Brigitta Heinrichs Leseecke

Mein Lieblingsbuch: Der nasse Fisch, der erste Fall für Kommissar Gereon Rath von Volker Kutscher

Krimi

© KiWi

Berlin 1929. Kriminalkommissar Rath muss seine Heimatstadt Köln verlassen und in Berlin von vorn anfangen, ausgerechnet bei der Sitte. Rath gerät in eine Mordgeschichte und ermittelt heimlich. Dabei begegnet ihm Charly, Stenotypistin in der Mordkommission. Die beiden verlieben sich, aber sie haben es nicht leicht miteinander. Dann passieren noch mehr Morde, und irgendwann hängt alles mit allem zusammen. Die Berlinbeschreibungen gefallen mir sehr gut. Kutscher ist nicht pädagogisch, er zeigt nicht penetrant, dass die Weimarer Republik direkt in die Nazizeit führt. Seine Figuren wissen nicht mehr, als sie damals wissen konnten, sie nehmen die Nazis nicht ernst – die Nazis nehmen sich natürlich ernst. Der Kommissar ist kein guter Mensch, auch das mag ich. Ich werde die weiteren Bände lesen.

KiWi, 2009, TB, 543 Seiten, 8,95 Euro.

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im November/Dezember
1 – Der Junge muss an die frische Luft, Hape Kerkeling, 320 S., Piper, € 19,99
2 – Kruso, Lutz Seiler, 480 S., Suhrkamp, € 22,95
3 – Pfaueninsel, Thomas Hettche, 343 S., Kiepenheuer & Witsch, € 19,99
4 – Distelfink, Donna Tartt, 1022 S., Goldmann, € 24,99
5 – Märzgefallene, Volker Kutscher, 602 S., Kiepenheuer & Witsch, € 19,99
6 – Passagier 23, Sebastian Fitzek, 425 S., Droemer Knaur, € 19,99
7 – Der Sohn, Jo Nesbo, 521 S., Ullstein Verlag, € 22,99
8 – Doitscha, Adriana Altaras, 254 S., Kiepenheuer & Witsch, € 18,99
9 – Bilder deiner großen Liebe, Wolfgang Hermdorf, 144 S., Rowohlt Berlin, € 16,95
10 – Kafka, die frühen Jahre, Reiner Stach, 608 S., Fischer S., € 34,00

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