Robert Kreis: ein selbstironisches Gesamtkunstwerk

Robert Kreis

Musik-Kabarettist Robert Kreis hat sein Handwerk gelernt. Er hebt sich deutlich von der Unterhaltung der heutigen Comedy-Kultur ab © Agentur Bubikopf/Sybille Kreis

Kabarett ist sein Lebenselixier

Wahlheimat Berlin

Er ist Kabarettist, Schauspieler, Sänger, Pianist und Entertainer, kommt aus den Niederlanden und lebt seit zehn Jahren in Mariendorf. Aber er ist auch auf den Bühnen der Welt zu Hause. 2013 hat Robert Kreis sein 40-jähriges Bühnenjubiläum gefeiert. In seinen Auftritten verkörpert er die Unterhaltungsära der 1920er- und 1930er-Jahre. Er parodiert die Welt von früher und heute in zeitlosen und aktuellen Texten.

Kleinkunst-Karriere dauert bis heute an

Robert Kreis

Agentur Bubikopf/Sybille Kreis

Mit Charme und Augenzwinkern, mit satirischen Sprüchen und Songs, in witzig-zweideutigen, politischen Liedern, mit markanten und rasanten Wortspielereien begeistert er das Publikum mit seiner „Ein-Mann-Show am Flügel“.

Obwohl die 20er-Jahre nicht so golden waren, wie sie immer beschrieben werden, sind sie das Hauptthema seiner Shows. Die musikalischen Themen sind dieselben geblieben: Liebe, Gesellschaft, Finanzen, Politik.

Kreis will unterhalten, aber auch das fast vergessene jüdische Kulturgut der Weimarer Zeit lebendig halten. Als Kabarett- und Varietékünstler ist er in seiner gesamten Laufbahn authentisch geblieben. Neben seiner moderierenden Funktion trägt er Anekdoten, Gedichte und Lieder vor, die aus seinem Leben erzählen. Dabei spannt er spielerisch den Bogen zwischen den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts und der Gegenwart.

Zwischen gestern und heute

Seine knapp zweieinhalbstündigen Auftritte sind eine Reise in die Vergangenheit: Am Flügel singt Kreis Couplés von Kurt Tucholsky, Max Schaeffer, Otto Reutter, Armin Berg und Gustav Schönwald und lässt so die Epoche wieder lebendig werden.

Aus einer seiner zahllosen 20er-Jahre-Zeitschriften zitiert er genüsslich einen Artikel über Sexualkunde. Wenn er – aus einer ebenso alten Zeitung – lustige Grabsteinsprüche von Berliner Friedhöfen vorliest, kann sich das Publikum vor Lachen kaum halten.

Bei „Manche mögen´s Kreis“, präsentiert er eine „Bühnenbiografie“ und lässt Erinnerungen an sein buntes, schillerndes Leben Revue passieren.

Auch sein neues Programm „Großstadtfieber“ erzählt aus dem 20er-Jahre-Berlin. Unter dem Motto „Anderen ist die Landluft lieber – ich bevorzuge Großstadtfieber!“ greift Kreis tief in die Schatzkiste von Tango und Charleston bis Foxtrott – den man nicht tanzt, denn es ist ein „Lachfoxtrott“.

Markenzeichen

Robert Kreis

Der Holländer ungeschminkt:
Ein blonder Mann, links im Alter von
30 und heute mit 68 Jahren
© Agentur Bubikopf/Sybille Kreis

Robert Kreis ist von Kopf bis Fuß auf Unterhaltung eingestellt: Elegant, vornehm und weltgewandt tritt er im Frack und mit Fliege auf, das Menjou-Bärtchen mit Kajal aufgemalt, die schmalen Augenbrauen ironisch hochgezogen, ein akkurater Mittelscheitel in dunkel pomadig gestriegeltem Haar, ein lakonisches Lächeln auf den roten Lippen – Kreis scheint geradewegs dem Film „Cabaret“ entsprungen.

Regelmäßig durchstöbert der Künstler Antiquariate, Flohmärkte und Secondhandläden. Mehr als 7.000 Schellackplatten, Schlager- und Couplet-Noten, Literatur, Mode- und Theatermagazine aus der Weimarer Republik hat er zusammengetragen. Einen Teil davon bringt er zu jedem Auftritt in seinem kleinen Lederkoffer mit und plaudert über so manche Einzelheit.

Von Indonesien nach Mariendorf

Robert Kreis

Entertainer und Sänger Robert Kreis:
Mit Wortwitz und Leidenschaft am Flüge
© Michael Schulze

Robert Kreis wurde am 10.05.1949 auf der indonesischen Insel Java geboren und verbrachte dort seine ersten zehn Lebensjahre. Ende der 50er-Jahre reiste er mit seiner holländischen Mutter und dem jüngerem Bruder nach Den Haag. Inspiriert durch seine Oma, Jazzpianistin und Bandleaderin auf Luxuslinern, lernte er früh Klavier zu spielen – und legte damit den Grundstein für seine Karriere. Nach dem Abitur in Holland arbeitete er einige Zeit als Bellboy und Steward auf Kreuzfahrtschiffen und trat dort später auch als Pianist auf.

In Holland studierte er 3 Jahre an der Akademie für Bühnenbildung und nahm in Paris Unterricht bei Marcel Marceau und Viviane Sonnenberg.

Robert Kreis

Mit einer Zeitreise in die Goldenen Zwanziger
begeistert Kreis das Publikum im Bachsaal
der Ev. Kirchengemeinde Alt-Tempelhof und Michael
© Marlies Königsberg

1973 trat Kreis mit seinem ersten Theaterprogramm in den Niederlanden auf und wurde dafür ein Jahr später mit dem Amsterdamer Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Im Frühjahr 1983 präsentierte er sein erstes deutsches Soloprogramm und wurde durch einen TV-Auftritt beim WDR einem großen Publikum bekannt. Seither hat er rund 7.000 Mal auf den Bühnen der Welt gestanden und ist im Schnitt mehr als 200 Tage im Jahr unterwegs. Dafür wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt.

Seit 2008 lebt Robert Kreis in Berlin-Mariendorf. Er engagiert sich mit Auftritten u.a. für den Erhalt der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis­kirche und die Berliner AIDS-Hilfe.

Zurzeit arbeitet der 68-Jährige an seiner Biografie und denkt darüber danach, wie er die Ausstattungsrevuen der Weimarer Zeit wiederbeleben kann.

Sein nächster Auftritt in Tempelhof ist am 20.Januar im Evangelischen Gemeindehaus der Glaubenskirche im Bachsaal. Marlies Königsberg

Kontakt: E-Mail: agentur-bubikopf@t-online.de, Info: www.robert-kreis.com und www.facebook.com/robbKreis/

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Kalenderblatt

Veranstaltungen der Seniorenarbeit – Abkürzung: VSA

Kartenverkauf für Seniorenveranstaltungen: Die und Do von 9-12 Uhr, bei der Seniorenarbeit Tempelhof/Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, Zimmer 104, 1. Etage, Tel.: 030/902 776 506.

