeutet für sie Freiheit. „Die Ostberliner Bäder waren früher für uns unerreichbar. Obwohl sie nur 30 Minuten entfernt waren.“ Gleichzeitig liebt sie ihren Kiez in Mariendorf. „Das ist mein Zuhause. Das Schöne ist ja, die Weltstadt Berlin ist nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt. Und die Wildschweine und Hirsche in Brandenburg erreiche ich auch in einer Viertelstunde. Von hier aus kann ich überall hin. Deswegen ist Mariendorf auch Europa. Wenn auch manchmal ein bisschen aus der Welt.“

Bianca und die Lewissohns

Das Seebad Mariendorf um 1925 ©Sammlung Hans Ulrich Schulz

Als Bianca Tchinda vor ein paar Jahren durch Zufall auf die Geschichte des ehemaligen Seebads Mariendorf in der Ullsteinstraße stieß, konnte sie es kaum glauben: „Du schreibst über Schwimmbäder und hast keine Ahnung, dass sich in Luftlinie fünf Minuten entfernt Berlins größtes und schönstes Seebad befand.“ Sie sucht nach Informationen, stöbert in Archiven, trifft sich mit Zeitzeugen. Recherchiert über den Erbauer, Adolf Lewissohn, über seine Frau Luise und seine Tochter Helene, die das Bad in den 1920er Jahren übernahm. Die leidvolle Geschichte der jüdischen Familie von der Enteignung bis zur Nichtwiedergutmachung in den 1950er-Jahren hat sie auf ihrem Blog dokumentiert. Vehement setzt sie sich dafür ein, Adolf und Helene Lewissohns zu gedenken. „Wir dürfen nicht vergessen, was damals passiert ist und welche Rolle Tempelhof dabei gespielt hat.“ Ihre Hartnäckigkeit zahlt sich aus, denn in diesem Jahr hat die BVV beschlossen, dass neue Multifunktionsbad im Ankogelweg nach Helene Lewissohn zu benennen und eine Gedenktafel für ihren Vater in der Ullsteinstraße aufzustellen, dort, wo sich das Bad früher befand.

„Zukunft hat ohne Vergangenheit keinen Wert. Und Geschichte, die vor der Haustür stattgefunden hat, muss man auch vor der Haustür angucken können. Das funktioniert in Schöneberg mit „Wir waren Nachbarn“. Das brauchen wir auch hier in Tempelhof.“ 

Politisch aktiv zu sein – auch das bedeutet Freiheit für Bianca Tchinda. Diese Freiheit nutzt sie seit ihrer Jugend und hat bis heute nicht nur eine Meinung, sondern auch eine Haltung. Das macht sie sympathisch, auch wenn sie mit ihren Ansichten zur Bäderpolitik manchmal auf Kritik stößt. „Dabei geht es bei all diesen Aktionen nicht um mich. Ich möchte, dass es besser, leichter und zugänglicher für alle wird. Weil wir einfach die schönste Bäderlandschaft in Europa haben.“

Katrin Schwahlen

Info: www.schwimm-blog-berlin.de, Verband der Berliner Bäderbesucher e.V. www.vdbbb.de , Twitter: @SchwimmBlog, Facebook: schwimmblogberlin

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Kalenderblatt

Veranstaltungen der Seniorenarbeit – Abkürzung: VSA

Kartenverkauf für Seniorenveranstaltungen: Die und Do von 9-12 Uhr, bei der Seniorenarbeit Tempelhof/Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, Zimmer 104, 1. Etage, Tel.: 030 902 776 506.

JULI

bis 26.08.– Kiez-Künstler-Ausstellung, Mikro I Kosmos, Achte Tempelhofer Kunstausstellung, Galerie im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Eröffnung:28.6., 19 Uhr, gezeigt Arbeiten: Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Wolfgang Wende wurde von Jury ausgewählt und stellt Mikro | Kosmos aus, www.hausamkleistpark.de

bis 31.08. – Sonderausstellung: „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin, Kontakt: Judith Bilger, Tel.:030/750 084 00, www.notaufnahmelager-berlin.de

bis 16.09. – Sonderausstellung: „am wütendsten geprügelt“ – Verfolgung Berliner Juden 1933,Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Do und So 14-18 Uhr, Masterstudenten widmen sich den Zusammenhängen von Antisemitismus und Gewalt. Anhand von Fotos und Dokumenten werden die Schicksale von sieben Häftlingsbiographien Berliner Juden; Ärzten, Schriftstellern, Wahrsagern, Kaufleuten und Anwälten beschrieben, Besuchergruppen nach Vereinbarung von 10-14 Uhr Tel.: 030/90277-6163 oder E-Mail: gedenkort@ba-ts.berlin.de, kostenlose öffentliche Führung jeden So 14 Uhr, Kontakt: Brigitte Garde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: presse-museum@ba-ts.berlin.de, Eintritt frei, www.gedenkort-papestrasse.de

bis 31.12. – MITTENMANG-Ein Sonntag auf dem Tempelhofer Feld 1907/2017- Plakatwand im U-Bahnhof (U6) Tempelhof, Fotocollage von Sigrid Weise, Projekt. „Mittenmang“ zeigt eine großformatige Collage mit aktuellen Fotografien. Ein Beispiel für ein historisches Abbild der Freizeitgesellschaft um 1900 ist das im II. Weltkrieg verschollene Bild „Sonntag auf dem Tempelhofer Feld“ von Hans Baluschek. Gefördert von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg. (Für das Betreten des Bahnsteiges ist ein gültiger Fahrausweis erforderlich.), Info: www.art-weise-berlin.de, www.dezentrale-kulturarbeit.de,www.vieraugenblick.de/fotodokumentatio.html

