Hahn Bestattungen – Familienunternehmen seit 165 Jahren

1936. Das Stammhaus am Tempelhofer Damm 157, heute Filiale Alt-Tempelhof - Foto: Hahn Bestattungen

1936. Das Stammhaus am Tempelhofer Damm 157, heute Filiale Alt-Tempelhof – Foto: Hahn Bestattungen

2016: Die heutige Firmenzentrale an der Reißeckstraße in Alt-Mariendorf - Foto: Hahn Bestattungen

2016: Die heutige Firmenzentrale an der Reißeckstraße in Alt-Mariendorf – Foto: Hahn Bestattungen

Erfahrung, Wissen und Beratung im Trauerfall

Als Friedrich Hahn 1851 seine Tischlerei in Tempelhof eröffnete, baute er nicht nur Möbel, Türen und Fenster: Auf Bestellung wurden auch Särge hergestellt. Heute heißt das Unternehmen Hahn Bestattungen und wird in fünfter bzw. sechster Generation von Editha Hahn-Fink und Robert Hahn geleitet. Mit 165 Jahren ist es das älteste Bestattungsunternehmen Berlins in Familienhand. Der Stammsitz liegt in Alt-Mariendorf, drei Filialen gibt es in Tempelhof, sechs weitere in den anderen Bezirken.

Ursprünglich wollte Editha Hahn-Fink Lehrerin werden, stieg aber schon Anfang der 80er-Jahre ins Familienunternehmen ein und führt es seit 1998. Robert ist gelernter Kaufmann und Jurist – und seit 2012 Berlins erster von der Handwerkskammer geprüfter Bestattermeister. Gemeinsam mit seiner Mutter leitet er als gleichberechtigter Geschäftsführer die Geschicke der Firma. Zusammen sind sie ein gut eingespieltes und erfolgreiches Team.

Robert Hahn mit seiner Mutter Editha Hahn-Fink - Foto: Hahn Bestattungen

Robert Hahn mit seiner Mutter Editha Hahn-Fink – Foto: Hahn Bestattungen

Das tempelhofer journal hat sich mit Robert Hahn, dem Urururenkel des Gründers, unterhalten.

tj: Was zeichnet einen guten Bestatter aus?

RH: Ein guter Bestatter muss flexibel sein und auch auf ausgefallene Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden eingehen können. 

Es ist wichtig, dass Mann oder Frau über sich lachen kann, dass er oder sie in der Lage ist, neben den traurigen Momenten auch die guten und schönen Seiten des Daseins zu erkennen und es vermag, mit anderen Menschen liebevoll und herzlich umzugehen. Die Sensibilität kommt dann von selbst. Der Abschied von einem Verstorbenen soll individuell sein. Wir beraten, erledigen alle Formalitäten machen Hausbesuche, bieten Hilfe in schwierigen Situationen und sind für Offenheit im Umgang mit dem Leben und dem Tod. Nehmen wir zum Beispiel meine Mutter. Für ihren Beruf ist sie rund um die Uhr auf den Beinen. Sie hat ein ausgezeichnetes Organisationstalent, ist kreativ und weitsichtig. Sie stellt sich in ihrer offenen Art täglich neuen Herausforderungen. Sie kümmert sich um das Wohl unserer langjährigen Mitarbeiter und sorgt für ein gutes Betriebsklima.

Wie kommt es, dass die Firma schon so lange besteht?

Trotz Männerdomäne hielt Frauenpower das Unternehmen zusammen. Ohne meine Urgroßmutter Gertrud Hahn, die den Betrieb in und nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges weitergeführt und wieder auf die Beine gestellt hat, würde es uns wahrscheinlich nicht mehr geben. Zudem hat meine Mutter früh erkannt, dass ein Wechsel vom Handwerk zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen wichtig ist und schon frühzeitig die richtigen Weichen gestellt. Uns ist wichtig, die Familientradition und den Firmenzusammenhalt zu bewahren. Dafür verlassen wir uns auf den Rückhalt unserer 40 Mitarbeiter, die zum Teil seit 35 Jahren bei uns beschäftigt sind.

Wie gehen Sie mit Emotionen um, gibt es schon mal Tränen?

Tränen und Trauer erleben wir täglich. Im Laufe der Zeit entwickelt man ein besonderes Feingefühl. Wir dürfen die Gefühle nicht allzu dicht an uns heranlassen. Dazu entwickeln wir einen natürlichen Schutzschild. Trotzdem gibt es immer wieder Momente, die einem die Tränen in die Augen steigen lassen. Ein Bestatter ist auch nur ein Mensch; es berührt, wenn ein lieber Mensch, ein naher Angehöriger oder ein Bekannter stirbt. Als mein, bei seinen Mitarbeitern überaus beliebter, Großvater Hans-Joachim Hahn, 2003 verstarb, haben gestandene Männer und viele langjährige Kolleginnen und Kollegen, die bei ihm beschäftigt waren, Tränen vergossen. Beruflich ist es besonders schwer, wenn wir Eltern begleiten, die am Grabe ihrer Kinder stehen müssen. Ein Ausgleich ist die Familie und ein großer Bekannten- und Freundeskreis, mit dem über alles geredet und Gedanken ausgetauscht werden können. 

Welche Bestattungsarten sind momentan gefragt? Zeichnet sich ein aktueller Trend ab?

Trauerfeiern werden zunehmend individueller gestaltet. Vor allem die Feuerbestattung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Vor ein paar Jahren gab es viele anonyme Bestattungen, doch hier findet gerade ein Wandel statt. Zum Trend werden Grabanlagen mit Grabpflege durch den Friedhof, jedoch mit individuellen Platten mit Namen und Daten aller dort Beigesetzten. Die Seebestattung gehört zu den beliebtesten Alternativen zu einer klassischen Beerdigung. Vielen Menschen gefällt auch der Gedanke, ihre letzte Ruhe in der Natur zu finden. Eine Baumbestattung wird zunehmend beliebter.

Was kostet eine Beerdigung, was sollte man beachten?