JANUAR

Jeden Ersten Sa im Monat im Flame Diner Live-Musik, Themenabende rund um die 50er & 60er Jahre, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/280 360 23, Info: www.flame-diner.de

Jeden Dienstag Infopunkt auf dem S-Bahnsteig Lichtenrade zum Bauprojekt „Dresdner Bahn“, 12305 Berlin, Akustik-Simulation zum geplanten Lärmschutz, Öffnungszeiten jeden Dienstag von 14 Uhr bis 18 Uhr, (außer feiertags), Vorort ein Ansprechpartner aus dem Projekt, Info: www.dresdnerbahn.de und https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahn, http://www.dresdnerbahn.de/abschnitt-lichtenrade

Jeden Ersten Donnerstag im Monat – Treffen der ADFC- Stadtteilgruppe Tempelhof ,als lokale Gruppe des ADAC- Landesverbandes Berlin, im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik, Viktoriastr. 13, 12105 Berlin, nächsten Termine: 01.02./ 01.0.3./ 05.04./ 03.05./ 07.06. 2018, jeweils um 19.30 Uhr, Neue Mitglieder Willkommen! Niemand fährt gerne Rad auf dem Tempelhofer und Mariendorfer Damm. Dringend muss eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer her-eine gesicherte Radspur! Kontakt: Gisela Meiners-Michalke, E-Mail: gisela.meiners@adfc-berlin.de und Stefan Gammelien, E-Mail: stefan.gammelien@adfc-berlin.de, Sprecherin und stellvertretender Sprecher der ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof, Info: http://adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/tempelhof.html

bis 31.12. – MITTENMANG-Ein Sonntag auf dem Tempelhofer Feld 1907/2017- Plakatwand im U-Bahnhof (U6) Tempelhof, Fotocollage von Sigrid Weise, Projekt. „Mittenmang“ zeigt eine großformatige Collage mit aktuellen Fotografien. Ein Beispiel für ein historisches Abbild der Freizeitgesellschaft um 1900 ist das im II. Weltkrieg verschollene Bild „Sonntag auf dem Tempelhofer Feld“ von Hans Baluschek. Gefördert von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg. (Für das Betreten des Bahnsteiges ist ein gültiger Fahrausweis erforderlich.), Info: www.art-weise-berlin.de, www.dezentrale-kulturarbeit.de, www.vieraugenblick.de/fotodokumentatio.html

bis 31.08. – Sonderausstellung: „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin, Kontakt: Judith Bilger, Tel.:030/750 084 00, www.notaufnahmelager-berlin.de

14.01. bis 23.02. – Galerie Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Ausstellung: Brigitte Kratochwill, Bewegung und Stille, Wolffring 72, 12101Berlin, Sonn -u. Feiertags 12-15 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr, Tel.: 030/786 28 05, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

19.01. bis 28.01. – Internationale Grüne Woche Berlin, Messe Berlin GmbH, Messedamm 22, 14055 Berlin, Verschiedene Köstlichkeiten und Hallen, ua.“Blumen – 1000 gute Gründe/Quelle der Vielfalt.“, BIO – Mehr Platz für Leben, Heimtiere, ErlebnisBauernhof, Eintritt-Tickets https://www.gruenewoche.de/DieMesse/Tickets/

19.01. – Otto‘s Five O‘Clock Jazz Band, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr./Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, 19 Uhr, „Doktor Jazz“ bis „Cabaret“, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

19.01. – 2. Winterkonzert, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, Rundkirche,19.30 Uhr, Mitwirkende: Kantor Markus Epp, Kantor Christoph Wilcken, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

19.01. bis 26.01. – Graffiti Workshop im Shopping-Center Tempelhofer Hafen, Tempelhofer Damm 227, 12099 Berlin, jeweils von 10-11.45 Uhr und 12-13.45 Uhr, Thema: Street Art und Straßenkunst mit speziellen Graffiti-Stiften für Schülerinnen und Schüler, Entstehung einer  3D-Bodenmalereien unter Anleitung eines professionellen Graffiti-Künstlers, Info: Tanja Lewin, E-Mail: info@tempelhofer-hafen.com, Tel.: 030/756 877 90, www.tempelhofer-hafen.com

20.01./27.01./10.02./24.02./10.03./24.03. – Führungen durch die historische Malzfabrik von 1914, Bessemerstr. 2-14, 12103 Berlin, Treffpunkt: 12.45 Uhr, Pförtnerhaus, Preis: 10 €, Anmeldung: 0180 670 07 33, www.malzfabrik.de

20.01. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler; Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt : 14 Uhr, auf dem Grazer Platz, hinter der Nathanael Kirche, Dauer: 2 Std., Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Tel.:030/ 90277 4530, Info: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge/

21.01. – Dozentenkonzert Konzertreihe „Klänge der Welt“, Glaubenskirche Tempelhof, Friedrich-Franz-Str.7, 12103 Berlin, 17 Uhr, Teil 1: Japanisches für Langbrettzither Makiko Goto (Koto und Basskoto) & Gäste, Teil 2: Matsushima, eine japanisch-lateinamerikanische Begegnung mit Gitarren, Charango und Perkussion Patricio Zeoli & Friends, Eintritt frei, www.lkms.de www.gemeinde-alt-tempelhof.de

28.01. – Streichorchester Diagonale und Magic Winds, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, Rundkirche, 16 Uhr, CONCERTO GROSSO, Eintritt frei, www.lkms.de   www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

28.01. – Erinnerung braucht einen Ort, Evangelische Kirchengemeinde Berlin Mariendorf-Ost (Kirchsaal), Rixdorfer Straße 77, 12109 Berlin, um 14 Uhr, Jüdische „Displaced Persons“ – Gedenken und Diskussion zur vergessenen Nachkriegsgeschichte u.a. in Mariendorf, SPD Tempelhof-Schöneberg anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus lädt dazu ein, Anwesende u.a.. Dilek Kolat, Mechthild Rawert und Sven Steinbach, (Bus 277, 282: Haltestelle Skutaristraße), nach 73 Jahre der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, ist es notwendig, der Gräueltaten des NS-Regimes umfassend zu gedenken, Anmeldung bis zum 25.01., E-Mail: Kreis.Tempelhof-Schoeneberg@spd.de

28.01. – Orgelkonzert in der Lichtenrader Dorfkirche, Alt-Lichtenrade 109, 12309 Berlin, 17 Uhr, mit Werken von: Nicolaus Bruhns, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy, Orgel: Andreas Harmjanz, Eintritt frei

28.01. – Ökumenische Umweltgruppe lädt zum Kleinen Chorfest, Salvatorkirche Pfr.-Lütkehaus-Platz, 12307 Berlin, am S-Bahnhof Lichtenrade, 16 Uhr, „Viele Stimmen – ein Geist“: Ökumenisches Chorfest in Lichtenrade Es singen und musizieren:
– Sänger und Trommler der Umar-Ibn-Khattab-Moschee
– Kinderchor pizzicanto (Ev. Dietrich-Bonhoeffer-Kirche)
– Dietrich-Bonhoeffer-Kirchenchor
– Re’Ut-Chor Berlin (Synagoge Pestalozzistraße)
– dis-Harmonie (Kath. Salvator-Gemeinde)
– Chor der Musicalgruppe „Ensemble Estragon“ der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Neu-Buckow, Eintritt frei

30.01. – Veranstaltung zum Thema Videoaufklärung und Datenschutz Diskussionsrunde im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, 19-20.30 Uhr, Rehagener Str. 35, 12305 Berlin, mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Jan-Marco Luczak (MdB) und dem ehemaligen Neuköllner Bezirksbürgermeister und Mitinitiator der Initiative, Heinz Buschkowsky und CDU-Abgeordnete Hildegard Bentele (MdA), Eintritt frei

FEBRUAR

03.02. – Jazzlounge Lichtenrade – Swingaffairs, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr./Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, 19 Uhr, ab 21 Uhr Jam Session, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

