Herzlichen Glückwunsch, „Papa“ Henschel!

Das Urgestein der Berliner Jazzszene ist weit über Tempelhof bekannt ©Archiv Henschel

Mit 88 Jahren noch als Musiker aktiv

Wie die Zeit vergeht! 2010 porträtierte das tempelhofer journal in der Rubrik „Tempelhofer Temperamente“ den Jazzmusiker Horst ‚Papa‘ Henschel. Nun wird er 88 – im September wird gefeiert – und anlässlich dieser Schnapszahl reiht sich das tempelhofer journal in die Schar der Gratulanten ein. Wir wünschen weiterhin Gesundheit und „gute Puste“!

Die Musik hält jung! Wann, wenn nicht hier, wäre dieser Satz angebracht. Aber auch die richtige Lebenseinstellung und der Segen einer körperlich und geistig guten Verfassung bis ins hohe Alter gehören dazu.

Schon seit 1960 wohnt Horst Henschel mit seiner Frau Ewa in der Neu-Tempelhofer Manfred-von-Richthofen-Straße. Aber unter seinem Spitznamen ‚Papa‘ Henschel ist das Urgestein der Berliner Jazzszene mit seiner Trompete weit über den Bezirk hinaus bekannt.

Seine Liebe zum Jazz entdeckte er als Jugendlicher in den Nachkriegsjahren. 1950 gründete er seine erste Formation, die „New Orleans Jazz Band Berlin“, daraus entstanden im Mai 1956 die „Salty Dogs“. Im November 2016 feierte er den 60. Band-Geburtstag wie immer im Bar-Restaurant „Die Eins“ mit Familie, Freunden und Bekannten.

Drei der sieben Gründungsmitglieder von Horst Henschels „Salty Dogs“ leben nicht mehr. ‚Papa‘ Henschel spielt weiter! Er bewältigt nach wie vor viele Auftritte im Jahr und ist seit 11 Jahren beim Stadtfestival „Bielsko-Biala“ in Polen dabei. Seine Musik ist bei vielen Frühschoppen und feierlichen Anlässen zu hören.

Seine Zeit des musikalischen Schaffens genießt ‚Papa‘ Henschel mit Band und das Publikum dankt es mit Applaus, ist nach wie vor begeistert und fragt: „Wann kommt ihr wieder?“

Mit den „Salty Dogs“ kann man ihn live in Neu-Tempelhof erleben. Unter der Parkringbrücke tritt er am 04.08. ab 20.30 Uhr im Rahmen der Reihe „Kleine Nachtmusik“ auf. Marlies Königsberg

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