Die Kosten hängen von vielen Faktoren ab. Grundsätzlich bestehen sie aus amtlichen Gebühren für den Friedhof, das Krematorium und die Ausfertigung von Urkunden sowie den Kosten für die Leistungen des Bestatters. Eine allgemein gültige Beantwortung dieser Frage ist nicht möglich. Wir haben auf unserer Website einige Beispiele zusammengestellt, um einen ersten Überblick über eventuell anfallende Kosten zu geben und natürlich kann man in jeder unserer Filialen eine detaillierte, auf die eigenen Wünsche abgestimmte Kostenaufstellung bekommen. Dort kann man sich auch über Vorsorgemöglichkeiten für die eigene Bestattung informieren, z.B. durch eine Sterbeversicherung oder ein Vorsorgekonto. Unser Service bezieht sich ja nicht nur auf den Trauerfall, wir informieren auch zu Vorsorge-, Patienten- und Betreuungsverfügungen. Wie die Trauerfeier gestaltet wird und wo die Beisetzung erfolgen soll; was man selbst einmal möchte und was nicht – das sollte man rechtzeitig mit seiner Familie klären. Mein Tipp: Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihren Angehörigen, Freunden oder Bekannten über Ihre Wünsche und schreiben Sie sie am besten auf, damit es später nicht zu Missverständnissen kommt.

Handarbeit: Tischler bei der Herstellung von Holzsärgen - Foto. Hahn Bestattungen

Handarbeit: Tischler bei der Herstellung von Holzsärgen – Foto. Hahn Bestattungen

Bestattungsteam: Editha Hahn-Fink und Robert Hahn /1. Reihe Mitte) mit ihren 40 Mitarbeitern - Foto: Hahn Bestattungen

Bestattungsteam: Editha Hahn-Fink und Robert Hahn /1. Reihe Mitte) mit ihren 40 Mitarbeitern – Foto: Hahn Bestattungen

Editha Hahn-Fink engagiert sich u.a. im Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU). Robert Hahn ist in der Unternehmerinitiative Tempelhofer Damm e.V. und im Unternehmernetzwerk Lichtenrade aktiv. Beide engagieren sich in mehreren Vereinen, Stiftungen und in der Kirchengemeinde. Als Kunst- und Architektur-Liebhaber unterstützen sie die Berlinische Galerie, Ausstellungen der Liebermann-Villa und Kirchenmusik in den Kiezen. Sie sind aktive und kritische Mitglieder der Bestatter-Innung und halten Vorträge in verschiedenen Einrichtungen. Marlies Königsberg

Kontakt: HAHN Bestattungen GmbH & Co. KG, Reißeckstraße 8, 12107 Berlin, Tel.: Tag und Nacht: 030/7511 011, Fax: 030/7520 808, E-Mail: info@hahn-bestattungen.de, Info: www.hahn-bestattungen.de.

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Kalenderblatt

Veranstaltungen der Seniorenarbeit – Abkürzung: VSA

Kartenverkauf für Seniorenveranstaltungen: Die und Do von 9-12 Uhr, Bitte beachten: Sonderverkäufe auch Montags, bei der Seniorenarbeit Tempelhof/Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, Zi. 104, 1. Etage, Tel.: 030/902 7765 06.

November

jeden 1. SAMSTAG im Monat – Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Rock’n Roll-Party zum tanzen, Tel.: 030/28036023, Öffnungszeiten: Mo – So von 12 Uhr-Open End, www.flame-diner.de

04.11.-17.04.2017 – Sonderausstellung „Wechselseitig. Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989“, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin, Übersiedlergeschichten, Erfahrungen und Alltag in Aufnahmeheimen, www.notaufnahmelager-berlin.de

17.11.-06.12. – Ausstellung 65 Jahre Langspielplatte in Deutschland, MedienPoint Tempelhof, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V., MedienPoint Macher Henning Hamann hat mit Freund Detlef Herter 160 LP-Cover zusammengestellt, Tel: 030/789 31 94, Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr

18.11.-15.01.2017 – Galerie Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Ausstellung: Nicola Fröhlich, Vernissage 18.11., 19 Uhr, Finissage: 15.01., 12.30 Uhr, Wolffring 72, 12101Berlin, Sonn -u. Feiertags 12-15 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr, Tel.:030/786 28 05, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.churchdesk.com

18.11.-08.01.2017 – Galerie im Tempelhof Museum, Fotografien Heike Steinweg, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Frauen im Exil: „Ich habe mich nicht verabschiedet“, Mo. & Do. 10-18 Uhr, Fr. 10-14 Uhr, So. 11-15 Uhr, (am ersten Mi. im Monat und Feiertagen geschlossen), Eröffnung: mit Autorin Priya Basil, 17.11., 19 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/902 776 964, www.heikesteinweg.de, www.hausamkleistpark.de

18.11./19.11./20.11. – KABARETT KORSETT-“Frauen al dente“, Gemeinschaftshaus Lichtenrader, Lichtenrader Damm 198-212, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, 18./19.11., 20 Uhr/20.11., 16 Uhr, Vorbestellung: Email: kabarett-korsett@gmx.de (Petra Tschorn) oder Tel. 030/886 773 22 (Iris Oldenburg), Eintrittskarten bis 1/2 Std. vorher abholen, Eintritt frei, Spenden willkommen! Pressearbeit: Marina Heimann, Tel. 0171/724 27 00, Email: mar.heim@web.de, www.kabarett-korsett.de

19.11. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler; Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, ( in der Regel jeweils am dritten Sa im Monat), Treffpunkt: 14 Uhr, U-Bahnhof Westphalweg, 12109 Berlin, Ende Volkspark Mariendorf. Dauer: ca. 2 St, Tel.:030/902 772 301, Info: www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge

19.-20.11. – Kunsthandwerksmarkt – Salvator Gemeinde, Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1, 12307 Berlin, 19.11., 15-19 Uhr, 20.11, 9-13 Uhr

20.11. – Chorkonzert-Kammerchor der Leo Kestenberg Musikschule und der Lichtenrader Männerchor, Salvator-Kirche, Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1, 12307 Berlin, 16 Uhr, Eintritt frei, www.lmc1911.de, www.lkms.de

22.11. – Themenabend Robust – haltbar- nachhaltig! Referent: Stefan Schridde, Rathaus Schöneberg, 10825 Berlin, John F. Kennedy Saal, 18-20 Uhr, Zusammenarbeit: MURKS? NEIN DANKE! e.V.,  Netzwerk Faires Berlin und Handwerkskammer Berlin, www.murks-nein-danke.de