04.02. – Frühschoppen-Jazz Jam Session, Jazzkatzenfabrik, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr./Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, 11 Uhr, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

07.02. – VSA – Seniorenmesse im Foyer der Urania, Urania Berlin e. V., An der Urania 17, 10787 Berlin, 10-16 Uhr, Seniorenratgeber 2018 erhältlich, Eintritt frei

10.02. – Modellbahntag-S-Bahn in Miniaturformat (H0), Gustav-Heinemann-Oberschule, Waldsassener Str. 62, 12279 Berlin, 10-18 Uhr, auf parallelen Fernbahngleisen verkehren gleichzeitig Regional- und Fernzüge, Modulanlage: S -Bahn-Betrieb mit sieben Bahnhöfen sowie Betriebswerk, Eintritt 3 €/Kinder 1,50 €, www.modellbahn-gho.de

12.02. bis 04.06. – Psychose-Seminar Tempelhof, 1. Semester – jeden Montag im 14-tägigen Rhythmus, Hiram Haus Hofbausaal, Restaurant Café Aurel (Zugang durch die linke Tür neben dem Restaurant), Alt-Tempelhof 28, 12103 Berlin, Zeit: von 18 Uhr bis 19.30 Uhr (mit Pause). Trialogische Psycho-Seminar ist ein Forum aus drei Blickwinkeln für Psychoseerfahrene, Angehörige und professionelle BegleiterInnen (Trialog), Wechselnde Moderation, Einblicke in das Erleben anderer und lernen mehr über das Phänomen Psychose. Unterstützt durch Die Kurve, Gegründet seit 2009 vom Vivantes Wenckebach-Klinikum, ambulanten Trägern, Betroffenen und Angehörigen und wird seitdem gemeinsam von Betroffenen, professionellen BegleiterInnen und Angehörigen durchgeführt.

Themen und Termine:
12.02. – Psychose und Angehörige/Familie
26.02. – Psychose und Wahrnehmen
12.03. – Psychose und Stigmatisierung
26.03. – Psychose und sich selbst annehmen
09.04. – Innere und äußere Ordnung/Unordnung
23.04. – Psychose und Psychopharmaka
07.05. – Psychose und Verunsicherung
21.05. – kein Seminar-da Feiertag

04.06. – Psychose und Heilungschancen Berlin, Anmeldung nicht nötig, keine regelmäßige Teilnahme, Eintritt frei, Kontakt: Psychose-Seminar Tempelhof, E-Mail: ps.tmp@kabelmail.net, Info: www.trialog-psychoseseminar.de

15.02. bis 25.02. – 68. Berlinale – Berlin International Film Festival –Kurz- Berlinale, Internationale Filmfestspiele Berlin, Potsdamer Straße 5, 10785 Berlin, Highlight zum Kinoschauen, Ticket-Infos: https://www.berlinale.de/de/programm/tickets/index.html, Berlinale Palast, Marlene-Dietrich-Platz 1, 10785 Berlin und verschiedene Spielstätten /Kinos Aufgeführt werden: Premieren der Berlinale-Wettbewerbsfilme, u.a. Zentralflughafen THF Central Airport THF

16.02. – 3. Winterkonzert, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, Rundkirche,19.30 Uhr, Mitwirkende: Kantor Christoph Wilcken Gaby Bultmann, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

17.02. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler; Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt : 14 Uhr, Vor dem Rathaus Tempelhof, Dauer: 2 Std., – Rund um das Rathaus Tempelhof -Kontakt: Pressestelle, Herr Fenster, Tel.: 030/ 90277–2310, E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Info:  https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge/

21.02. – Zweite Bildungsmesse Berlin – Beratung & Informationen zu Aus- und Weiterbildung sowie Umschulung in der Albert Akademie GmbH, Ullsteinstraße 114, Turm C, (4. Etage), 12109 Berlin, von 10 – 15 Uhr, 25 Aussteller darunter Bildungsträger, Jobcenter/Agentur für Arbeit, Arbeitgeber, Berufsverbände aus der Region informieren über Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen, eine Informationsbörse und Kommunikationsplattform für Studium, Existenzgründung und Arbeit, für Arbeitssuchende, Absolventen, Berufseinsteiger sowie Besucher jeden Alters, die sich qualifizieren oder beruflich neu orientieren möchten, begleitend zur Messe finden interessante Kurzvorträge zu zahlreichen Aus- und Weiterbildungen statt sowie Tipps zu Branchen wie: sozialpflegerisch/Gesundheit, gewerblich-technisch, kaufmännisch-verwaltend, IT-Bereich, E-Mail: info@albert-akademie.de, Eintritt frei, Info: http://www.albert-akademie.de

22.02. und 23.02. – Theateraufführung: Drama „Das Tagebuch der Anne Frank“, Theaterzentrum der Gustav-Heinemann-Oberschule (Haus A),Waldsassener Str. 62, 12279 Berlin-Marienfelde, jeweils 19.30 Uhr, Vergessen verhindern, Demokratie stärken, Aufführung von Schülern der ABI-Abschlussklasse, Drama-Neufassung „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Wendy Kesselman, letztmalige Regie von Jürgen Müller. Eines der bekanntesten und bedeutendsten Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus, beinhaltet die autobiografischen Aufzeichnungen des jüdischen, in den Niederlanden lebenden Mädchens Anne, dessen Familie gemeinsam mit Freunden nach dem Beginn der Deportationen am 06. Juli 1942 untertauchte. Anne Frank kam gemeinsam mit ihrer Schwester Margot über das Arbeitslager Westerbork zunächst in das Vernichtungslager Auschwitz, bevor sie schließlich im März 1945 nur wenige Tage nach ihrer Schwester im Konzentrationslager Bergen-Belsen einer Typhus-Erkrankung erlag. „Das ist alles, was geblieben ist“, sagt Otto Frank am Schluss des Dramas und zeigt das Tagebuch seiner Tochter: Die darin aufgezeichneten Situationen werden dem Publikum auf der Bühne sichtbar gemacht. Karten im Sekretariat der Schule, Tel.: 030/ 90277-4132. E-Mail: sekretariat@ghoberlin.de, Eintritt 6 € /erm. 3 €, Info: https://gho.berlin/

22.02. – Handball-Schnuppertag für Kinder, Sporthalle – Felixstraße 26, 12099 Berlin, 16-19.30 Uhr, für Kinder geboren 2009, 16-17 Uhr, 2007-2008 von 17-18 Uhr und 2006 +älter 18-19.30 Uhr, ohne Anmeldung und kostenlos, Kontakt: Tel.: 0170/5510 566, Gastgeber: SV Adler Berlin 1950 e.V. – Handball

25.02. – UFAFABRIK – WENN EIN TRAUM WIRKLICHKEIT WIRD, Film – Premiere, Varieté Salon, Internationales Kultur Centrum ufaFabrik e.V., Viktoriastraße 10 – 18, 12105 Berlin, 19 Uhr, Dokumentarfilm über die ufaFabrik, 63 min. /Farbe /D-2018, Interviews vom Sommer 2013, Fotos und Filmszenen von den Anfängen des Lebens- und Kulturprojektes im damaligen West-Berlin der 70er Jahre bis heute. Im Anschluss Gesprächsrunde mit den Filmemachern und Mitwirkenden. Darsteller/innen: Die Leute aus der ufaFabrik und manche ihrer Freunde und Freundinnen! Produktion und Regie: Dimitri Limpert, Drehbuch: Julia Limpert, Schnitt und Kamera: Julia Limpert, Dimitri Limpert, Musik: Wassili Woronow, Eintritt 6 €, Email: vorbestellung@ufafabrik.de oder im Infocenter-Öffnungszeiten: Mo – Sa, 10 – 18 Uhr / So 14 – 18 Uhr, Außer an Feiertagen!Tel.:030/755 03 0, www.ufafabrik.de

23.02. – Piano Boogie Meeting, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Barnetstr., 19 Uhr, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.htm

Veranstaltung fällt aus: 28.02. – VSA-Varieté in der Urania, Motto „Licht aus, Spot an“, An der Urania 147, 10787 Berlin, Beginn: 15 Uhr, Preis: 15 €, Karten ab 16.01.

