Christopher und Jonathan fuhren von New York City nach San Francisco

Auf dem Highways eine abenteuerliche Fahrradtour; Endlose Weite und phantastische Landschaften, viele Highlights auf der Strecke.©Christopher Ehlers

Auf dem Highways eine abenteuerliche Fahrradtour; Endlose Weite und phantastische Landschaften, viele Highlights auf der Strecke.©Christopher Ehlers

7697 Kilometer mit dem Rad quer durch die USA

Chris und sein Freund Jonny bezogen ihren Fahrradhändler Phil von „la dolce Velo“ in die Planungen mit ein. Er gab den jungen Abenteurern viele wertvolle Tipps und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Am 30. Juni 2014 ging es los! Berlin – Amsterdam – New York. Übernachtung bei einer Freundin und das Abenteuer konnte beginnen.
Hier ein Gespräch mit Christopher Ehlers über seine USA-Fahrrad-Reise von der Ost- zur Westküste:
„tempelhofer journal“: Hallo Christopher, herzlichen Glückwunsch zu eurer tollen Leistung. Die USA von Ost nach West mit dem Fahrrad zu queren ist wahrlich kein Kinderspiel. Wie viele Kilometer habt ihr zurückgelegt?
Christopher Ehlers: Das weiß ich ganz genau, wir hatten einen Fahrradcomputer und der hat uns immer mit den richtigen Daten versorgt. Also, wir haben in den USA exakt 7.697 km zurückgelegt. Und wenn Ihr es noch genauer wissen wollt, wir haben dazu 1.765.317 Pedalumdrehungen gebraucht.

Wie lange wart ihr unterwegs?
Unsere Reise dauerte neunundachtzig Tage. Reine Fahrtage hatten wir dreiundsechzig, die restlichen Tage haben wir mit Sightseeing verbracht. Unsere Statistik sagt, dass wir im Schnitt inklusive der Ruhetage eine tägliche Strecke von 85,5 km zurückgelegt haben. Gefühlt ging die Reise sehr schnell vorbei, sie hätte gerne noch länger dauern können.

Habt Ihr viele Probleme gehabt? Pannen, Unfälle, Krankheit, Wetter, Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser?
Wir hatten meistens alles im Griff. Pannenmäßig hatten wir nur achtmal „einen Platten“ und einmal haben wir am Rad die Kette gewechselt. Die Versorgung bedarf immer einiges an Organisation, oft mussten wir kiloweise Nahrungsmittel und aufgrund der hohen Temperaturen besonders viel Wasser mitschleppen. In einigen Abschnitten gab es für 220 km nichts, kein Laden, keine Tankstelle, nicht mal ein Haus. Essen in Restaurants war viel zu teuer, dafür haben wir viele Fast Food Stops gemacht. Hauptbestandteil unseres selbst gekochten Essens waren Nudeln, eine hervorragende Sättigungsbeilage. Vom Wetter her haben wir Glück gehabt. Mit ganzen sieben Regentagen mussten wir uns auseinandersetzen. Aber auch die haben wir gut verkraftet.

Wo habt ihr übernachtet?

Glücklich und gesund angekommen, in 89 Tagen mit dem Fahrrad quer durch  die USA. Im Hintergrund die Golden Gate Bridge.  Der Neutempelhofer Christopher Ehlers (re ) zusammen  mit seinem Freund Jonathan. ©Christopher Ehlers

Glücklich und gesund angekommen, in 89 Tagen mit dem Fahrrad quer durch die USA. Im Hintergrund die Golden Gate Bridge. Der Neutempelhofer Christopher Ehlers (re ) zusammen mit seinem Freund Jonathan. ©Christopher Ehlers

Meist in unserem Zelt! Wir haben achtundfünfzigmal in unserem Zelt geschlafen, wovon wir nur fünfzehn Mal auf einem Campingplatz gewesen sind. Die Nächte in der freien Natur, fernab der Zivilisation meist unter einem atemberaubendem Sternenhimmel waren ein Highlight der Reise. In einem richtigen Bett haben wir nur einunddreißigmal geschlafen, meist in Städten, wo Camping unmöglich war.

Wie seid Ihr von den Amerikanern aufgenommen worden?
Sehr freundlich, wenn auch oft mit einem gewissen Unverständnis. Der „normale“ Amerikaner fährt kaum Fahrrad. Die Rad fahrenden Menschen, die wir getroffen haben, waren meist Europäer auf Weltreise. Die Offenheit und Warmherzigkeit der Amerikaner ist jedoch phantastisch, kaum ein Stopp verging ohne eine nette Konversation.

Tolle, abwechslungsreiche Landschaft, sicher habt Ihr viele Fotos gemacht?
Natürlich, wir haben viel erlebt und genau 3156 Fotos fabriziert. Die 500 schönsten Fotos können auf unserer Website betrachtet werden. Dort findet sich auch unser kompletter Reisebericht: www.bikeacrossamerica.de

Was steht als nächstes an? Hast du, habt Ihr noch weitere größere Radreisen vor?
Die Reiselust wurde definitiv geweckt. Vielleicht eine Reise in Asien oder vom Norden Alaskas bis nach Ushuaia in Argentinien, südlichste Stadt der Welt. Wann ist noch ungewiss, jetzt steht erst mal das Studium an erster Stelle.

Herzlichen Dank für das informative Gespräch. Weiterhin viele schöne pannenfreie Fahrten und Erlebnisse auf dem Fahrrad. Karl-Heinz Kronauer

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