23.11. – Kulturabend-Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Finchleystr. 11, 12305 Berlin, 18.30-20 Uhr, Musik und Gedichte mit Lisa Kaah, gegen Spende: ein Abendbuffet der AG Kochen des Georg-Büchner-Gymnasiums sowie Getränke, Eintritt: 5 €, Karten ab sofort, Tel.: 030/746 82356, Email: mail@suppenkueche-lichtenrade.de, www.suppenkueche-lichtenrade.de

25.11. – Tages der Offenen Tür, Kinderschachtreff der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) in Zusammenarbeit mit dem Schachklub Tempelhof (SKT), Jugendfreizeiteinrichtung (JUGI) Hessenring 47, 12101 Berlin, von 15-19 Uhr, Sachpreise beim Schachtest zu gewinnen, www.schachklub-tempelhof.de/verein

25.11. – Papa Binnes Jazz Band – Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Jazz–Oldtime–Dixieland–Blues-Swing, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html, www.lksm.de

26.11.2. Piano-Kammermusik-Salon für Erwachsene, Musikschule Alt-Mariendorf 43, Salönchen, 12107 Berlin, 10.30-12.30, Eintritt frei, Spendenbeitrag erbeten das kulinarische Buffet, www.lkms.de

26.11. – Turmmusik – „Baila Berlin“ und „chicas con salsa“, DTK-Wasserturm, Kopischstr. 7, 10965 Berlin, Leitung Maike Scheel, 10.30-12.30 Uhr, Eintritt frei, www.lkms.de

26.11. – Wintermarkt in der AWO-Spukvilla, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin,14-18Uhr

26.11.-01.12. – Krippenausstellung in der Glaubenskirche Tempelhof, Friedrich-Franz-Str. 9, 12103 Berlin, Krippen unterschiedlichster Herkunft Eintritt frei, 26.11. – Adventsbasar im Pfarrgarten von 14- 18 Uhr, Tel.: 030/752 80 63, www.gemeinde-alt-tempelhof.de

26.11. – Adventsbasar-Berliner Verein Kinderhilfe e.V., Gemeindesaal der Ev. Philippus-Nathanael-Gemeinde, Grazer Platz 412157 Berlin, 10-17 Uhr, Einnahmen ausschließlich für Bedürfnisse von Familien mit krebs- und schwerkranken Kindern

26.11. – Adventskonzert mit dem Lichtenrader Chor e. V, Gemeinschaftshaus, Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, Gastsängerin: Karin Stelter, Weihnachtslieder Op. 8 von Peter Cornelius, 16-18 Uhr, Eintritt frei, www.lichtenraderchor.de

30.11. – Buchlesung – Autor Ralf Schmiedecke, Neuerscheinung Berlin-Tempelhof in alten Bildern“, Buchhandlung Menger, Tempelhofer Damm 186, 12099 Berlin, 19 Uhr, vom Paradefeld nach Lichtenrade in alten Bildern, Preis: 19,99 €, Sutton Verlag, ISBN: 978-3-95400-759-2, Zeitreise in den alten Dorfkern sowie rund um den Flughafen, mit bislang unveröffentlichten Bildern aus dem alten Tempelhof, Eintritt frei, Anmeldung erbeten: 030/7525 044, https://www.tegeler-buecherstube.de/artikel/menger

Dezember

01.12. – Theater Anima – Lotta – Oh, wie schön ist Weihnachten, Gemeinschaftshaus Lichtenrader, Lichtenrader Damm 198-212, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, ab 3 Jahre, 45 Min., Weihnachtsstück frei nach Astrid Lindgren, Kindermusiktheater e.V., Preis: 7 €, Kinder 6,50 €; Kitas mit Gutschein des JKS 4,50 €, Kitas ohne Gutschein des JKS 5,50 €, www.kindermusiktheater-berlin.de

02.12. – Schachklub Tempelhof 1931 e.V. – Weihnachts-Skatturnier, 1. Etage, Götzstraße 34, 12099 Berlin, Anmeldung bis 18.30 Uhr, Beginn: 19 Uhr, Startgeld: Mitglieder 5 €, Gäste 10 €, Sachpreise zu gewinnen bis zu 150 €, Vorsitz: Carsten Staats Tel.: 030/ 720 191 50, www.schachklub-tempelhof.de/verein

03.12. – Weihnachten mit den „Fraggel Singers“, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, (Rundkirche), Wolffring 72, 12101 Berlin, Einlass: 17.30 Uhr, 18-21 Uhr, Preis: 12 €/erm. 9 €, Kinder von 7-12 Jahre 6 €, bis 6 Jahre frei, Karten: tickets@fraggel-singers.de, www.fraggel-singers.de, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.churchdesk.com

03.12. – Maurice Pous Trio, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Jazzlounge – ab 21:00 Uhr Jam Session, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

04.12. – Frühschoppen – mit trad. Jazz Jam Session,Harlem 4, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 11 Uhr, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html

04.12.Klaviermusik zum Advent, Musikschule Alt Mariendorf 43, Salönchen, 12107 Berlin, 16.30 Uhr, Klavierklasse von Elke Schrepel mit Gästen, www.lkms.de

06.12. – VSA – Weihnachtliches Konzert im St Marien, Bergheimer Platz 1, 14197 Berlin, Leitung: Claudia-Maria Mokri, Karten: ab sofort.

 

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07.12. – Spukvilla- AWO-Lesungen, „In dulci iubilo“ mit Sängerin Gabriele Scheidecker und Pianist Christian Zacker, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin, 19 Uhr, Preis: 10 €, Tel.: 030/751 50 89, www.awo-suedwest.de/regionalbuero-tempelhof.html 

09.12. – Weihnachtskonzert mit dem „Lichtenrader Gospelchores“, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr, Eintritt frei, Spenden erbeten, www.lichtenrader-gospelchor.de 

11.12. – Konzert im Advent mit Bob Chilcotts „A Little Jazz Mass“, Ev. Nathanael-Kirche, Grazer Platz, 12157 Berlin, 17 Uhr,, Kartenvorverkauf: konzertchor@nbhs.de Tel.030/82 06 0 (Elsbach Immobilien) und an der Info im Nachbarschaftshaus Friedenau Holsteinische Straße 30, 12161 Berlin 10-18h; vorher Anruf-Tel.:030/8599 5 10, Preis: 9 € im Vorverkauf, Abendkasse 11 €, www.konzertchor-friedenau.de