MÄRZ

02. 03. – Frauenmärz 2018-Eröffnungsveranstaltung, Motto: Sie hat die Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm Ecke Barnetstraße 12305 Berlin, Beginn: 19.30 Uhr, Programm: Begrüßung: Jutta Kaddatz, Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Soziales, Festrede: Rebecca Beerheide, Vorsitzende des Journalistinnenbund & Mitherausgeberin von dem Buch: „100 Jahre Frauenwahlrecht Ziel erreicht! …und weiter?, Moderatorin Petra Schwarz, freie Journalistin, Programm: unter der Leitung von Astrid Graf bläst das Frauenblasorchester Berlin, (https://www.fbob.de/), zu sehen die MädelZ der Theatergruppe TIK unter der Leitung von Tillma Mayer, (http://lagstb.de/tik-theater-im-kiez) und das „frei.wild“-Improvisationstheater, in kurzen Sketchen und mit Hilfe des Publikums bringen sie auf die Bühne, was sie zum Thema aufgeschnappt haben, (http://frei-wild-berlin.de/), in der Pause gibt es Süßes und Salziges von der ufaBäckerei, Eintritt frei, Kontakt und Organisation: Abt. Bildung, Kultur und Sport Amt für Weiterbildung und Kultur Dezentrale Ute Knarrr-Herriger, E-Mail: ute.knarr-herriger@ba-ts.berlin.de, Info: http://www.frauenmaerz.de, Programm: Flyer zum Frauenmärz 2018 bitte hier klicken

02.03. – VSA – Führung durch das ARD- Hauptstadtstudio, Wilhelmstr. 67a/Ecke Reichstagufer, 10117 Berlin, Treffen-ARD-Infocenter: 13.45 Uhr, Führung: 14 Uhr, Dauer: 1 Std., Eintritt frei, 25 Teilnehmer, Wichtig! Besucher müssen „gut zu Fuß“ sein und Personalausweismitnahme erforderlich, Karten: ab 06.02.

07.03. – VSA – Seniorensicherheit geht alle an Seniorenfreizeitstätte “Rudolf-Wissell-Haus“, Alt-Mariendorf 24-26, 12107 Berlin, 14-16 Uhr, Dauer ca. 2 St., Info der Polizei Berlin zur Seniorensicherheit, Gespräch bei Kaffee und Kuchen, Anmeldung erforderlich, Kontakt: Herr Kopfnagel, Tel. 030/902 77 8 793, Eintritt frei

10.03. – Jazzlounge Lichtenrade – HanCarMa, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr./Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, 19 Uhr, ab 21 Uhr Jam Session mit Jazzband, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

11.03. – Frühschoppen-Jazz Jam Session, Tim Mohn Quartett, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr./Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin,11 Uhr, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

11.03. – Lichtenrader Männerchor-Frühlingskonzert, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstraße/Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, 17 Uhr, Eintritt frei, Spenden erwünscht , www.lkms.de  , www.lichtenradermaennerchor.de/index.php/termine

12.03. – Senioren-Tanzcafé mit „Norbi“ – Der Schlagersänger und Entertainer kommt in den Seniorenclub Lichtenrade, Barnetstr.11, 12305 Berlin,Zeit: von 14.30 Uhr  bis 17 Uhr,  Eintritt 5 Euro incl. Kaffee und Kuchengedeck – Karten ab sofort unter Telefon: 030/ 902778135 oder 030/ 2162958, Info: www-norbi-schlager.de

14.03. – Kulturabend-Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Finchleystr. 11, 12305 Berlin, 18.30-20 Uhr, Motto: Poesie, gegen Spende ein Buffet von der AG Kochen des Georg-Büchner-Gymnasiums sowie Getränken, Eintritt Preis: 5 €, Karten ab sofort, Anmeldung erwünscht: Verkauf & Reservierung: NACHBARSCHAFTSZENTRUM Suppenküche Lichtenrade e.V., Tel.: 030/ 746 823 56 oder 0163/ 85 07 05, E-Mail: mail@suppenkueche-lichtenrade.de oder Finchleystr. 11 (Sa 13- 16.30 Uhr), Info: www.suppenkueche-lichtenrade.de

16.03. – 4. Winterkonzert, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, Rundkirche,19.30 Uhr, mit einem Holzbläser-Quintett, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

19.03. – Bläserklassen Festival der GHO in der Philharmonie, Herbert-von-Karajan-Str.1, 10785 Berlin, Erstmalig treten die vier Bläserklassen (7-10) und die Maryfield Concert Band der Gustav-Heinemann-Oberschule um 19 Uhr im Kammermusiksaal auf, Schülerinnen und Schüler spielen Musik aus Film, Klassik, Jazz, Klezmer, Pop etc., Eintritt 10/ 8/ 5 € Karten im Sekretariat der GHO erhältlich, Waldsassener Str. 62, 12279 Berlin-Marienfelde, Kontakt: Schulleiter Carsten Hintze, Tel.: 030 90277-4132, E-Mail: hintze.gho@email.de

28.03. – VSA – Führung durch das Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Str. 1, 10557 Berlin, Treffen: 10.45 Uhr Vorplatz Bundeskanzleramt, Beginn: 11 Uhr, Eintritt frei, Dauer: 2 Std., Sicherheitsvorkehrungen entsprechen denen an Flughäfen, ein gültiger Pass oder Personalausweis ist erforderlich, 50 Teilnehmer, Karten: 06.02.

VORSCHAU

30.03. – Konzert. Buxtehude: Membra Jesu nostri, Dorfkirche Marienfelde, Alt-Marienfelde, 12277 Berlin, Beginn: 15 Uhr, Mitwirkende: Ina Siedlaczek, Katja Kunze, (Sopran), Philipp Cieslewicz, (Altus), Florian Schmitt, (Tenor), Martin Backhaus, (Bass), Concerto grosso, Berlin, Kantorei Marienfelde, Leitung: David Menge, Vorverkauf ab 07.03.Eintritt 15/ erm. 10 € im VVK, 17/ erm. 12 €, Karten: Tel.:030/7551 220-15, Info: www.marienfelde-evangelisch.de

05.04. – VSA – Blick hinter die Kulissen des Deutschlandradio, Haupteingang Deutschlandradio Kultur am Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin, Treffpunkt: 13.45 Uhr, Beginn: 14 Uhr, Dauer: 2 Std., 25 Teilnehmer, Eintritt frei, Karten: ab 06.03.