Ab Mai – kostenlose Beratungsstelle, DRK Berlin-Zentrum e.V., Allgemeine Unabhängige Sozialberatung – Mariendorfer Damm 106/108, 12109 Berlin, für Menschen mit sozialen, finanziellen und familiären Problemen. Beratungs- und Serviceangebote: für Einzelpersonen und Familien, in persönlichen, familiären oder wirtschaftlichen Notlagen, Sicherung der wirtschaftlichen Existenz, im Sozialhilfebereich und  Sozialberatung für Menschen mit Miet- und Energieschulden. Kontakt: Maria Holkenbrink-El-Ali, E-Mail: holkenbrinkm@drk-berlin.de, Termine: Tel. 030/600 300 435 1, www.drk-berlin-zentrum.de

jeden Freitag und Dienstag für Interessierte Kiez Schach lernen und spielen, Schachklub Tempelhof 1931 e.V., Vereinsheim der Sportanlage in der Götzstraße 34, 12099 Berlin, (Gemeinschaftsraum 1. Etage), Einsteigertraining: (kaum Vorkenntnisse) jeden Fr um 17 Uhr, jeden Die ab 18 Uhr, Jugendtraining: Fr 17 bis19.30 Uhr, An jedem zweiten Fr im Monat findet ein Blitzschach-Turnier statt und während des Sommers das Offene Sommerturnier, Gäste sind herzlich eingeladen! Einfach vorbeischauen, E-Mail: vorstand@schachklub-tempelhof.de, Info: www.schachklub-tempelhof.de

jeden Sonntag-Ständig öffentliche Führung 14 Uhr, Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Do u. So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/90277 6163, www.gedenkort-papestrasse.de

jeden ersten Donnerstag im Monat– Treffen der ADFC- Stadtteilgruppe Tempelhof ,als lokale Gruppe des ADAC- Landesverbandes Berlin, im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik, Viktoriastr. 13, 12105 Berlin, jeweils um 19.30 Uhr, Neue Mitglieder Willkommen! Niemand fährt gerne Rad auf dem Tempelhofer und Mariendorfer Damm. Dringend muss eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer her-eine gesicherte Radspur! Kontakt: Gisela Meiners-Michalke, E-Mail: gisela.meiners@adfc-berlin.de und Stefan Gammelien, E-Mail: stefan.gammelien@adfc-berlin.de, Sprecherin und stellvertretender Sprecher der ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof, Info:http://adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/tempelhof.html

jeden Dienstag Infopunkt auf dem S-Bahnsteig Lichtenrade zum Bauprojekt „Dresdner Bahn“, 12305 Berlin, Akustik-Simulation zum geplanten Lärmschutz, Öffnungszeiten jeden Dienstag von 14 Uhr bis 18 Uhr, (außer feiertags), Vorort ein Ansprechpartner aus dem Projekt, Info: www.dresdnerbahn.de https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn,http://www.dresdnerbahn.de/abschnitt-lichtenrade

jeweils am dritten Sa monatlicher Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksamt TS, Treffpunkt: 14 Uhr, Dauer: 2 Std., Eintritt frei, (nächster Termin 18.08.), Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Tel.: 030 902 772 310, Eintritt frei, Info: www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge/

jeden Ersten Sa im Monat im Flame Diner Live-Musik, Themenabende rund um die 50er & 60er Jahre, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030 280 360 23, www.flame-diner.de

bis 31.08. – Ausstellung: Horst Zeitler – Digitale Landschaften, in der Edith-Stein-Bibliothek, Briesingstraße 6, 12307 Berlin, Tel.: 030 700 59 64

bis 07.09. – 10 Jahre „kleine Nacht-Musik“ am „Plantscher“, Schreiberring/ Wolffring, 12101 Berlin, jeden 1. Freitag im Monat von Mai bis September, jeweils 20.30 Uhr, Tel.: 0151 220 850 17, Eintritt frei, www.parkringneutempelhof.de

27.07. bis 19.08. – 57. Deutsch-Amerikanische Volksfest auf dem Festgelände des Marienparks, Altes Gaswerk Mariendorf, Lankwitzer Str. 45-57, 12107 Berlin, mit US-Feeling, Nonstop-Bühnenprogramm, besonderen Höhepunkten und den Thementagen: Mo: „Country-Day“, Di: „Pink Wednesday“, Mi: „Familientag“ mit halben Preisen auf Karussells und Bahnen, Do: „Bikerday“ mit Prämierung, Fr: „Ladiesday“, Sa: „Concert Day“mit kostenlosen live Konzerten und abends Feuerwerk, So:„Easy Sunday“, wechselnde Musik und Shows, Anreise: kostenloser Bus-Shuttle vom U-Bhf. Alt-Mariendorf direkt zum Festgelände und zurück, (Verbindung: U6 bis Alt-Mariendorf, Bus 181 bis Greinerstr.), Öffnungszeiten: Mo, Di: 14-22 Uhr, Mi, Do, So:14-23 Uhr, Fr, Sa: 14-23.30 Uhr, Eintritt 2,50 €, Erhalt von Gutscheinen im Wert von 5 €, können auf dem Festgelände eingelöst werden, außer am Familientag, Kinder unter 14 Jahre frei, www.deutschamerikanischesvolksfest.de

27.07. bis 05.08. – 123. Deutsche Traber-Derby-Rennwoche, Mariendorfer Damm 222, 12107 Berlin, Eintritt 10 €, im Preis Wettgutscheine im Wert von 4 € enthalten, bis 18 Jahre Eintritt frei, Reservierungen für VIP-Bereich, Kaiserlich Endell‘ Ehrentribüne, Sitzplätze und Preise, von Mo bis Fr von 9-15 Uhr Kontakt: Tel.: 030 740 13 35, www.berlintrab.de