11.12. – Gabriel-Weihnachts-Musical, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, Leitung: Elisabeth Beck, Mitwirkung: a-capella, Jazz- und Pop-Chor „The Charmanies“, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, Beginn: 18 Uhr, Eintritt frei, Spenden erbeten, www.lkms.de, Aufruf: „The Charmonies“ suchen Mitstreiter!, Von Vorteil: Chorerfahrung, etwas Noten- und Englischkenntnisse, Alter egal, geprobt wird Freitags, ab 20 Uhr in der LKMS, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, www.lkms.de

11.12. – Winterkonzert des Sinfonie Orchester Tempelhof, Askanisches Gymnasium, Kaiserin-Augusta-Str. 19-20, 12103, H. Villa-Lobos -Bachianas Brasileiras Nr. 2-Toccata Violinkonzert Nr. 3 h-moll op. 61, Violinkonzert Nr. 3 h-moll op. 61, Solistin Marjolaine Locher, E. Danzi, Fagottkonzert g-moll P 238, Solistin Silke Polata (1. Fagottistin des SOT), A. Corelli, Concerto grosso op. 6 Nr. 8, „Weihnachtskonzert“, 17 Uhr, Eintritt frei, www.lkms.de

16.12. – Dixieland- Panik Stompers, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de/programm.html,   www.lksm.de

24.12. weihnachtliches Turmblasen mit Posaunenchor, Dorfkirche Alt-Marienfelde, An der Dorfkirche 5, 12277 Berlin, 23 Uhr, Hören, Singen, Glühwein, Eintritt frei,, www.kantorei-marienfelde.de

24.12. – Weihnachtslieder vor dem Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin, 16 Uhr, Opernsängerin Nastassja Nass und das Bläserensemble der LKMS

24.12. – Weihnachtsoratorium I+III, J.S. Bach, Dorfkirche Alt-Marienfelde, An der Dorfkirche 5, 12277 Berlin, „Concerto grosso“ Berlin auf historischen Instrumenten, Kantorei Marienfelde, 22 Uhr, Karten und Preis: auf dem Weihnachtsmarkt an der Dorfkirche, Tel.: 030/755 122 015, www.marienfelde-evangelisch.de

Januar

13.01.2017 – Tag der offenen Tür in der Schule am Berlinickeplatz, Alt-Tempelhof 53-57, 12103 Berlin, von 8-15 Uhr, Gelegenheit das Schulleben der Ganztagsschule kennen zu lernen. Kinder können am Vormittag am Unterricht teilnehmen-Anmeldung erbeten, Informationen über Besonderheiten (z.B. Schulhund „Trudi“), Vorführungen Ausstellungen und Darbietungen, Auftritt der Zumbagruppe sowie Schulchor, „Einsichten in Mikrowelten“, während des Rundgangs können Sie eine Pause im Café „Berlinicke“ bei Kaffee und Kuchen oder Imbiss einlegen, Kontakt: Marie Schmidt, Tel.: 030/90277 2641, www.schuleamberlinickeplatz.cidsnet.de

14.01. – Tag der offenen Tür im Georg-Büchner-Gymnasium, Lichtenrader Damm 224, 12305 Berlin, 10-13 Uhr, Sekretariat: Tel.: 030/ 902778208, www.gbgonline.de

Dauerausstellungen

Ständige Ausstellung Flucht im geteilten Deutschland, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde; Marienfelder Allee 66/80; 12277 Berlin; Führungen: So 15 Uhr, Di.-So. 10-18 Uhr, Mo. geschlossen, Tel.: 030/75008 400, Dauer: 90 min., Preis: 2,50 €/erm. 1,50 €, www.notaufnahmelager-berlin.de/de

Ständig öffentliche Führung, jeden So 14 Uhr, Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Di-Do u. So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/90277 6163, www.gedenkort-papestrasse.de

Im U-Bhf. Paradestraße hängen vier Plakatwand, großformatige Fotoarbeiten auf den Hinter- Gleis-Werbeflächen: Projekt: „vieraugenblick auf das Tempelhofer Feld“ von Sigrid Weise und Helmut Kolb, eine Montage historischer und aktueller Karten und Luftbilder zum Flugfeld, Kontakt: sigrid@art-weise-berlin.de, helmut.kolb@kolb-weise.de, www.vieraugenblick.de

Keine Lange Weile – Freier Eintritt – Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen gewähren generell freien Eintritt, www.berlin.de/museum/einritt-frei

Wochenmärkte in Tempelhof
Bauernmarkt in Lichtenrade
, auf dem Pfarrer–Lütkehaus-Platz, am S-Bhf. Lichtenrade, jeden Samstag von 8 bis 13 Uhr

Städtischer Wochenmarkt auf dem Mariendorfer Damm, Mariendorfer Damm 294, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt Tischenreuther Ring, (zwischen Waldsassener und Wiesauer Straße), Tirschenreuther Ring 40, 12279 Berlin-Marienfelde, Donnerstag von 12 bis 17 Uhr

Weihnachtsmärkte in Tempelhof

27.11. – Lichtenrader Lichtermarkt, Alt-Lichtenrade, rund um den Dorfteich, 12305 Berlin, 13-19 Uhr, zwischen „Lichtenrader Damm“ und der Straße „Im Domstift“, Einnahmeüberschüsse werden sozialen Zwecken zugeführt

27.11. und 04.12. – Adventsmarkt in der Lokhalle am Wasserturm  im Natur-Park Südgelände, am S-Bhf. Priesterweg, Prellerweg 49, 12157 Berlin, jeweils 12-18 Uhr, Programm mit Blasmusik und Theater verbreitet vorweihnachtliche Stimmung

02.-04.12. und 09.-11.12. – Weihnachtsmarkt auf Lehmanns Bauernhof, Alt-Marienfelde 35, 12277 Berlin, Fr. 14-20 Uhr, Sa. u. So. 12-20 Uhr, mit verschiedenen Chören und Orchestern, Kontakt: Karsten Lehmann, Tel.: 0179/9580515,