11.04. – VSA – Info-Veranstaltung „Nicht ohne meine Nachbarn“-Wir als sorgende Gemeinschaft, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr. 11, 12305 Berlin, Zeit: 10 bis 15.30 Uhr, in Kooperation mit Ev. Kirchenkreis TS, Vorträge und Diskussion, Gelegenheit „Akteure“ im Kiez kennen zu lernen, Anmeldung erforderlich, Kontakt: Telefon: Herr Kopfnagel, 030/90277 8793, Eintritt frei

25.04. – VSA – Besichtigung Vattenfall Heizkraftwerk Mitte, (HKW), Köpenicker Str. 73 (Ecke Ohmstraße), 10179 Berlin, Treffen: Besucherzentrum, 8.45 Uhr, Beginn: 9 Uhr, Dauer:  3 St., 30 Teilnehmer, Eintritt frei, Karten: ab 06.03.

DAUERAUSSTELLUNGEN und MUSEEN

MedienPoint Tempelhof-„Bücherfreund“ und Nachbarschaftstreffpunkt, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V., eine Sammelstelle für: Bücher, Musik- und Filmkassetten, Spiele etc., in einem kleinen Buchladen werden diese ehrenamtlich angeboten, MedienPoint Macher Henning Hamann und sein Team führt verschiedene kleine Veranstaltungen durch, Schaufensterausstellung, Themenabende Kinderfeste, Lesungen, Tel: 030/7889 3194, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 -18 Uhr, mittwochs von 13.30-14.30 Uhr geschlossen! https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

Führungen täglich durch das ehemalige  Flughafengebäude Tempelhof: Mythos Tempelhof  Verborgene Orte , die Gebäudeführungen starten im ehemaligen GAT-Bereich (General Aviation Terminal), Büro der Tempelhof Projekt GmbH, Tempelhofer Damm 1-7 (Einfahrt gegenüber der Tankstelle), 12101 Berlin, fachkundigen Guides zeigen das größte unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal Europas, auch ein Symbol der Freiheit bekannt mit der Luftbrücke von 1948/49, Kontakt: Tel.: 030)6951 6798, E-Mail: tour@thf-berlin.de, Tickets: https://www.thf-berlin.de/fuehrungen/preise-tickets/, Info: www.thf-berlin.de

Monatlicher Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt: 14 Uhr, Dauer : 2 St., Eintritt frei, Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Tel.:030/ 90277 4530, Info: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge/

jeden  Sonntag-Ständig öffentliche Führung 14 Uhr, Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Do u. So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/90277 6163, Info: www.gedenkort-papestrasse.de

Museum-Polizeihistorische Sammlung Polizeihistorische Präsenzbibliothek und Fotosammlung, Platz der Luftbrücke 6 12101 Berlin, Kontakt: Leiter der Polizeihistorischen Sammlung, Dr. Dobler, E-Mail: phs@polizei.berlin.de, Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 9 bis 15 Uhr, Tel.: 030 4664-994762, Gruppen nach Anmeldung auch Montag bis Freitag, Eintritt: 2 €/ ermäßigt 1 €, www.berlin.de

Historisches Leuchten-Museum bei Selux: Zeitreise in die Welt der elektrischen Beleuchtung Berlins, nur mit Führung und Voranmeldung: Selux AG, Motzener Straße 34, 12277 Berlin, Tel.: 030 72001-0, www.selux.com

Ständige Ausstellung im Tempelhof Museum: Alt-Mariendorf 43, 12107Berlin, „Zwischen Feldern und Fabriken, Menschen, Geschichten“ die historische Entwicklung und die Besonderheiten des Bezirks Tempelhof und seiner Ortsteile. Das Themenspektrum reicht vom ländlichen Leben um 1800 bis zu Zwangsarbeit und Widerstand im Nationalsozialismus, für Schulklassen und Gruppen Mo–Fr nach Voranmeldung, Führungen durch die Ausstellung immer sonntags um 11 Uhr, Öffnungszeiten: Mo, Mi 10–16 Uhr, Die, Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 UhrEintritt frei, www.tempelhofmuseum.de

Historische Führung auf dem Tempelhofer Feld, jeden 2. und 4. Samstag im Monat – 13 Uhr, Treffpunkt: Columbiadamm, Ecke Golßener Straße, KZ, Columbiahaus, Zwangsarbeiterlager, Militärische Luftfahrt, Info: Förderverein für ein Gedenken an die Naziverbrechen auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V., Info: www.thf33-45.de

Freier Eintritt – bei Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen, Infos: www.berlin.de/museum/einritt-frei/

KIEZKNEIPEN/RESTAURANTS
Bitte Veranstaltungen Nachfragen!

Café Saitensprung, Mariendorfer Damm 38, 12109 Berlin, Tel.: 030/54841948

Keine Eile, Manfred-von-Richthofen- Str. 13, 12101 Berlin, Tel.: 030/47013766

Blumenthal-Eck, Blumenthalstr.12, 12103 Berlin, Tel.: 030/72006053

Tonsai Thai-Restaurant, Kaiserin-Augusta-Str. 73, 12103 Berlin, Tel.: 030/76007018

Restaurant Z, Friesenstr. 12, 10965 Berlin, Tel.: 030/306922716

Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030/8925949

Kirsch und Karamell, Café & Bäckerei am Berlinickeplatz, Manteuffelstr. 1-2, Tel.: 030/55273332

Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/28036023

Café „Goldfries“, Friesenstraße 15, 10965 Berlin, Tel.: 030/54978620

WOCHENMÄRKTE IN TEMPELHOF
Bauernmarkt in Lichtenrade, auf dem Pfarrer–Lütkehaus-Platz, am S-Bhf. Lichtenrade, jeden Samstag von 8 bis 14 Uhr

Städtischer Wochenmarkt auf dem Mariendorfer Damm, Mariendorfer Damm 294, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt Tischenreuther Ring, (zwischen Waldsassener und Wiesauer Straße), Tirschenreuther Ring 40, 12279 Berlin-Marienfelde, Donnerstag von 12 bis 17 Uhr

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Editorial

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser …

…herzlich Willkommen in einem hoffentlich guten, gesunden und erfolgreichen Jahr 2018!

In unserer Titelgeschichte stellt Marlies Königsberg den Kabarettisten und Kleinkunstmacher Robert Kreis, ein ganz besonderes Tempelhofer Temperament, vor. Eine Reise und Einblick in das bewegte Leben des gebürtigen Holländers, der in Mariendorf wohnt.

Wir gratulieren einem der ersten Hospizdienste der Stadt zum zwanzigjährigen Jubiläum.

Quo vadis, Veranstaltungsreihe Frauenmärz? Lesen Sie den Bericht von Katrin Schwahlen!

Yvonne de Andrés, Mitglied vom Freundeskreis der Stadtbibliothek, freut sich auf eine große Zukunft der Bücherei in Tempelhof.

Radfahrer hoffen auf ein nicht mehr lebensgefährliches sondern fahrradfreundliches Tempelhof.

In den Ferien gibt es wieder einen Winterspielplatz in der Ev. Gemeinde Alt-Tempelhof.

Einen Überblick über die Veranstaltungen des MedienPoints in der Werderstraße, der mehr als eine Bücherstube ist, gibt der Redaktionskater Oskar. Lesen Sie dazu die Kolumne von Ed Koch.

Wir haben Fotos der ersten Rodungsarbeiten der Bahn für die Schallschutzwände am S-Bahnhof Lichtenrade.

Mit dem Projekt „Mittenmang“ zeigt Sigrid Weise ihre Plakatausstellung im U-Bahnhof Tempelhof.

Lassen Sie sich inspirieren von unseren Buchbesprechungen, vom Straßenrätsel und den Veranstaltungshinweisen im Kalenderblatt.