AUGUST

08.08. – VSA – Dampferfahrt Route: großer Wannsee, Havel, Potsdam, Caputh, Werder, (ca. 2 St. Aufenthalt in Werder), Abfahrt: 10 Uhr ab Wannsee-Brücke D, Dauer: 6 Std., Preis:17 € inklusive Mittagessen, ermäßigt 6 €; Karten ab sofort

24.08.-07.08. – Galerie Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Ausstellung: Bernd Sievers „Wald, Wasser und weit mehr“, Vernissage: 19 Uhr, Wolffring 72, 12101Berlin, Sonn -u. Feiertags 12-15 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr, Tel.: 030 786 28 05, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

29.08. – Kulturabend-Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Finchleystr. 11, 12305 Berlin, 18.30-20 Uhr, „Poesie am Mittwoch“-Thema: Märchen, gegen Spende von Eintritt 5 € incl. ein Buffet und Getränke, Karten ab sofort, Anmeldung erwünscht: Tel.: 030/7468 2356 oder Tel.: 0173 205 68 70, E-Mail: n-zimmermann@suppenkueche-lichtenrade.de

30.08. – Das Trio: Die Herr‘n von der Tankstelle, Bezirkszentralbibliothek „Eva-Maria-Buch-Haus“, Götzstr.8/10/12, 12099 Berlin, um 20 Uhr, präsentieren die 20er-Jahre-Show „Bitte sehr, bitte gleich!“, Tel.: 030 902 772 172, Eintritt frei

SEPTEMBER

01.09. bis 02.09. – ufaFabrik Boulevard-Internationales Kultur Centrum ufaFabrik, Viktoriastr.10-18, 12105 Berlin, Straßenfest mit buntem Programm, Sa 12-22 Uhr, So 10-20 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030 755 03 0, www.ufafabrik.de

01.09. – Tag der offenen Tür Flughafen Tempelhof (ehemalige Flughafengebäude Tempelhof), Platz der Luftbrücke 1, 12101 Berlin, von 11-22 Uhr auf dem Vorfeld und in einigen Hangars des Flughafens mit Zugang über das Feld, www.thf-berlin.de

01.09. bis 29.09. – 11. Lichtenrader Kunstfenster in den Schaufenstern entlang der Bahnhofstrasse, Eröffnung: am 01.09., ab 14.30 Uhr mit Klezmer Musik, bei IKT Stadtindianer e.V., Mellener Straße 28, 12307 Berlin mit anschließenden Schaufenster-Galerie -Spaziergang, während eines Einkaufsbummels kann eine breite Vielfalt an Kunst, angefangen von Malerei über Grafik bis Fotografie besichtigt und erworben werden. Kontakt: Horst Zeitler und dem Organisationteam, Tel.: 030 700 59 64, Info: Facebook Lichtenrader Kunstfenster

06.09. – VSA – Rundfahrt durch die Innenstadt mit dem Motorschiff Havelland, Abfahrt: 10 Uhr ab Wannsee-Brücke D, Dauer: 6 Std., Preis:17 € inkl. Mittagessen/ erm. 6 €, Karten ab sofort

07.09. bis 09.09. – Wein- und Winzerfest in Lichtenrade, Alt-Lichtenrade, 12309 Berlin, am idyllischen Dorfteich, Fr 16-23 Uhr, Sa 12-23, So 11-20 Uhr, Treffen mit 30 Winzern aus Deutschland und Österreich bei einem Fläschchen Wein, dazu passende Snacks – von Flammkuchen bis zu Käsespezialitäten, mit Live-Musik! Kontakt: Claudia Scholz & Stefan Piltz, Family & Friends e.V., Tel.: 030 305 55 21, www.family-and-friends-ev.de

08.09. – Kinderfest im Tennis Club 1904 Grün-Gold e. V., Paradestraße 28-32, 12101 Berlin, 15-18 Uhr, Spaß-Sport-Spiel, für Essen und Getränke gesorgt, Finale: großes Luftballonsteigen, Eltern willkommen!, Eintritt für Kinder 3 €, Verzehrbon inbegriffen, Eintritt frei für Geburtstagskinder, www.gruen-gold.de

08.09. – KIEZFEST vor der Rundkirche, Ev. Paulus Kirchengemeinde Tempelhof, 12101 Berlin, Festplatz Wolffring/Ecke Boelckestr., 14-18 Uhr, das „tempelhofer journal“ ist dabei! Gemeindebüro Badener Ring 23, Tel: 030 786 53 35, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

09. 09. – Orgelkonzert Erik Hoeppe, 4. Dorfkirchenmusik Marienfelde, Alt-Marienfelde 28, 12277 Berlin, 17-18 Uhr, Eintritt frei, www.ts-evangelisch.de/m/termine

11.09. – VSA – Spaziergang: „ Die Bäume im Bärenpark“ Treffpunkt: Oberlandstr. 99, Häusern Oberlandgarten 1 und 26, Start: 13.30 Uhr, Dauer: ca. 2 Std., Abschluss im “Berliner Bär”, Holzmannstr. 18, mit Kaffee und Kuchen (Selbstkostenpreis), Karten: ab 07.08.