04.-06.12. – Weihnachtsmarkt der Ev. Kirchengemeinde Marienfelde, An der Dorfkirche 5, 12277 Berlin, Fr.14-20 Uhr, Sa. u. So. 12-20 Uhr, Traditionell mit Musik in der Kirche, 03.12. – Adventskonzert 17 Uhr, Eintritt frei, Kantorei Marienfelde, Tel.: 030/75512 2015, www.kantorei-marienfelde.de

03.-04.12. – Weihnachtsmarkt des TSV Marienfelde 1890 e.V. Vereinsgelände, Alt-Marienfelde 36, 12277 Berlin, jeweils von 13 – 20 Uhr, Eintritt frei, www.tsv-marienfelde.de

04.12. – Friedenauer Engelmarkt, Breslauer Platz, 12159 Berlin, 13-18 Uhr

10.-11.12. – Weihnachten in Lichtenrade, um den Dorfteich Alt-Lichtenrade,12309 Berlin, 11 Uhr, Kunsthandwerkliches bei Fackelschein und weihnachtlichen Spezialitäten, Family & Friends e. V. in Kooperation mit der AG Bahnhofstr. e. V., Tel.: 030/3055 521

Kiezkneipen/ Restaurant – Bitte Veranstaltungen Nachfragen!

Café Saitensprung, Mariendorfer Damm 38, 12109 Berlin, Tel.: 030/54841948

Keine Eile, Manfred-von-Richthofen- Str. 13, 12101 Berlin, Tel.: 030/47013766

Blumenthal-Eck, Blumenthalstr.12, 12103 Berlin, Tel.:030/72006053

Tonsai Thai-Restaurant, Kaiserin-Augusta-Str. 73, 12103 Berlin, Tel.: 030/76007018

Restaurant Z, Friesenstr. 12, 10965 Berlin, Tel.: 030/306922716

Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030/8925949

Kirsch und Karamell, Café & Bäckerei am Berlinickeplatz, Manteuffelstr. 1-2, Tel.: 030/55273332

Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, 030/28036023

Vorschau

22.02.2017 – VSA – Seniorenmesse im Foyer der Urania, Urania Berlin e. V., An der Urania 17, 10787 Berlin, von 10 bis 16 Uhr, Eintritt:  frei

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Editorial

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser aus Tempelhof und anderswo,

allmählich neigt sich das Jahr 2016 seinem Ende entgegen. Dem Trauermonat November folgt die eigentlich besinnliche, faktisch für die meisten aber hektische Adventszeit, schließlich das Fest selbst, danach Silvester. Dies alles spiegelt sich auch auf der bezirklichen Ebene wieder und bestimmt damit die Themen dieser letzten Ausgabe des tempelhofer journals im Jahr 2016. 

Passend zum November unsere Titelgeschichte: Seit 165 Jahren bereits existiert das Ur-Tempelhofer Bestattungsunternehmen Hahn. Inhaber Robert Hahn gewährt uns im Interview interessante Einblicke in seine alltägliche Arbeit. Ein weiterer Aspekt des Themas sind die verschiedenen Vollmachten, die man im Herbst des Lebens abfassen sollte. In unserer Rubrik „Rat und Tat“ erhalten Sie detaillierte Informationen.

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Wohltätigkeit. Wir berichten über verschiedene Initiativen: Das Silver-Strings-Orchester aus St. Petersburg, die Motorradfahrer vom Verein „Santa Claus on the Road“, das Kalenderprojekt „Ausgezogen“ – sie alle tun Gutes. 

Ebenfalls (vor-)weihnachtlich: Die Weihnachtsbeleuchtung am Tempelhofer Damm und – Adventszeit ist Kaffee-Kuchen-Back-Zeit – neue Cafés in Alt-Tempelhof.

Wir bleiben an Themen früherer Hefte dran: Fair Trade beschäftigt uns weiterhin. Und was ist aus der Stift-Sammel-Aktion für die Therapie des kleinen Lucas geworden? 

Darüber hinaus finden Sie die gewohnten Rubriken im Heft. 

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen die Redaktion des tempelhofer journals!

 

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Christoph Schröder

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Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung

Die wichtigsten Vollmachten für den privaten Bereich

„Wer regelt meine Angelegenheiten, wenn ich nicht mehr dazu in der Lage bin?“ fragen sich viele Menschen. Denn durch Unfall oder Alter kann jeder von uns in die Situation kommen, dass andere für ihn entscheiden (müssen).

Drei Vollmachtsarten und Verfügungen helfen Ihnen, dass wichtige Entscheidungen in Ihrem Sinn gefällt werden.

Patientenverfügung

Mit dieser Vollmacht regeln Sie, welche ärztlichen Maßnahmen zur medizinischen Versorgung Sie wünschen und welche Sie ablehnen. Damit üben Sie vorab ihr Selbstbestimmungsrecht für den Fall aus, dass Sie bei einer schweren Krankheit oder einem Unfall Ihren Willen nicht mehr äußern können.

Da es bei dieser Verfügung um medizinische Behandlung geht, können, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin beraten. Es gibt viele Informationsbroschüren und Organisationen, die Ihnen helfen, Ihre Patientenverfügung zu schreiben. Patientenverfügungen sind verbindlich. Damit die Verfügung anerkannt wird, sollte sie enthalten: Vor- und Familienname, Geburtsdatum und Anschrift, eine genaue Beschreibung des Situation, in der sie gelten soll und die genauen Vorgaben, lebenserhaltende Maßnahmen betreffend.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen Sie eine Person Ihres Vertrauens, stellvertretend für Sie zu handeln oder zu entscheiden, entweder umfassend oder in abgegrenzten Bereichen. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf Verträge, Bankangelegenheiten, Umzug in ein Pflegeheim oder andere Bereiche beziehen. Sie sollten jemanden bevollmächtigen, dem Sie vertrauen. Eine Person, die Sie gut kennt und für Sie entscheidet, nicht für sich selbst.

Die Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung schlagen Sie eine rechtliche Betreuerin bzw. einen Betreuer vor, also eine Person, die für Sie rechtliche Entscheidungen treffen kann. Diese Person wird vor der Entscheidung von einem Richter auf Eignung überprüft. Die Betreuungsverfügung wird vom Betreuungsgericht kontrolliert. Die Verfügung unterliegt keiner Formvorschrift. Sie sollte schriftlich verfasst sein und kann mit der Vorsorgevollmacht verknüpft werden.

