Ein Gespräch mit Rechtsanwalt Markus Worbs

Guter Rat muss nicht teuer sein

„tempelhofer journal“: Herr Worbs, Sie sind Fachanwalt für Sozialrecht. Was, wenn ein Mandant mit juristischem Problem zu Ihnen kommt, der sich keinen Anwalt leisten kann?
Markus Worbs: Anwaltlicher Rat ist nicht kostenlos. Man kann jedoch bei rechtzeitiger Inanspruchnahme hohe Kosten vermeiden. Das eigene Rechtsempfinden stimmt nicht immer mit der bestehenden Rechtslage überein. Deshalb ist auch die Information von Wert, nicht Recht zu haben. Grundsätzlich bemühen sich Anwälte immer darum, Gerichtsprozesse zu vermeiden. Damit ihnen das gelingt, müssen sie allerdings so früh wie möglich hinzugezogen werden.

Sie sind viel zu teuer für mich. Ich kann Sie einfach nicht bezahlen.
Anwälte sind günstiger, als Sie vielleicht denken. Denn ihre Honorare sind durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) gesetzlich festgelegt. Für die Gebühren maßgeblich ist in der Regel der Wert des streitigen Gegenstands, bei Sozialrechts-, Straf- und Bußgeldsachen ein Gebührenrahmen. Die Höhe des Honorars sollte am besten schon vor der Inanspruchnahme eines Beratungsgesprächs erfragt werden. Eine Rechtsschutzversicherung kann schon vorher um eine Bestätigung der Kostenübernahme gebeten werden. Es besteht in jedem Fall eine freie Anwaltswahl.
Wenn das Einkommen und Vermögen gering ist, z.B. bei Bezug von Hartz IV oder Grundsicherung, kann für die außergerichtliche Beratung und Vertretung gegebenenfalls Beratungshilfe mit einer Selbstbeteiligung von 15,00 Euro oder für die Vertretung in einem Gerichts- verfahren Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden.
Herr Worbs, vielen Dank für das Gespräch. Karl-Heinz Kronauer

Kontakt: Markus Worbs, Fachanwalt für Sozialrecht, Tel.: 030/788 99 633,
Info: www.raworbs.de

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