16.09. – Rosengartenkonzert Gartenstadt Neutempelhof am Rumeyplan, 12101 Berlin, Achtung: nur ein Ständchen zur Rosenblüte 2018, 16-17 Uhr, mit derältesten Swing-Band Berlins, mit Jazz-Urgestein Horst „Papa“ Henschel und seine SALTY DOGS, Programm: Tanzklassiker der 20er bis 50er Jahre, Eintritt frei, Spenden Willkommen! www.parkringneutempelhof.de

22.09. – STADT UND LAND Festival der RIESENDRACHEN, ehemalige Flughafengelände Tempelhof, 12099 Berlin, 11-20 Uhr, Programm für die ganze Familie, Großdrachenvorführungen, Eintritt frei, www.stadtundland.de

23.09. – VSA – 6. Volkslieder Mitsing-Konzert, Philharmonie, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-str.1, 10785 Berlin, Einlass: 14.30 Uhr, von 15 – 17.30 Uhr, Singt! und Berlin erklingt! Leitung und Moderation: Claudia-Maria Mokri, Eintritt 7 €/erm. 4 €, www.lkms.de, Karten ab sofort

25.10. – VSA – Galakonzert Philharmonie, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Str.1, 10785 Berlin, Einlass: 13.30 Uhr, „DIE MAILÄNDER SCALA KOMMT NACH BERLIN“, Einlass: 13.30 Uhr, Beginn: 14.30 Uhr, Johannes Groß (Tenor), Bianca Tognocchi (Sopran), mit Prof. H. Helge Dorsch am Klavier präsentieren Melodien aus der Welt der italienischen Oper, Eintritt 17 €/ermäßigt 6 €, Karten ab sofort

DAUERAUSSTELLUNGEN und MUSEEN

Führungen täglich durch das ehemalige Flughafengebäude Tempelhof: Mythos Tempelhof Verborgene Orte, die Gebäudeführungen starten im ehemaligen GAT-Bereich (General Aviation Terminal), Büro der Tempelhof Projekt GmbH, Tempelhofer Damm 1-7, (Einfahrt gegenüber der Tankstelle), 12101 Berlin, fachkundigen Guides zeigen das größte unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal Europas, auch ein Symbol der Freiheit bekannt mit der Luftbrücke von 1948/49, Kontakt: Tel.: 030)6951 6798, E-Mail: tour@thf-berlin.de, Tickets: https://www.thf-berlin.de/fuehrungen/preise-tickets/, Info: www.thf-berlin.de

Museum-Polizeihistorische Sammlung Polizeihistorische Präsenzbibliothek und Fotosammlung, Platz der Luftbrücke 6 12101 Berlin, Kontakt: Leiter der Polizeihistorischen Sammlung, Dr. Dobler, E-Mail: phs@polizei.berlin.de, Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 9 bis 15 Uhr, Tel.: 030 4664-994762, Gruppen nach Anmeldung auch Montag bis Freitag, Eintritt: 2 €/ ermäßigt 1 €, nur mit Ausweis, www.berlin.de

Historisches Leuchten-Museum bei Selux: Zeitreise in die Welt der elektrischen Beleuchtung Berlins, nur mit Führung und Voranmeldung: Selux AG, Motzener Straße 34, 12277 Berlin, Tel.: 030 72001-0, www.selux.com

Ständige Ausstellung im Tempelhof Museum: Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, „Zwischen Feldern und Fabriken, Menschen, Geschichten“ die historische Entwicklung und die Besonderheiten des Bezirks Tempelhof und seiner Ortsteile. Das Themenspektrum reicht vom ländlichen Leben um 1800 bis zu Zwangsarbeit und Widerstand im Nationalsozialismus, für Schulklassen und Gruppen Mo–Fr nach Voranmeldung, Führungen durch die Ausstellung immer sonntags um 11 Uhr, Öffnungszeiten: Mo, Mi 10–16 Uhr, Die, Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 UhrEintritt frei, www.tempelhofmuseum.de

Historische Führung auf dem Tempelhofer Feld, jeden 2. und 4. Samstag im Monat – 13 Uhr, Treffpunkt: Columbiadamm, Ecke Golßener Straße, KZ-Columbiahaus, Zwangsarbeiterlager, Militärische Luftfahrt, Info: Förderverein für ein Gedenken an die Naziverbrechen auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V., Info: www.thf33-45.de

MedienPoint Tempelhof-„Bücherfreund“ und Nachbarschaftstreffpunkt, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V., eine Sammelstelle für Bücher, Musik- und Filmkassetten, Spiele etc., diese werden ehrenamtlich angeboten, was die einen nicht mehr brauchen oder gebrauchen und geben sie es weiter an die, die sich daran erfreuen, in der Regel dürfen ohne Ansehen der Person bis zu drei Bücher oder andere Medien kostenlos mitgenommen werden, Tel: 030/7889 3194, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09 -18 Uhr, außer mittwochs von 11-12 Uhr geschlossen! https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

Freier Eintritt – bei Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen, Infos: www.berlin.de/museum/einritt-frei/

KIEZKNEIPEN/RESTAURANTS
Bitte Veranstaltungen Nachfragen!

Café Saitensprung, Mariendorfer Damm 38, 12109 Berlin, Tel.: 030 5484 1948

Keine Eile, Manfred-von-Richthofen- Str. 13, 12101 Berlin, Tel.: 030 4701 3766

Blumenthal-Eck, Blumenthalstr.12, 12103 Berlin, Tel.: 030 7200 6053

Tonsai Thai-Restaurant, Kaiserin-Augusta-Str. 73, 12103 Berlin, Tel.: 030 7600 7018

Restaurant Z, Friesenstr. 12, 10965 Berlin, Tel.: 030 3069 22716

Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030 8925 949

Kirsch und Karamell, Café & Bäckerei am Berlinickeplatz, Manteuffelstr. 1-2, Tel.: 030 5527 3332

Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030 2803 6023

WOCHENMÄRKTE IN TEMPELHOF
Bauernmarkt in Lichtenrade, auf dem Pfarrer–Lütkehaus-Platz, am S-Bhf. Lichtenrade, jeden Samstag von 8 bis 14 Uhr

Städtischer Wochenmarkt auf dem Mariendorfer Damm, Mariendorfer Damm 294, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt Tischenreuther Ring, (zwischen Waldsassener und Wiesauer Straße), Tirschenreuther Ring 40, 12279 Berlin-Marienfelde, Donnerstag von 12 bis 17 Uhr

