Kolumnen

Borchardt_MarkeOlga und Lotti

In der Albrecht – Apotheke gibt es eine Kinderspielecke. Dort residiert Olga, unsere brusthohe Plüschgiraffe als Reittier für die Kleinsten. Olga hat jetzt Zuwachs bekommen – Lotti heißt das kleine Giraffenkind, das sich schutzsuchend an Mamas Beine drängt, wenn warme Speckärmchen nach ihm greifen wollen.

Nicht immer erfüllt sich die Hoffnung auf ein Baby so leicht, und wenn man es sich doch sooo sehr wünscht. Unterschiedlichste Ursachen können die Befruchtung, die Einnistung oder die Reifung der Eizelle zum lebensfähigen Fötus verhindern, z. B. organische Veränderungen, ein belastendes Umfeld, psychischer Druck ( selbstgemacht oder von außen), „es“ endlich zustande zu bringen – verdorri noch mal!! Einige Arztpraxen haben sich auf die Behandlung von unerfülltem Kindeswunsch spezialisiert und bieten von der fachmännischen und behutsamen Beratung und Begleitung der Paare über gezielte Hormongaben als kleinem „Schubser“ bis hin zur außerkörperlichen Befruchtung der Eizelle Möglichkeiten an, den Traum vom eigenen Baby doch noch wahr werden zu lassen. Die Krankenkassen übernehmen in vielen Fällen einen Teil der oftmals erheblichen Kosten. Kraft und Geduld sind dann vonnöten – manchmal klappt es erst beim dritten oder vierten Versuch. Und doch bleibt trotz hoch kompetenter Spezialisten und forschungsintensiver Hightech-Medizin in einigen Fällen das Warten, Hoffen und Bangen umsonst.

Manches verweinte Gesicht im Wartezimmer der Praxen kann es bezeugen. Unter was für einem enormen Erfolgsdruck manche Frauen und auch ihre Partner angesichts der kostenintensiven Behandlung oder der Erwartungshaltung in ihrem Umfeld stehen, kann man nur erahnen. Und ist auch nicht gerade förderlich fürs Liebesspiel: ein Teufelskreis! Also: bevor Sie das nächste Mal einem befreundeten Pärchen jovial auf die Schultern klopfen und launig fragen wollen: „Na, wie ist´s – wann kommt denn endlich der Nachwuchs?“, halten Sie einen Moment inne …

Rawert_MarkeOrganspende – „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“

Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ lautete das Motto des diesjährigen Tags der Organspende. Ich freue mich, dass in Deutschland die Zahl der Personen wächst, die einen Organspendeausweis ausgefüllt haben. Waren es im Jahr 2012 nur 22 Prozent, so besaßen im Jahr 2014 bereits 35 Prozent einen Organspendeausweis. Das ergab die aktuelle Umfrage „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Während die bekundete Spendenbereitschaft bei 80 Prozent liegt, besitzen nur 38 Prozent aller Frauen und 31 Prozent der Männer in Deutschland einen Organspendeausweis.

In der Umfrage der BZgA wurde aber auch deutlich, dass Information und Aufklärung weiterhin in großem Umfang nötig sind. Denn 57 Prozent der Befragten fühlen sich zum Thema Organ- und Gewebespende weniger gut bis schlecht informiert. Vermutlich ein Grund für die Diskrepanz zwischen der Spendenbereitschaft von 80 Prozent der Bevölkerung und den real 38 Prozent, die einen Organspendeausweis besitzen.

Organspenden retten Leben. Über 3.000 Menschen wurde letztes Jahr durch Organspenden ein neues Leben geschenkt. Doch jeden Tag sterben Menschen, während sie auf ein lebensnotwendiges Spenderorgan warten. Sie sind auf die Bereitschaft anderer Menschen angewiesen, im Falle ihres Todes ihre Organe zu spenden. Über 10.000 Menschen stehen dafür auf den Wartelisten.

Meine Bitte – Entscheiden Sie sich!
Treffen Sie selbst die wichtige Entscheidung, ob Sie Organe spenden und wollen; bürden Sie diese Entscheidung nicht Ihren Angehörigen auf! Die Entscheidung sowohl für als auch gegen eine Organspende bedeutet eine wichtige Entlastung für Ihre Angehörigen. Den dazu notwendigen Organspendeausweis können Sie auf der Seite Organspende-Info der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellen.

Info: www.organspende-info.de 

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