Ihr

 

 

Karl-Heinz Kronauer

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Kolumne

Mehr als eine Bücherstube: Der MedienPoint

Den MedienPoint in der Tempelhofer Werderstraße kennt fast jeder. Immer wieder wird über ihn berichtet, zuletzt in dem ARD-Magazin „Brisant“ anlässlich des 75sten Geburtstages von Reinhard Mey. Der MedienPoint ist mehr als eine Bücherstube, in der man Gelesenes abgeben und noch Ungelesenes kostenlos mit nach Hause nehmen kann. Nahtlos reihen sich die Ausstellungen in dem kleinen Laden aneinander und dann und wann finden auch Veranstaltungen statt. Zentraler Blickpunkt ist das Schaufenster, das immer wieder mit großem Aufwand neu dekoriert wird – ein echter Hingucker.

Eine weitere Besonderheit des Tempelhofer MedienPoints war seit 2012 der monatlich herausgegebene „Werdi Newsletter“. Die 500 Exemplare gingen im Laufe eines Monats weg wie warme Semmeln und oft musste nachgedruckt werden. Im Dezember erschien die letzte Ausgabe, die Nummer 71. Druckerzeugnisse gibt es genug; es sind aber gerade die kleinen feinen Kiez-Zeitungen, die das Leben bunt und interessant machen. Nur in diesen Blättern erfährt man etwas aus seinem Wohnumfeld. In die großen Zeitungen gelangt man höchstens, wenn das Haus abgebrannt ist. Herz und Seele des MedienPoints ist seit fast zehn Jahren Henning Hamann, einst erfolgreicher Rundfunkmoderator. Als Ehrenamtlicher managt er nicht nur den MedienPoint mit rund zehn Mitarbeitern, sondern leitete auch die „Werdi“-Redaktion, in der sich viele Aktive aus dem Bezirk versammelten. Auf den Seiten des Newsletters wurden natürlich die Ausstellungen und Veranstaltungen des MedienPoints beschrieben. Besonders spannend waren aber die Buchtipps und die Geschichten über prominente Zeitgenossen, die einen runden Geburtstag feierten. Viele Kolumnen berichteten von Ereignissen, auch über Tempelhof hinaus. Das Layout des Newsletters war bunt und ansprechend. Mit enormen Aufwand und Liebe wurde das Blatt gestaltet.

Vor vielen Jahren erlitt Henning Hamann schwere Verletzungen bei einem Autounfall, wonach er nicht mehr arbeiten konnte und auch seine Karriere als Rundfunkmoderator an den Nagel hängen musste. Die Spätfolgen beeinträchtigen ihn bis heute. Den MedienPoint managt er – so lange es geht – weiter. Den Newsletter zu gestalten, geht einfach nicht mehr. Wir wünschen Henning Hamann alles Gute.

Der Autor ist Herausgeber von paperpress und Geschäftsführer des Tempelhofer Forums

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Hospizdienst Christophorus feiert Jubiläum

Spagat zwischen Leben und Tod

Die Hospizbewegung, entstanden in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts in England, hat den Umgang mit schwerer Krankheit und Sterbenden maßgeblich verändert.

Das menschliche Leben von seinem Beginn bis zum Tod wurde erstmals als Ganzes angesehen und der Tod aus der Tabuzone geholt.

Sterbende und ihnen nahestehende Menschen werden in der Zeit der Krankheit, des Sterbens und des Abschiednehmens sensibel und einfühlsam beraten und begleitet. Mittlerweile existiert in Berlin eine große Anzahl ambulanter und stationärer Hospize.

Gratulation und Glückwunsch gehen an einen der ältesten Hospizvereine unserer Stadt. Die 2011 verstorbene Gründerin des Hospizdienstes, Jutta Schnitzer, seit Anfang der 90er Jahre in der Hospizbewegung aktiv, hat den Hospizdienst Christophorus e.V. 1997 gegründet.

Zu dieser Zeit verstanden die Leute unter dem Begriff „Hospiz“ eher eine Herberge. Am 7. Oktober 2004 erhielt Jutta Schnitzer die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Christophorus

Hospizarbeit: Jutta Schnitzer,
Ehrenvorsitzende († 2011)
zusammen mit Schirmherrin Brigitte Grothum
© Archiv Hospizdienst

Von Anfang an war die Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum Schirmherrin des Vereins und unterstütze ihn auf vielfältige Weise mit Lesungen und Veranstaltungen.

Schnell wurde deutlich, dass für einen ambulanten Hospizdienst ein stationärer Bereich unerlässlich ist. Erste Kontakte zur Palliativstation des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe in Kladow führten schließlich zur Gründung des Gemeinschaftshospizes Christophorus im Jahr 2004 und der dauerhaften Kooperation mit dem ambulanten Hospizdienst Christophorus e.V..

Mittlerweile mehr als achtzig Ehrenamtliche besuchen, beraten und begleiten Schwerstkranke und deren Angehörige auf ihrem schwierigen Weg.

Regelmäßige Fortbildungen, Fallbesprechungen und Supervisionen unterstützen ihre Arbeit.

Nach über zwanzig Jahren ist der Hospizgedanke weiter in die Mitte der Gesellschaft gerückt.

Ein neuer neunmonatiger Vorbereitungs-Kurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter beginnt im Januar 2018. Karl-Heinz Kronauer

Kontakt: Hospizdienst Christophorus e.V., Manfred-von-Richthofen-Str. 11, 12101 Berlin, Telefon: 030/789 906 02,

E-Mail: mail@hospizdienst-christophorus.de,

Info: www.hospizdienst-christophorus.de, www.gemeinschaftshospiz.de

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Indoor-Spielplatz für Kinder in der Gemeinde

Indoor-Spielplatz

Keine lange Weile in den Ferien: Evangelische Gemeinschaft Tempelhof verwandelt die Räume in einen Winterspielplatz © Evangelische Gemeinschaft Tempelhof

Toben und tollen auch im Winter

Im Februar bietet die Evangelische Gemeinschaft Tempelhof zum sechsten Mal bei freiem Eintritt einen Indoor-Spielplatz für Kinder aus dem Kiez an.

Und zwar an den Samstagnachmittagen im Februar: Am 03.02., 10.02., 17.02. und 24.02. jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Gemeinde direkt am U-Bahnhof Alt-Tempelhof.

Wieder gibt es die Möglichkeit für Kinder von 0-10 Jahren in den weitläufigen Räumlichkeiten zusammen zu bauen, zu basteln und zu toben.

Wenn es regnet, stürmt oder schneit, ist der Indoor-Spielplatz eine willkommene Alternative zum Spielplatz draußen im Winter. Es warten viele Spielsachen, Bewegungsspiele, Bastelangebote, ein Vorleseraum, eine biblische Geschichte auf die Kinder. Sie werden liebevoll und professionell von geschulten und erfahrenen Mitarbeitern betreut. Eltern können dabei andere Eltern treffen, auch mitspielen, Kaffee trinken oder Erledigungen machen. Die Evangelische Gemeinschaft Tempelhof ist Mitglied im Berliner Gemeinschafts-Diakonieverband e.V. und in der Evangelischen Kirche Berlin. Marlies Königsberg

Kontakt: Jugendpastor Martin Bauer, Evangelische Gemeinschaft Tempelhof, Alt-Tempelhof 15, 12099 Berlin, Martin Bauer, E-Mail: jugendpastor@evangelische-gemeinschaften.de, Telefon: 030/750 106 69, Info: www.gemeinschaft-tempelhof.de

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World of TUI am Te-Damm

Neues Design neben Altbewährtem

Am Tempelhofer Damm 197 wurde aus dem TUI-Reisecenter das TUI Berlin Tempelhof. Seit dem 02.01.2018, hat sich einiges verändert.