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Kochbuch

Unterhaltsames für edle Tropfen

Frenzels Weinschule

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten: Greifen Sie zu dieser etwas anderen Weinschule und Sie erfahren umfassend und unterhaltsam alles über die edlen Tropfen. Prominente Autoren helfen Ihnen dabei. Schwerpunkt ist Charakter und Aroma der Rebsorten. Darüber hinaus spielt auch die Sensorik eine Rolle. Und die außergewöhnliche Bildsprache des Buches hilft dabei die Weine auf einen Blick zu erfassen. Kompetent wird die Geschichte des modernen Weins erklärt. Dazu kommen viele Anregungen, welcher Wein zu welchem Essen passt. Außerdem enthält das Buch ein kleines Wein-ABC und hilft beim Kauf von Wein und Weingläsern. Ralf Jacob

Tre Torri, 49,90 €

  • Kabeljau mit Senfhülle
  • Zutaten für 4 Personen
  • 4 Kabeljaufilets (ca. 125 g)
  • Salz, weißer Pfeffer
  • Zitronensaft
  • 2 TL Senfpulver
  • 2 Eier
  • 1 EL Sahne
  • 2-3 EL Mehl
  • Butterschmalz zum Braten
  • Mehl zum Wenden

Die Fischfilets trocken tupfen. Dann salzen und pfeffern. Mit Zitronensaft beträufeln und beiseite stellen. Das Senfpulver mit den Eiern, Milch, Sahne, Mehl, Salz und Pfeffer zu einem glatten Teig vermischen, etwas quellen lassen. In einer Pfanne nicht zu wenig Butterschmalz erhitzen. Die Fischfilets erst in Mehl wenden, dann durch den Teig ziehen und zum Schluss im heißen Schmalz auf beiden Seiten schön knusprig braten. Mit kleinen Pellkartoffeln und Butter servieren.

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Brigitta Henrichs Leseecke

Christiane Dieckerhoff: Spreewaldgrab (Band 1)

Die Kriminalpolizistin Klaudia Wagner hat sich in den Spreewald versetzen lassen. Ihr langjähriger Lebensgefährte und Vorgesetzter hatte sie gegen eine Jüngere ausgetauscht. Dies führte zu einem völligen Zusammenbruch. Geblieben sind ihr ein heftiger Tinnitus und die Chance auf einen Neuanfang. Die neuen Kollegen sind ein bunter Haufen mit vielfältigen privaten Problemen, die sie teilweise hautnah mitbekommt, da sie zunächst bei einem von ihnen zur Untermiete wohnt. Dann wird ein Berliner Unternehmer erschlagen in seinem Wochenendhaus aufgefunden, seine Assistentin ist verschwunden. Die Familie verhält sich verdächtig. Klaudia stößt auf eine skelettierte Frauenleiche. Die Leiden des Opfers vor seinem Tod werden in beklemmenden Einschüben parallel erzählt. So steuert das Drama seinem furiosen Ende zu.

Ullstein TB, 352 Seiten, 11 €

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im Mai/Juni 2018
  1Der Ernährungskompass, Bas Kast, 320 S., Bertelsmann, 20 €
  2 – Die Geschichte des Wassers, Maja Lunde, 480 S., btb, 20 €
  3 – Strafe, Ferdinand von Schirach, 189 S., Luchterhand, 18 €
  4 – Würde, Gerald Hüther, 188 S., Knaus, 20 €
  5 – Die Geschichte des verlorenes Kindes, Elena Ferrante, 614 S.,

        Suhrkamp, 25 €

  6 – Good Home, T.C. Boyle, 432 S., Hanser, 23 €
  7 – Das Feld, Robert Seethaler, 238 S., Hanser Berlin, 22 €
  8 – Leere Herzen, Juli Zeh, 350 S., Luchterhand, 20 €
  9 – Die Orient-Mission des Leutnant Stern, Jakob Hein, 241 S., Galiani, 18 €
 10 – Tyll, Daniel Kehlmann, 480 S., Rowohlt, 22,95 €
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Rätsel

Welche Tempelhofer Straße ist gemeint?

Er studierte Rechtswissenschaft, dann Medizin. In seinen Dramen kommt mitreißend das zum Ausdruck, was ihm am Herzen lag und was heute ebenso aktuell ist wie damals: Freiheit, Recht und Menschenwürde. Wer war der große Denker und Aufklärer, nach dem in unserem Bezirk eine Straße benannt ist? Viel Spaß beim Raten!

Teilnahmebedingungen: Ihre Lösung senden Sie bitte bis zum 20.08.2018 an Karl-Heinz Kronauer, tempelhofer journal, John-Locke-Str. 18a, 12305 Berlin oder an info@tempelhoferjournal.de. Bitte geben Sie Namen, Anschrift und Telefonnummer an, damit wir Sie wegen des Gewinns kontaktieren können. Diese Daten werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht.

Auflösung aus der Ausgabe 03/2018: Gesucht war die Arnulfstraße, benannt nach Arnulf von Kärnten, dem ostfränkischen König und römischen Kaiser. Richtig geraten und gewonnen hat unserer Leser Herr F. aus 12101 Berlin. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine Flasche Wein gewonnen.

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Lichtenrader Kunstfenster

Sylvia Zeeck, Horst Zeitler und die Kollegen vom Organisationsteam haben das 11. Lichtenrader Kunstfenster auf die Beine gestellt. Sie präsentieren und verkaufen ihre Werke in den verschiedensten Geschäften, Banken und Apotheken. Vernissage: am 01.09., ab 14.30 Uhr bei IKT Stadtindianer e.V., Mellener Straße 28, Info: Facebook Lichtenrader Kunstfenster. MK

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Für kleine und große Gartenfans

Local Gardening

Der Lehrgarten der Feldblume ist offen für alle ©Katrin Schwahlen

Gemeinsam buddeln, pflanzen, jäten, hacken, ernten und dabei spielerisch mehr über Tiere und Pflanzen erfahren – der Lehrgarten der Kolonie Feldblume 1915 macht es möglich. 