Alle drei Verfügungen können Sie jederzeit vollständig oder teilweise ändern. Eine notarielle Beglaubigung ist für Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung ratsam. Im Internet können auf den unterschiedlichsten Seiten Anregungen, Anstöße und Informationen zum Thema kostenlos oder gegen Bezahlung aufgerufen werden. Das 1996 gegründete Zentralarchiv für Betreuungsverfügungen, Patientenverfügungen (auch Patiententestament genannt) in der Altenauergasse 1, in 55116 Mainz beantwortet Fragen zu diesem Thema. Für einmalig 60 Euro können Sie ihre Vollmachten und Verfügungen im Zentralarchiv speichern und rund um die Uhr abrufen. Dafür bekommen Sie eine Ausweiskarte im Scheckkartenformat, auf der Ärzte und Richter ablesen können, welche Verfügung archiviert wurde.

Mehr Infos im Web: edv@drkovmainz.de oder Tel.: 06131/221 117, Fax: 06131/224 730. Sorgen Sie für sich vor, solange es noch geht. Karl-Heinz Kronauer

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Kolumnen

Borchardt_Marke

 

 

 

Ofenzeit

Die Tage werden kälter, Stollen und Dominosteine liegen schon seit Wochen in den Lebensmittelmärkten, alles schnieft und hustet und die Apotheke rüstet sich zur Weihnachtszeit: Mit Kalendern, stimmungsvoll dekorierten Schaufenstern und  liebevoll verpackten Wellnessprodukten als Präsentidee für die Lieben zu Hause.

„Dieses Jahr schenken wir uns nichts!“ Kennen Sie das? Mancher  Ehemann nimmt erleichtert den Ausspruch seiner Liebsten allzu wörtlich. Doch es ist Obacht geboten! Mancher Haussegen an Weihnachten hängt schief, weil sich die Gemahlin wieder nicht bremsen konnte, ihrem Schatz doch noch was eingepackt hat – und er steht nun mit leeren Händen da. Er (schuldbewusst): „Aber wir wollten doch nicht …“ Sie (pikiert): „ Ja, ich weiß, aber …“

Warum nur tun wir uns mit dem Schenken so schwer? Ist es vielleicht nicht mehr zeitgemäß? Fürchten wir das Gegenrechnen von Materialwerten? Ist ein Gutschein oder ein Geldbetrag nicht müheloser? Doch was berührt den Beschenkten wohl mehr: Die Gabe selbst oder die Zeit, die der Gebende investiert hat, um zu überlegen, womit er ihm eine Freude machen könnte?

Eine Freundin von mir hat den Dreh raus: Sie bastelt, bäckt und kauft alles, was ihr gefällt, immer zweimal – auch Theater- oder Kinokarten. Es fand sich bislang immer ein freudig Überraschter.

Auch ein teilnahmsvoller Brief, ein Krankenbesuch, eine helfende Hand, eine selbstgekochte Mahlzeit kann ein Geschenk sein. Schenkende Menschen sind glückliche Menschen. Verschenken Sie sich selbst! Machen Sie einen Versuch: Seien Sie einen Tag lang selbstlos und nur für das Wohlbefinden einer Person da. Lesen Sie ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Sie werden sehen: Am Ende dieses Tages werden Sie erschöpft, aber zufrieden ins Bett fallen.

Und ich schenke Ihnen heute ein Lächeln – mit einem Zitat von Joachim Ringelnatz: „Ich hab dich so lieb! Ich würde Dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken.“

 

marke_hamann

 

 

 

 

Totgesagte leben länger

Können Sie sich an Ihre erste LP erinnern? Meine hatte die Form einer runden Tabakdose. Die Künstler dieser besonderen Verpackung, die SMALL FACES, landeten mit dieser LP „Ogdens’ Nut Gone Flake“ nicht nur bei mir einen Volltreffer, auch der Single-Hit aus dieser LP, „Lazy Sunday“, hatte Ohrwurmcharakter. Meine damalige Freundin überraschte mich mit dieser LP, und der ebenfalls neue Plattenspieler musste Überstunden machen.

Die Langspielplatte war in den 1960er-Jahren ein sehr beliebtes Geschenk, groß im Format, wenn auch mit 18 DM nicht gerade billig. Gute Geschäfte mit einer großen Auswahl waren Mangelware. Hier in Tempelhof war Radio Möller am Mariendorfer Damm führend. Wie viel Geld ich dort gelassen habe, ist schon beachtlich, aber Musik hat mich schon immer fasziniert und hat mich auch durch mein berufliches Leben begleitet. Ob als DJ, Musikredakteur, Produzent von Radiosendungen und später als Musikchef diverser Radiosender.

Wenn ich mich so umhöre, schwärmt jeder von der „guten, alten Zeit“, der Vinyl-Zeit. Bestimmt fallen auch Ihnen zu der einen oder anderen LP Geschichten ein. Wie der Zufall es so will, die LP in Deutschland und ich haben gemeinsam Geburtstag, beide sind wir 65 geworden.

Kommen Sie mit, lassen Sie uns in die LP-Geschichte eintauchen. Am 21.Juni 1948 stellte Columbia Records ihre “Long Playing Microgroove Record”, die LP, vor. Entwickelt von Peter Carl Goldmark, war dies die erste 25 cm-Schallplatte mit Mikrorillen, 33 1/3 Umdrehungen und gepresst aus Vinyl. Erst 1951 stellte die Deutsche Grammophon-Gesellschaft (DG) auf der Musikmesse in Düsseldorf gleich mehrere Langspielplatten mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute vor und setzte damit eine Erfolgsgeschichte in Gang. Die ersten LPs kamen alle aus dem Klassik-Bereich. Das Amadeus-Quartett und der Geiger Wolfgang Schneiderhan machen ihre ersten Aufnahmen für die DG 1951. Die Sensation damals: Herbert von Karajan kehrte von der EMI zur Deutschen Grammophon zurück und spielte in den nächsten 30 Jahren etwa 330 Schallplatten für die DG ein, darunter drei Beethoven-Zyklen und den kompletten Nibelungenring Richard Wagners.

