Bahlsenwerk Berlin bildet Flüchtling aus

Modellprojekt „Geflüchtete in Arbeit“

Eine große Anzahl geflüchteter Menschen sind in unserem Land, suchen Arbeit und hoffen auf ein dauerhaftes Bleiberecht.

In Tempelhof-Schöneberg sind 3.641 Asylbewerber (Stand 13.12.2016) untergebracht. Dies entspricht einem Anteil von 10,33 Prozent aller Flüchtlinge in Berlin.

Die Integration der Flüchtlinge in der Arbeitsmarkt ist nicht einfach, da sie vielfach nicht über deutschen Standards entsprechende Schul und Berufsabschlüsse verfügen.

Die Tempelhof-Schöneberger Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler initiierte 2015 gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes den Aktionsplan „Flüchtlinge in Arbeit“.

Daraus entwickelte sich 2016 mit Unternehmen und Akteuren des Bezirkes, der IHK und der Handwerkskammer, der Arbeitsagentur sowie der bezirklichen Netzwerke eine Arbeitsgruppe, bei der sich herausstellte, dass insbesondere der Ausbildungsmarkt von den Unternehmen bedient werden sollte.

Entstanden ist daraus das Modellprojekt „Geflüchtete in Arbeit-GIA“. Im Rahmen des Projektes nehmen 15 Unternehmen teil, die aus gewerblich-technischen und im personenbezogenen Dienstleistungsbereichen kommen.

Zur Kompetenzfeststellung wurden in der Akquisephase über 2000 Personen, die an den Sprachkursen der gemeinnützigen Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen mbH (GFBM gGmbH) teilnahmen, auf ihre Eignung überprüft.

Davon wurden 125 Personen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Aktuell sollen zwölf junge Geflüchtete in einen betrieblichen Ausbildungsplatz vermittelt werden.

Integration gelungen

Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg

Unterzeichnung des EQ-Vertrags: (stehend) Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin), Thorsten Goschenhofer (Leiter Werk Berlin, Bahlsen Business Unit D-A-CH), (sitzend) Amjad Ulayyan (Auszubildender) und Kornelia Desenritter (Leitung HR, Bahlsen Werk Berlin) – Foto: Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg

Im Dezember 2016 absolvierte der 32-jährige Amjad Ulayyan aus Syrien erfolgreich ein Praktikum bei der Firma Bahlsen KG in der Oberlandstraße. Dort wird er am 1. März 2017 eine sechsmonatige Einstiegsqualifizierung und im Anschluss eine Ausbildung zum Maschinenanlagenführer beginnen.

Auf der Pressekonferenz am 9. Februar 2017 bei Bahlsen wurde Amjad Ulayyan vorgestellt und unterzeichnete seinen Einstiegsqualifizierungsvertrag (EQ-Vertrag).

Bedingungen für Eingliederung

WerkBerlin

Herstellung von Keksen: Produktionsmaschine mit Maschinenanlagenführer – Foto: Bahlsen

Im Bereich der Flüchtlingspolitik steht der Ausbildungsmarkt vor neuen außergewöhnlichen Herausforderungen. Die Voraussetzungen zur Ausbildung von Flüchtlingen hängen maßgeblich von ihrem Status als asylsuchend, anerkannt oder geduldet ab.

Derzeit gilt: Asylsuchende Personen dürfen in den ersten drei Monaten keine betriebliche Berufsausbildung aufnehmen, schulische Berufsausbildungen sind dagegen möglich und bedürfen keiner Genehmigung der zuständigen Ausländerbehörde.

Grundsätzlich keinen Beschränkungen unterliegen Flüchtlinge, welche geduldet und nicht aus einem sicheren Herkunftsstaat stammen oder anerkannt und im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis sind. Marlies Königsberg

Info: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, Wirtschaftsberatung und Europaangelegenheiten, Tamara Hilbert, Tel.: 030/902 773 644 oder E-Mail: Tamara.Hilbert@ba-ts.berlin.de, Fabrikverkauf: in der Oberlandstraße 52, 12099 Berlin, Info: www.bahlsen.de/de

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