Vor gut einem Jahr haben die beiden Kleingärtnerinnen Eva Litzke und Bettina Stehkämper das Projekt ans Laufen, besser gesagt ans Blühen gebracht. Während der Gartensaison, also zwischen April und Oktober, öffnen sie das gärtnerische Schmuckstück auf Parzelle 68 und laden zum Mitmachen ein.

Ursprünglich gedacht war das Projekt für Kinder und Jugendliche. Denn für sie sind die Kleingärten häufig der einzige Ort, um mit Natur, Tieren und Pflanzen in Berührung kommen. Wenn sie von klein auf mit Flora und Fauna zu tun haben, entwickeln sie meist ein gutes Gespür für Natur- und Umweltschutz. 

Schon die Kleinsten sind eifrig dabei, Radieschen zu säen, Mais zu ernten und den Kellerasseln erst vorsichtig, dann voller Neugier zuzugucken, wie diese unter den Steinen hervor krabbeln. Jeden Montag kommen drei Kindergruppen aus den umliegenden Kitas, um ihre eigenen Beete zu beackern. Jeden Donnerstagnachmittag übernimmt die Pfadfindergruppe den Garten. 

Seit diesem Jahr haben auch Erwachsene ihre Leidenschaft für den Lehrgarten entdeckt. Anders als beim Urban Gardening kümmern sich die Gärtnerinnen und Gärtner aber nicht um eine einzelne Kiste oder einen Minigarten, sondern um das größere Ganze und um das Gemeinsame. Rund zehn Aktive gibt es, einige haben selber einen Garten in der Feldblume, andere kommen aus dem Kiez. Durch die gemeinsame Arbeit sind neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Und es werden weitere Mitstreiter gesucht – nicht nur die mit dem grünen Daumen, auch handwerklich Begabte sind gerne gesehen. Denn nicht nur in der Erde, sondern auch drum herum gibt es viel zu tun: Die Hütte braucht Strom und einen neuen Fußboden; der Weg könnte gepflastert werden; Molche und Kröten würden sich über einen größeren Teich freuen.

Eva Litzke und Bettina Stehkämper haben noch jede Menge Ideen für den Lehrgarten der Feldblume und freuen sich über alle, die mitmachen wollen und eigene Vorschläge fürs lokale Gärtnern mitbringen. Katrin Schwahlen

Kontakt: Eva Litzke, Tel.: 0162 44 78 001, Bettina Stehkämper, Tel.: 0176 648 651 77, oder montags ab 17 Uhr im Lehrgarten vorbeikommen: Kleingartenkolonie Feldblume 1915, hinter dem Tempelhofer Rathaus, dem Hauptweg folgen bis zur Parzelle 68, Info: www.feldblume1915.de

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Projekt „Refill Berlin“ auch in Tempelhof

©chagin – stock.adobe.com

Leitungswasser kostenlos nachfüllen

Wasser ist wohl das am meisten unterschätzte Lebensmittel hierzulande. In ausgezeichneter Qualität immer verfügbar, nahezu kostenfrei. Eine Selbstverständlichkeit in Deutschland, wo man die Leitung aufdrehen kann und keine gesundheitlichen Bedenken haben muss. Dieses Lebenselixier Wasser rückt nun eine relativ neue Initiative ins Bewusstsein. 

„Refill“ heißt das Prinzip, bedeutet „wiederauffüllen“ auf Deutsch und es funktioniert sehr einfach. Ein Aufkleber mit dem Logo der Initiative – einem stilisierten blauen Wassertropfen – wird an Tür oder Schaufenster öffentlich zugänglicher Orte angebracht und signalisiert: Hier kannst du deine Trinkflasche auffüllen – und zwar direkt aus dem Wasserhahn. Auffüllstationen kann im Prinzip jeder werden, der einen Wasseranschluss hat: Geschäfte, Cafés, Restaurants, Büros, Behörden und Arztpraxen. Menschen- und umweltfreundlich zugleich kommt diese Bewegung daher. Denn gerade im Großstadtdschungel, gerade jetzt in der warmen Jahreszeit, sollte und möchte man unterwegs trinken – ohne sich dafür jedes Mal in ein Lokal setzen zu müssen. Egal ob Hipster, Tourist, BVG-Nutzer oder einfach als Vater mit seinen Kindern auf dem Weg vom bzw. zum Sport- oder Spielplatz – die Möglichkeit Wasser nachzutanken ist wertvoll. Und schont Ressourcen, denn Plastikflaschen haben ausgedient, wenn jeder seine eigene Trinkflasche dabei hat. „Zero Waste“ nennt sich die Bewegung auf Neudeutsch, null Abfall; wer möchte da widerstehen? 

Der Verein Verein „a tip: tap“ aus Neukölln, der sich für den Konsum von Leitungswasser stark macht, sowie die Berliner Wasserbetriebe unterstützen „Refill Berlin“. 

Mitmachen:Aufkleber besorgen und ankleben!

Berlin hat jetzt weit über 257 Refill Stationen und in manchen Bezirken gibt es öffentliche Trinkbrunnen. Noch viel mehr können sich am Projekt „ Leitungswasser trinken“ beteiligen. Auf einer online Karte von Refill Berlin sind die Teilnehmer und einige Trinkbrunnen verzeichnet. Hellblaue Aufkleber mit dem Logo eines Wassertropfens kennzeichnen die Läden und Einrichtungen am Fenster. Einen Trinkbrunnen sucht man im Bezirk Tempelhof-Schöneberg noch vergebens. Aber auch Tempelhof kann man schon mancherorts nachfüllen. Christoph Schröder, Marlies Königsberg

Kontakt: a tip: tap e.V., c/o Social Impact lab, Muskauer Str. 24, 10997 Berlin, E-Mail: berlin@refill-deutschland.de, Info: www.refill-berlin.de.