World of TUI

TUI Berlin Tempelhof am Tempelhofer Damm:
Neueröffnung nach Umbau, Urlaubsplanung
mit gewohntem Reisebüro-Team
© Marlies Königsberg (2)

Der rote TUI Smiley lädt Kunden zum Eintreten ein. Aktuelle Angebote werden auf einem Monitor im Schaufenster angezeigt. Eingeblendet ist ein Laufband mit unterschiedlichen Urlaubsvariationen für den maßgeschneiderten Traumurlaub.

Wie bisher werden alle Reiseveranstalter geführt; es gibt Hilfestellung bei der Reiseplanung, Informationen über die beste Reisezeit und reisemedizinische Vorschriften sowie Auskünfte zu den Einreisebestimmungen. Durch ein optimales Suchsystem werden gute Konditionen und Preise angeboten.

Neue Wohlfühlatmosphäre: Der Raum ist hell und freundlich gestaltet, mit Beratungsinseln für mehr Privatsphäre. Mit Café-Bar und dem Herzstück, einer großen interaktiver Weltkarte, kann man sich in der Warteecke Urlaubsziele und -wünsche für Ruhe, Entspannung und Erholung, Land und seine Leute sowie andere Kulturen in einem virtuellen Rundgang ansehen und inspirieren lassen. Von Schnäppchen- bis zur Luxusreise, ob Badeurlaub, Rundreise oder Kreuzfahrt z.B. auf der „Mein Schiff“ – fast alles ist möglich.

Die Reiseexpertin und Büroleiterin Claudia Sommer ist im neuen TUI-Store weiterhin mit dem gleichem achtköpfigem Team bei gleicher Qualität wie gewohnt für Reisewillige vor Ort.

Insider-Tipps

Bei einem Kaffee werden während der Beratung persönliche Empfehlungen weitergegeben, denn viele Reisen haben die gelernten und erfahrenen Reisekaufleute selbst unternommen, neben kontinuierlicher Weiterbildung mit Inforeisen und Schulungen. Informationen welche Mitarbeiter schon welche Erdteile, Länder und Städte bereist haben und/oder mit welchem Kreuzfahrtschiff sie unterwegs waren, sind auf der Website zu finden.

Statt ewig im Internet zu suchen, kann hier im Reisebüro auf klassische Weise eine Reise gebucht, in Katalogen oder in der Reisebibliothek geblättert werden. Marlies Königsberg

Kontakt: TUI-Reisebüro, Telefon: 030/754 48 50, Tempelhofer Damm 197, 12099 Berlin, Info: www.tui-reisebuero.de/berlin24 

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Kater Oskar vom MedienPoint

Darf ich mich kurz vorstellen?

Mein Name ist Oskar, und ich bin das Sprachrohr des MedienPoints, bin dort graue Eminenz, Chefberater und Klugscheißer. Kurz gesagt: Der Kater für alles gewesen. Bis vor kurzem habe ich im „Werdi Newsletter“, der Hauszeitung des MedienPoints, regelmäßig meinen Senf abgegeben. Aus gesundheitlichen Gründen erschien die letzte Ausgabe im Dezember 2017. Denkt jedoch nicht, dass ich deshalb verstumme. Der gute Oskar bleibt auch weiterhin Sprücheklopfer und wird an dieser Stelle ordentlich die Werbetrommel rühren für die kommenden Veranstaltungen im MedienPoint.

  • Gleich zu Beginn des Jahres würdigt der MedienPoint den Mann mit der flotten Feder und den weisen Sprüchen: Wilhelm Busch. Am 9. Januar war sein 110. Todestag. Wir werden uns immer an ihn und an das unsterbliche Lausbubenpaar Max und Moritz erinnern.
  • Für den geschätzten Schlagerfan habe ich einen besonderen Tipp: Im Januar würdigt der MedienPoint Roy Blacks 75. Geburtstag mit einer Ausstellung, Riesenpostern und Fotos sowie Single- und LP-Covern.
  • Der Februar bringt Kultur vom Feinsten: Bertolt Brecht wäre 120 Jahre alt geworden –  Grund genug an seine Werke zu erinnern.
  • Nicht ganz so alt wäre mein Lieblingsbeatle George Harrison dieses Jahr geworden: Am 25. Februar hätte er seinen 75. Geburtstag gefeiert. Eine Ausstellung mit Bildern, Plattencovern und vielem mehr erinnert an ihn. Könnte ich eine Gitarre halten, ich würde ihm sogar ein Ständchen singen.

Übrigens: Wer den MedienPoint noch nicht kennt, sollte unbedingt die Kolumne von Ed Koch auf Seite 11 lesen. Besser hätte ich es nicht erklären können!

Kontakt: MedienPoint Tempelhof, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturrings in Berlin e.V., Telefon: 030/788 931 94, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 -18 Uhr, mittwochs von 13.30-14.30 Uhr geschlossen!, Info: www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

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Vor dem Frauenmärz ist nach dem Frauenmärz

Frauenmärz

Frauenmärz: Die Auftaktveranstaltung im Lichtenrader Gemeinschaftshaus ist gut besucht
© Ellen Paschiller, lemon pix photography

Zwischen Partei und Politik

Frauenmärz – das ist DIE Veranstaltungsreihe von Frauen für Frauen in Tempelhof-Schöneberg. Einen Monat lang geht es um Kunst und Kultur, Politik und Privates, um Themen, die Frauen interessieren. 32 Jahre lang hat das ziemlich gut funktioniert. Doch im Vorfeld des kommenden Frauenmärzes hat es hinter den Kulissen einigen parteipolitischen Unmut gegeben.

Seit mehr als drei Jahrzehnten ist der Frauenmärz Tempelhof-Schöneberg ein Garant für Erfolg. Organisiert wird die Reihe von Ute Knarr-Herriger von der dezentralen Kulturarbeit des Bezirksamts. „Sie macht wunderbare Arbeit und reißt sich ein Bein aus, um den Frauenmärz auf die Beine zu stellen“, lobt die SPD. Für die Linken ist der Frauenmärz ein Vorzeigeprojekt des Bezirks, die Grünen schätzen Knarr-Herriger für ihr großes Engagement.

Trotzdem gibt es Kritik, und die richtet sich vor allem und nicht zum ersten Mal an Jutta Kaddatz, die verantwortliche Bezirksstadträtin. Die 65-jährige CDU-Frau steht seit 2011 an der Spitze des Ressorts für Bildung, Kultur und Soziales und ist seitdem auch für den Frauenmärz verantwortlich.