Während die 50er-Jahre von der Klassik beherrscht wurden, dominierte in den 60er- und 70er-Jahren die neue Beat- und Pop-Musik. Hinzu kam, dass mit der Vinyl-Platte auch die kunstvollen Plattencovers entstanden. Derzeit ist Cover-Artwork künstlerisch gesehen spannender denn je. Z.T. sind daraus regelrechte Kultobjekte geworden wie z.B. die Beatles auf dem Abbey-Road-Zebrastreifen. Die „seelenlose“ CD verschwindet immer mehr, die Renaissance der Vinyl-LP mit jährlich steigenden Traumumsätzen kurbelt auch die Plattenspieler-Hersteller an, denn „Totgesagte leben länger“.

 

 

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„Hausbesuche“ von Stephanie Quitterer

Kennen Sie eigentlich Ihre Nachbarn?

Hausbesuche von Stephanie Quitterer

Hausbesuche von Stephanie Quitterer

Wie lernt man seine Nachbarn kennen? Die Autorin nutzte so ihre Elternteilzeit, backte Kuchen und klingelte sich durch ihre Berliner Nachbarschaft. Was sie alles erlebte, hat sie aufgeschrieben, nachdem sie ein paar hundert Klingeln gedrückt hatte. Treppauf, treppab, Tür auf, Tür zu, mal freundlich, mal schroff, von Jung (13) bis Alt (87), wie eben die lieben Nachbarn so sind. Aber mit ihren Kuchen und ihrem Charme hat sie alle um den Finger gewickelt. Aber lesen Sie selbst und probieren die 200 Rezepte. Es lohnt sich. Ralf Jacob

Knaus, 16,99 Euro

 

 

Torte Rotkapi

500 g Mehl. Die Reste aus verschiedenen Zuckerdosen, vorsichtshalber noch eine Handvoll zerstoßener Kandisstücke und 2 EL Honig. 4 Eier trennen, die Eiweiße schlagen und erst irgendwann später zum Teig geben. (ja, dies ist ein ambitionierter Kuchen!) Irgendwas Fettes. Das Schweineschmalz brauch ich für’s Gulasch, am Abend kommt Besuch. Olivenöl hab ich schon beim letzten Käsekuchen versucht: Keine gute Idee. – Okay. Dies ist ein Hausbesuchsprojekt. Ich klingele bei der Nachbarin und leihe mir ein Paket Butter. Hätte mir auch schon beim Zucker einfallen können. Aber jetzt bin ich schon im sehr patenten Erfindermodus.

Ein halbes Glas Apfelmus, 200 g geriebene Haselnüsse, 2 EL Kakao, und auch die Buttermilch, sofern sie noch gut ist – und weil ich mich jetzt entschieden habe, dass es ein Schokokuchen werden soll, jede Menge gehackte Blockschokolade. Ah, Backpulver, auch was Feines. Alles verrühren, unterheben, mischen. In eine … sagen wir: Springform? geben und eine gewisse Zeit backen. Bei 180° kann man nichts falsch machen.

Weil man mit einer gesunden Portion Misstrauen gegen die eigenen Fähigkeiten gesegnet ist, probiert man die fertige Tortenkreation an unauffälliger Stelle und entscheidet daraufhin, zur Übertünchung und Bestechung Schlagsahne mit auf die Reise zu nehmen.

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Brigiita Heinrichs Leseecke

Mein Lieblingsbuch: Villa und Rolf Börjilind: Die Springflut

514s0nsvshlEin Mord an einer Schwangeren, der vor langer Zeit geschah, Überfälle auf Obdachlose und heimliche, brutale Kinderkämpfe sind drei der Erzählstränge. Die Polizeianwärterin Olivia Rönning und der Obdachlose Tom Stilton, ein ehemaliger Kommissar, ermitteln. Olivia bearbeitet als Ausbildungsaufgabe den alten Fall, Tom sucht den Mörder seiner obdachlosen Freundin. Ein äußerst spannendes Buch (aber Vorsicht, es ist kein Urlaubs-Kuschel-Krimi), man merkt, dass die Börjlinds Drehbuchautoren sind, es gibt gute Dialoge und schnelle Schnitte. Wer häufige Perspektivwechsel nicht mag, für den ist dieser Krimi nicht das Richtige. Es gibt noch zwei weitere Bände, aber ich finde, man sollte mit dem ersten beginnen. Alles hängt mit allem zusammen.
btb Verlag 2015, TB, 592 Seiten, € 9,99

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im September/Oktober 2016
  1 – Unterleuten, Juli Zeh, 639 S., Luchterhand, 19,99 €
  2 – Meine geniale Freundin, Elena Ferrante, 422 S., Suhrkamp, 22 €
  3Die Welt im Rücken, Thomas Melle, 347 S., Rowohlt Berlin, 19,95 €
  4Raumpatrouille, Matthias Brandt, 176 S., Kiepenheuer & Witsch, 18 €
  5 – Der neue Fischer Weltalmanach 2017, 735 S., Fischer Tb, 22 €
  6 – Berlin 1936, Oliver Hilmes, 301 S., Siedler, 19,99 €
  7 – Himmelhorn, 9. Fall, Volker Klüpfer, Michael Kobr, 492 S., Droemer Knaur, 19,99 €
  8 – Born to run, Bruce Springsteen, 671 S., Heyne, 27,99 €
  9 – Sid Schlebrowskis kurzer Sommer, Klaus Bittermann, 238 S., Edition Tiamat, 18 €
10 – Das Seelenleben der Tiere, Peter Wohlleben, 239 S., Ludwig, 19,99 €
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Rätsel

Welche Tempelhofer Straße wird gesucht?

Uralt, aber topmodern! Er war verantwortlich für die ökonomische Konsolidierung und die Einführung einer effektiven Behördenorganisation. Von ihm kam Ende des 17. Jahrhunderts das erste „Refugees Welcome“. Wer war dieser Mensch, dessen Einladung über 20.000 Flüchtlinge folgten, die wesentlich zum Aufschwung Brandenburgs beitrugen? Viel Spaß beim Raten!

Ihre Lösung senden Sie bitte bis zum 20.12.2016 an das „tempelhofer journal“, Tempelhofer Damm 2, 12101 Berlin oder an info@tempelhoferjournal.de.