ZUSAMMENSTELLUNG DER TEILNEHMENDEN „REFILLER“ IN TEMPELHOF

LICHTENRADE

Tempelritter ApothekeLeitung: Frau Susanne Zinßmeister, Bahnhofstr. 60, 12305 Berlin, Telefon: 030 76 40 34 54, E-Mail: info@tempelritter-apotheke.de, Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8-18.30 Uhr, Sa. 8.30-14 Uhr, Info: www.tempelritter-apotheke.de

 Teltow-ApothekeInhaber: Dr. Andreas Dehne, Nahariyastraße 27, 12309 Berlin, Telefon: 030 745 70 02, E-Mail: post@teltow-apotheke-lichtenrade.de, Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. 8.30-19.30 Uhr, Mi., Fr. 8.30-18.30 Uhr, Sa. 8.30-14 Uhr, Info: www.teltow-apotheke-lichtenrade.de

Apotheke–Alt LichtenradeInhaber: Dr. Andreas Dehne, Groß-Ziethener Straße 35, 12309 Berlin, Telefon: 030 767 664 80, E-Mail: post@apotheke-alt-lichtenrade.de, Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. 8-19 Uhr, Mi., Fr. 8-18.30 Uhr, Sa. 8-14 Uhr, Info: www.apotheke-alt-lichtenrade.de

Grüne Apotheke LichtenradeApothekerin Franziska Bukowski, Lichtenrader Damm 24, 12305 Berlin, Telefon: 030 742 88 15, E-Mail: info@gruene-apotheke-lichtenrade.de, Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8.30-18.30 Uhr; Sa. 8.30-13 Uhr, Info: www.gruene-apotheke-lichtenrade.de

MARIENDORF

Stone Brewing GmbHIm Marienpark 22, 12107 Berlin, Telefon: 030 212 343 100, E-Mail: berlin@stonebrewing.eu, Öffnungszeiten: Mo.-Sa. 12-24 Uhr, So. 10-22 Uhr, www.stonebrewing.eu/visit/directions, Info: www.stonebrewing.eu

Park ApothekeInhaber: Dr. Andreas Dehne, Forddamm 4-6, 12107 Berlin, Telefon: 030 706 14 64, E-Mail: post@park-apotheke-mariendorf.de, Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30-18.30 Uhr; Sa: 8.30-13.30 Uhr, Info: www.park-apotheke-mariendorf.de

MARIENFELDE

Helgoland ApothekeApotheker Axel Trischmann , Hildburghauser Str. 5, 12279 Berlin, Tel. 030-721 40 76, E-Mail: anker.trischmann@t-online.de, Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 8.30-18.30; Sa. 8.30-13 Uhr., Info: www.helgoland-apotheke-berlin.de

Anker ApothekeApotheker Axel Trischmann, Alt-Marienfelde 55, 12277 Berlin, Tel. 030 721 18 85, E-Mail: anker.trischmann@t-online.de, Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 8.30-18.30 Uhr, Sa. 8.30-13 Uhr, Info: www.anker-apotheke-marienfelde.de

TEMPELHOF

soulproducts GmbHVolkmarstr. 1-7, 12099 Berlin, Telefon 030 509 665 12, E-Mail: hello@soulbottles.com, Gründer und Geschäftsführer: Georg Tarne und Paul Kupfer, Öffnungszeiten:  Mo-Fr: 9.30-18 Uhr, Info: www.soulbottles.de/impressum

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Geschäftseröffnung am Mariendorfer Damm

Neuer Standort von Evas Seidenfloristik

Eva Reisberg vor ihrem neuen Laden ©Marlies Königsberg

Nach dem Umzug vom idyllischen Dorfanger Alt-Lichtenrade zum Mariendorfer Damm eröffnete am 29.Juni Evas Seidenfloristik neu.

Alles hat zwei Seiten: Die Kündigung des Ladengeschäfts, das seit 2002 besteht und gut angenommen wurde, ist bitter. Sich wieder neu zu finden, zu orientieren und aufzubauen fällt schwer. Die viele Arbeit hat sich für Eva Reisberg und ihr Team gelohnt. Die Eröffnungsfeier am 29. und 30. Juni war proppenvoll. Viele Stammkunden ließen es sich nicht nehmen, Eva zum neuen Standort zu beglückwünschen.

Geblieben ist: Der freundliche Service; die Beratung zum Thema „sachgemäße Pflege von Kunstblumen“ inklusive Pflegespray, die Auswahl an Seidenblumen und- pflanzen, die Angebote dekorativer Wohnaccessoires, Kerzen aus natürlichen Materialien und die ausgefallenen Geschenkartikel zu jedem Anlass, jeder Jahreszeit sowie diverse Tee- und Schokoladensorten. Marlies Königsberg

Kontakt: Eva Reisberg, Mariendorfer Damm 422, 12107 Berlin, Telefon: 030 345 30 55; E-Mail: info@evas-seidenfloristik.de; Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 9.30-18 Uhr, Sa 9.30-13 Uhr, Info: www.evas-seidenfloristik.de

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Deutsches Traber-Derby in Mariendorf

Trabrennbahn Mariendorf: seit 1913 ganzjährige Austragungsstätte von über 500 Rennen, eine der erfolgreichsten Trabrennbahnen Deutschlands ©Marius Schwarz, www.traberpixx.de

Treffpunkt der Traber-Szene Europas

Wenn vom 27. Juli bis 5. August die Derbywoche 2018 beginnt, wird Mariendorf sieben Tage lang wieder im Mittelpunkt für die europäische Traberelite und ein begeistertes Publikum stehen. Veranstalter dieses Höhepunkts der Rennsaison ist der erste Berliner Trabrenn-Verein. In diesem Jahr findet die große Rennwoche rund um das trotto.de 123. Deutsche Traber-Derby und das Eduard Winter Deutsche Stuten-Derby statt. Jeder Renntag wird unter einem besonderen Motto stehen. Das „tempelhofer journal“ sprach mit dem Mariendorfer Rennstallbesitzer Ulrich Mommert. 

