Kolumnen

„Gesundheit!!“

Borchardt_Marke

 

 

 

„Hhaaa-ptschuuhhh!“  Donnerwetter – was für eine Explosion! Zwei Handcremepackungen auf dem Verkaufstisch fallen um. Ich versuche, ernst zu bleiben und stelle sie wieder auf. Na – DAS war ein Niesanfall – meine Güte! Der Kunde, den ich gerade bediene, lächelt mich mit tränenden Augen entschuldigend an und nestelt nervös nach seinem Taschentuch. Immerhin hat er einen Windstoß von ca.150 Stundenkilometern erzeugt – Respekt! Der arme Mann leidet schwer am Heuschnupfen, einer allergischen Reaktion des Körpers auf Blütenpollen. Und die fliegen nach milden Wintern besonders früh im Jahr umher. Das lästige Niesen, Husten und Schnauben ist Ausdruck einer Entzündungsreaktion übereifriger Schleimhäute. Die glauben nämlich irrtümlich, es mit brandgefährlichen Krankheitserregern zu tun zu haben und fahren energisch ihre Durchblutung hoch, damit auch alle Abwehrzellen möglichst rasch zum Tatort gelangen. Und damit der Mensch auch merkt, dass hier gerade ein Kleinkrieg gegen körperfremdes Eiweiß stattfindet, juckt es dann ordentlich. Kommen mehrere dieser Signale zusammen, wird über das Rückenmark der Befehl gegeben, die Fremdkörper hinauszukatapultieren – notfalls mit Gewalt! Der nun automatisch ablaufende Reflex zwingt die Atemmuskulatur zum raschen Einatmen großer Mengen Luft und anschließend zum explosionsartigen Ausstoß über die Nase – dabei können Reichweiten bis zu drei Metern erreicht werden! Dem Kunden ist es peinlich, denn die ausgeniesten Tröpfchen gelten als Ansteckungsquelle bei Erkältungskrankheiten, und er will nicht als Virenschleuder gelten. Doch das Zudrücken der Nase ist schädlich, denn die gestaute Luft würde fest in die Nasennebenhöhlen gepresst. Ich empfehle ihm eine Nasendusche und ein antiallergisches Spray, das den Niesreiz deutlich lindert. „Und sollte so rasch einmal kein Taschentuch zur Hand sein, vergraben Sie Ihre Nase beim Niesen schnell im Jackenärmel. Und wenn es Sie im Theater oder Konzert überkommt, beißen Sie sich auf die Zungenspitze und drücken gleichzeitig fest auf den Nasenrücken“ gebe ich dem Kunden als Tipp mit auf den Weg – und natürlich ein Päckchen Taschentücher!

 

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Zusammenhalten gegen Rassismus

Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März 2015

Noch nie gab es in Deutschland so viele und so große Demonstrationen für kulturelle Vielfalt und gegen den Hass und die Diskriminierung von Minderheiten. Bundesweit gibt es eine große Solidarität und vielfältige Initiativen für die Aufnahme und für würdige Lebensbedingungen für Menschen auf der Flucht.
In unserem Bezirk erlebe ich eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge. Viele engagierte BürgerInnen und viele Initiativen helfen den Flüchtlingen konkret vor Ort. Diesen Menschen möchte ich an dieser Stelle Danke sagen!
Gleichzeitig gibt es wieder mehr Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Moscheen und Synagogen. Populisten, Rechtsextremisten und rassistische Demonstrationen schüren Ängste und Hass gegen Flüchtlinge, Muslime, Roma, Juden und andere Minderheiten. Diese menschenfeindliche Stimmungsmache ist keine Randerscheinung und kommt auch aus der Mitte der Gesellschaft.

21. März – Internationaler Tag gegen Rassismus
Weltweit wurde der 21. März zum Internationalen Tag gegen Rassismus von den Vereinten Nationen ausgerufen. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse hat dieser Tag für Deutschland in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Deshalb finden vielfältige Aktionen wie Gedenkminuten, Luftballon-Aktionen, „Kehr aus“ (Rassismus wird symbolisch aus Verwaltungen, Betrieben usw. gefegt) statt. Die von mir unterstützte Aktion „5 vor 12“ trägt dazu, Rassismus und Rechtspopulismus zu bekämpfen und über den Rassismus in allen gesellschaftlichen Bereichen aufzuklären.

Feiern wir gemeinsam für Solidarität und gegen Rassismus
Am 21. März 2015 findet im Flüchtling – Wohnheim in Marienfelde ein Fest gegen Rassismus statt. Unterstützt wird es vom Träger Internationaler Bund, vom Bezirksamt und vom DGB. Machen Sie mit, als Gast oder auch an den Ständen.
Ort: Übergangswohnheim für Flüchtlinge in der Marienfelder Allee 66-80, 12277 Berlin; Beginn: 5 vor 12; Ende: 15:00 Uhr, Info: www.mechthild-rawert.de
Meine Bitte: Zeigen Sie Gesicht während der internationalen Wochen gegen Rassismus gegen rassistische Diskriminierung. Setzen Sie gemeinsam mit vielen Initiativen ein starkes Zeichen gegen Rassismus und Rechtspopulismus!

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