Auflösung aus der Ausgabe 05/2016: Gesucht war die Catostraße, benannt nach dem römischen Schriftsteller und Konsul Cato. Richtig geraten und gewonnen hat unsere Leserin Silke Steffen aus 12437 Berlin. Herzlichen Glückwunsch Frau Steffen! Sie haben eine Flasche Wein gewonnen. Bitte rufen Sie die Redaktion an 030/588 774 52 oder 0173/808 60 16, damit wir die Übergabemodalitäten besprechen können.

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Neujahrskonzert mit den „Silver Strings“

Diplomatisches Flair und Silberne Saiten

Russische Klänge im Französischen Dom: Prof. Afanasjew und sein Orchester - Foto: Christian Kruppa

Russische Klänge im Französischen Dom: Prof. Afanasjew und sein Orchester – Foto: Christian Kruppa

Zum Jahresbeginn 2017 bieten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein ganz besonderes Highlight im Französischen Dom am Gendarmenmarkt an.

Unter dem Motto „Diplomatisches Flair und Silberne Saiten“ spielt das russische Orchester „Silver Strings“ aus St. Petersburg unter der Leitung von Prof. Alexander Afanasjew traditionelle russische und europäische Volksweisen und bietet einen Einblick in das Werk bekannter russischer und internationaler Komponisten. Das Orchester setzt sich aus Musikstudenten der Hochschule St. Petersburg zusammen. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Jahn, Parlamentarischer Referent im Deutschen Bundestag.

Das Konzert findet auf Initiative von Johannes Selle, MdB, in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe und der gemeinnützigen Initiative Kinder in Gefahr e.V. statt. Der Reinerlös ist für die Förderung gesundheitlich beeinträchtigter und sozial benachteiligter Kinder in Berlin und Brandenburg bestimmt.

Die gemeinnützige Initiative Kinder in Gefahr e. V. und das tempelhofer journal würden sich über Ihre Unterstützung und ein Treffen am 7. Januar im Französischen Dom Berlin sehr freuen. Da die Zusagen verschiedener Botschafter bereits vorliegen, werden wir „Diplomatisches Flair und Silberne Saiten“ in vorzüglicher Weise miteinander verbinden können. Ja

Info: Neujahrskonzert mit dem Orchester Silver Strings, Sonnabend, 7. Januar 2017, Beginn: 16 Uhr; Einlass: 15.30 Uhr, Französischer Dom Berlin, Am Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin, Eintritt: 25 €, Kinder bis 10 Jahre frei.

Karten zum Vorzugspreis für „tempelhofer journal“-Leser/-innen 20 €. bitte bis zum 15. Dezember unter Tel. 030/326 799 08 (Stichwort: tempelhofer journal) reservieren. Karten liegen an der Abendkasse (Stichwort: tempelhofer journal).

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Winter- und Weihnachtszeit ist Kaffeezeit. Katrin Schwahlen hat fünf Cafés in Alt-Tempelhof gefragt, mit welchen Spezialitäten sie uns die kommenden Monate veerschönern

coffee beans isolated on white backgroundEndlich ist es kalt!

Sterntalerkuchen am See

muellerskind01Wenn das Müllerskind zur Backstube wird, leuchten nicht nur Kinderaugen. Denn das Café ist so klein, dass man Pauline Müller zusehen kann, wie sie knetet, formt und Bleche voller Leckereien in den Ofen schiebt: Spekulatius-Käsekuchen, Walnusstaler und warme Apfelküchlein, Sterntalerkuchen und Bratapfeltarte. Dazu einen Mandarinentee – und fertig ist der schönste Winterweihnachtsnachmittag.

Müllerskind, Parkstraße 11, 12103 Berlin, www.muellerskind.de

Tee zum Tatort

Foto: Katrin Schwahlen

Foto: Katrin Schwahlen

Für Raika und Anahita Rahmati könnte jeder Wintertag ein Sonntag sein: Denn Sonntagabend ist Krimiabend im Café Klangwerk. Der persische Tee schmeckt nach Kardamom, Rosenblütenblättern und Zimt; der Walnusskuchen ist noch warm und sieht verführerisch aus. Dann wird das Ölbild von der Wand gehängt, das Sofa zur Leinwand gedreht, der Beamer angeworfen. Und schon ertönt die bekannte Titelmelodie – der Tatort kann beginnen.

Café Klangwerk, Kaiserin-Augusta-Straße 12, 12103 Berlin, www.facebook.com/MusikCafeBerlin

cup of coffee

Marshmallows am Kamin

Foto: Katrin Schwahlen

Foto: Katrin Schwahlen

Ein Sofa am lodernden Feuer, ein heißes Getränk und ein selbstgebackenes Croissant – mehr braucht es fast nicht, um an kalten Tagen sein Glück im Kaffeehaus Min zu finden. Hier stellen Jasmin und Sven Leuter alle Backwaren ganz ohne Zusatzstoffe selbst her. Natürlich auch die Marshmallows, die man am besten vor dem Kamin genießt – damit das kleine Glück perfekt wird.

Kaffehaus Min, Tempelhofer Damm 211, 12099 Berlin, www.kaffeehaus-min.de

Apfelstrudel unterm Tannenbaum

Foto: Katrin Schwahlen

Foto: Katrin Schwahlen

Shanna und Sevgi Kumus sind in der Friedrich-Wilhelm-Straße aufgewachsen – und haben sich dort den Traum vom eigenen Café erfüllt. In der dunklen Jahreszeit sorgen die Kaffeeschwestern für Lichterglanz und heißkalte Gefühle – vor der Tür steht ein Tannenbaum, im Café gibt es warmen Apfelstrudel mit Eis.

Kaffeeschwestern, Friedrich-Wilhelm-Str. 83, 12099 Berlin, www.facebook.com/kaffeeschwestern

Winterzauberhafte Vitaminbombe

Foto: Katrin Schwahlen

Foto: Katrin Schwahlen

Wenn es kalt wird und dunkel, braucht der Mensch etwas Warmes und Gesundes. Martina Pohl vom Pausini empfiehlt eine Vitaminbombe mit Ingwer, Minze, Zitrone und Orange. Oder eine Latte Macchiato mit Kakao, einem Löffel Honig und einer Prise Zimt. Da wird einem ganz schön warm –  auch ums Herz.

Pausini, Kaiserin-Augusta-Str. 78, 12103 Berlin, www.pausini.de

coffee beans isolated on white background

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