Wettkampfstätte für Traber

Seit mehr als 100 Jahren ist die Trabrennbahn Mariendorf am Start. Der pferdebegeisterte Berliner Verleger Bruno Cassirer gründete gemeinsam mit anderen 1913 den Trabrenn-Verein Mariendorf. Der Beginn des Ersten Weltkriegs brachte den Pferderennsport erst einmal zum Erliegen. Doch bereits 1915 ging es auf der Rennbahn wieder weiter. 

Der aufmerksame Besucher kann anhand der Tribünen die wichtigsten Zeitabschnitte der Trabrennbahn ablesen. Die älteste ist die denkmalgeschützte „Endell-Tribüne“ im Jugendstil von 1912. Die Robinson-Tribüne erhielt den Namen nach ihrer beliebten Pächterin. Das „Teehaus“ wurde in den 1950er-Jahren gebaut. Am größten und modernsten ist das 1973 eingeweihte Tribünenhaus direkt vor dem Haupteingang. 

30.000 und mehr Besucher waren in den Jahren nach 1945 keine Seltenheit. Große Namen von Trainern und Fahrern wie Charlie Mills und „Hänschen“ Frömming sind mit dem Ort eng verknüpft. Mariendorf ist seit Jahrzehnten für den deutschen und internationalen Trabrennsport die wichtigste Adresse in Deutschland, bestätigt Ulrich Mommert, Eigentümer der Trabrennbahn und Besitzer zweier Gestüte mit Trabrennpferden. 

Spannung, Dramatik, Schnelligkeit und Taktik 

Das Pferd darf ausschließlich traben. Fällt es in den Galopp, wird es disqualifiziert. Der Reiter wird vom Pferd im Sulky, einem zweirädrigen Fuhrwerk, gezogen. Die Distanz auf der Sandbodenbahn beträgt 1.900 Meter. Gestartet werden die Rennen durch den Autostart. Ein Fahrzeug mit ausgebreiteten Gitterflügeln fährt vor dem Fahrerfeld her. Wenn die Pferde ihre Position an den Gitterflügeln eingenommen haben, beschleunigt das Fahrzeug an der Startmarke, sodass die Pferde nicht mehr folgen können. Der Start ist freigegeben.

Wetten gehören zum Trabrennsport wie der Sulky zum Pferd  

Zur Ausstattung des Fachpublikums gehört eine Rennzeitung mit wichtigen Informationen zum Pferd, Züchter, Besitzer, Trainer und Fahrer, manchmal ein Fernglas sowie bei den meisten ein Wettschein. Die Wettarten sind vielfältig: S bedeutet Siegwette auf das gewettete Pferd – es muss als Erstes ins Ziel laufen. Bei der PLACE-Wette muss das Pferd Erster oder Zweiter werden. Komplizierter sind Daily Double, die V4- oder die V5-Wette. 

Kurz vor dem Rennen sind die Wettschalter belagert. Danach werden die Plätze und Positionen wieder eingenommen und das Rennen beginnt. Über TV-Monitore und Lautsprecher wird das Rennen genau verfolgt. Kaum ist es vorbei, geht es darum, wer, wie, in welcher Zeit gewonnen hat und ob sich der Wetteinsatz gelohnt hat. 

Erfolgreicher Besitzer

Ulrich Moment, Rennbahn-Boss und Pferdezüchter ©Berliner Trabrennverein e. V.

In den vergangenen Jahren gewann Ulrich Mommert drei Mal in Folge den Titel „Champion des Jahres“. 89 Mal haben seine Pferde in der Saison gesiegt. Der amtierende Meister und Stammfahrer, Michael Nimczyk, der als einziger Fahrer einen mit echtem Blattgold belegten Sturzhelm tragen darf, steuert mit viel Erfolg die Pferde von Ulrich Mommert. Es wird wieder spannend sein, wie er in diesem Jahr im Derby abschneiden wird. 

Jedoch haben sich die Zeiten verändert. Ulrich Mommert erzählt: „Es fehlt an Nachwuchs, an jungen Fahrern und Trainern, vor allem an Pferden. Der Pferdebestand nimmt rapide ab, nicht nur in Deutschland. Das Zuchtgeschäft ist längst ein Minusgeschäft.“ 

Es ist schwieriger geworden, das Publikum zu erreichen. Außer der klassischen Werbung und Pressearbeit erhofft man sich durch die Zusammenarbeit mit dem Radiosender JAM FM sowie die Errichtung eines Golfplatzes in der Mitte der Rennbahn neue Zielgruppen. Yvonne de Andrés

Kontakt: Berliner Trabrenn-Verein e.V., Mariendorfer Damm 222, 12107 Berlin, Haupteingang: Ecke Kruckenbergstraße / Hirzer Weg, Telefon: 030 740 12 12, E-Mail: BTV@berlintrab.de

Eintrittspreise: Erwachsene: sonn- und feiertags 3 €/ ermäßigt 1,50 € und wochentags Eintritt frei, unter18 Jahre Eintritt frei. 

Eintritt an Veranstaltungstagen der Derby-Woche: 10 €, im Preis enthalten sind Wettgutscheine in Höhe von 4 €. Für den Zuschauer-VIP-Bereich auf der Kaiserlich-Endell‘schen Tribüne gelten gesonderte Preise, Reservierung von Mo-Fr. von 9-14 Uhr unter Tel.: 030 740 13 35 erforderlich, Info: www.berlintrab.de

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