Bemängelt wird, dass die Themen des Frauenmärzes zu beliebig seien, die Kommunikation intransparent, die Inhalte oft zu künstlerisch, das Ganze zu CDU-lastig, zu wenig politisch und zu wenig frauenfördernd. SPD, Linke und Grüne fühlen sich inhaltlich nicht genügend eingebunden und beantragten im vergangenen April in der BVV „eine Arbeitsgruppe einzurichten, an der die Fraktionen beteiligt werden.“

Bis November 2017 sollte diese Arbeitsgruppe „ein Motto für den Frauenmärz küren, dass eine frauen- oder gleichstellungspolitische Aussage enthält. Eine weitere Aufgabe ist, Vorschläge für Veranstaltungen im Frauenmärzprogramm, die den Inhalt des Mottos widerspiegeln, anzuregen und zudem Vorschläge für eine Festrednerin für die Eröffnungsveranstaltung zu machen.“

Die Rolle der Frau

Frauenmärz

Jutta Kaddatz,Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur
und Soziales eröffnet den Frauenmärz 2017, Berlin
© Ellen Paschiller,lemon pix photography

Auslöser für diesen Antrag ist das Frauenmärz-Thema 2017 „Mutter Mut Mutterschaft … Mutter schafft?!“ Manuela Harling, für die SPD in der BVV und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion findet, „dieses Thema hat sich nicht in den Veranstaltungen wiedergefunden. Nichts zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nichts zu gesundheitlichen Aspekten von Müttern. Nichts zum Internationalen Frauentag oder zum Equal Pay Day.“

Kritik am Mutterthema und der grafischen Umsetzung kam auch von den Linken: Eine Frau mit Lockenwicklern und Kittelschürze sei kein aktuelles Frauenbild, sondern ein Klischee der 1950er- und 60-Jahre.

Jutta Kaddatz sieht das anders. „Das Plakat sollte persiflieren. Mutter kann alles, sie kann kochen, sie kann Kinder beaufsichtigen, sie ist schick angezogen, geschminkt, sie geht in den Beruf, sie ist immer toll, sie ist immer präsent. Diese künstlerische, ironische Aufbereitung ist offenbar nicht verstanden worden.“

Von Frauen auch für Männer?

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Beteiligung von Männern als Veranstalter oder bei Diskussionen. Für Manuela Harling ist klar: „Der Frauenmärz ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen. Es hat niemand etwas dagegen, dass Männer Zuschauer sind, aber auf dem Podium müssen wir nicht das weiterführen, was wir tagtäglich im Fernsehen sehen.“

Auch hier ist Jutta Kaddatz anderer Meinung: „Ich bin frauenpolitisch bewegt im Sinne wirklicher Gleichstellung. Also nicht einseitige Bevorzugung eines Geschlechtes. Von daher halte ich diesen Anspruch, ausschließlich von Frauen für Frauen ein frauenpolitisches Thema aufzubereiten für überholt.“

Frauenpower nutzen

In den vergangenen Jahren wurden viele Veranstaltungen während des Frauenmärzes von Fraueninitiativen aus dem Bezirk bestritten. In direkten Absprachen mit der dezentralen Kulturarbeit wurde die Teilnahme geregelt. Die neue Arbeitsgruppe möchte diesen Prozess transparenter machen. „Wenn man die Ansprechpartnerin im Bezirksamt kennt, ist es einfach, beim Frauenmärz mitzumachen“, stellt Frau Harling fest. Wer aber neu sei, finde auf den Webseiten des Bezirks keine Informationen und habe keine Chance teilzunehmen. „Es gibt so viel frauenpolitisches Know-how im Bezirk, das man einbeziehen kann. Wir sind davon ausgegangen, dass auch die Frauengruppen in der Arbeitsgruppe vertreten sind. Tatsächlich aber besteht diese nur aus Fraktionsmitgliedern und Frau Kaddatz.“

Bisher hat die Arbeitsgruppe zwei Mal getagt und das Motto für März 2018 festgelegt: 100 Jahre Frauenwahlrecht. Dieses Thema soll sich durch möglichst alle Einzelveranstaltungen ziehen, nicht als historische Abhandlung, sondern zukunftsweisend für die Gleichstellung. Eröffnet wird die Reihe am 2. März wie immer im Gemeinschaftshaus in der Lichtenrader Barnetstraße. Nach einer Rednerin für die Auftaktveranstaltung wird noch gesucht. Für Mitte Januar ist ein drittes Treffen geplant, um die Einzelheiten festzulegen.

Bis Anfang des Monats war noch unklar, nach welchen Kriterien interessierte Frauengruppen teilnehmen können. Noch findet man online keine Informationen. Einzig in der Dezember-BVV weist die eine Drucksache auf den Programmschluss hin. Deswegen sieht die Arbeitsgruppe auch bei der Kommunikation Handlungsbedarf.

Jutta Kaddatz hat sich ebenfalls Gedanken dazu gemacht: „Anscheinend findet eine Art Generationenwechsel statt. Zukünftig werden wir den Frauenmärz wahrscheinlich anders strukturieren und auch die Anforderungen und Kriterien neu benennen.“ Damit es dann wieder heißt: Nach dem Frauenmärz ist vor dem Frauenmärz.

Einzelakteurinnen und Frauengruppen, die am Frauenmärz 2018 teilnehmen wollen, können sich bis zum 26. Januar bei der dezentralen Kulturarbeit melden. Katrin Schwahlen

Kontakt: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Abt. Bildung, Kultur und Soziales, dezentrale Kulturarbeit, Ute-Knarr-Herriger, Telefon: 030/902 774 347, E-Mail: ute.knarr-herriger@ba-ts.berlin.de

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Mit dem Fahrrad fährt man besser – mit Sicherheit!

Fahrrad

Radtour und Diskussion im August 2016 mit Michael Müller und Vertretern der ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof: Detlef Wendtland und Stefan Gammelien © Norbert Michalke/NFTS (2)

Fehlende Fahrradinfrastruktur

Radfahren ist gesund, praktisch, preisgünstig und schützt die Umwelt. An sicheren Radverkehrsanlagen mangelt es jedoch. Das Herz Tempelhofs mit seinen öffentlichen Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten muss für Radfahrer sicher erreichbar sein!

Niemand fährt gerne Rad auf dem Tempelhofer und Mariendorfer Damm. Dringend muss eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer her – eine gesicherte Radspur! Auf dem Tempelhofer und Mariendorfer Damm zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf kann unserer Ansicht nach die Sicherheit für Radfahrer nur durch geschützte Radspuren gewährleistet werden. Gleichwohl müssen sichere Umgehungsrouten geschaffen werden, da es nicht jedermanns Sache ist, neben rund täglich 40.000 Autos mit dem Fahrrad zu fahren.

Für die Sicherheit aller Radfahrer von 8 bis 80 Jahren müssen dringend sichere Radverkehrsanlagen in unserem Bezirk geschaffen werden!

Dafür setzen sich die ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof und das Netzwerk „Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg“ ein.

Jeden Ersten Donnerstag im Monat trifft sich die ADFC-Stadtteilgruppe Tempelhof, als lokale Gruppe des ADAC-Landesverbandes Berlin, im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik, Viktoriastr. 13, 12105 Berlin jeweils um 19.30 Uhr Neue Mitglieder sind willkommen! Stefan Gammelien

Kontakt: ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof, Gisela Meiners-Michalke, E-Mail: gisela.meiners@adfc-berlin.de, Stefan Gammelien, E-Mail: stefan.gammelien@adfc-berlin.de, Info: www.adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/tempelhof.html, Netzwerks Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg (NFTS): www.rad-ts.de

Fahrrad

Rathaus Schöneberg am 21.6.2017: Übergabe des Einwohnerantrags für sichere Radverkehrsanlagen mit über 2000 gesammelten Unterschriften an BVV-Vorsteher Stefan Böltes von Mitgliedern des NTFS. Von links: Stefan Meißner, Norbert Michalke, Jens Steckel, Beate Mücke, Stefsn Böltes

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