Brigitta Heinrichs Leseecke

Lucien DeLong: Ein Dieb. Bekenntnisse.

Lucien DeLong: Ein Dieb. Bekenntnisse.Dies ist ein ungewöhnliches kleines Buch und liebevoll gemacht. Ein junger Mann, der nicht leben will wie seine Eltern und Freunde, wird zum Dieb, weil er die Gelegenheit dazu hat. Der zweite Diebstahl schließt sich an. Er verlässt Deutschland und geht auf Reisen (das Buch ist auch ein kleiner Reiseführer). Bis er merkt: Das Geld geht zur Neige. Er will sein neues Leben nicht aufgeben und verübt weitere Diebstähle, wobei er versucht, nur reiche Leute zu überfallen – er ist eben ein Gentleman-Verbrecher. Der Dieb verändert sich, wird älter und merkt allmählich, dass er Sehnsucht nach Normalität hat. Aber die kann er nicht haben, niemals, er kann nicht mehr zurück. Das Ende des Buches ist folgerichtig (wenigstens für mich). Mein Rat an den Verlag bei einer nächsten Auflage: die Tipp- und Flüchtigkeitsfehler korrigieren.
Phantom Verlag 2017, gebunden, 143 Seiten, € 14,90

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im September/Oktober 2017
  1 – Durst, Jo Nesboe, 619 S., Ullstein, 24 €
  2 – Der neue Fischer Weltalmanach 2018, 736 S., Fischer TB, 22 €
  3 – Die Zeichen des Todes, Michael Tsokos, 348 S., Droemer Knaur, 19,99 €
  4Die Geschichte der getrennte Wege, Elena Ferrante, 540 S.,

       Suhrkamp, 24 €

  5 – Die Geschichte der Bienen, Maja Lunde, 509 S., btb, 20 €
  6 – Das geheime Netzwerk der Natur, Peter Wohlleben, 223 S.,

        Ludwig Verlag, 19,99 €

  7 – Wir werden erwartet, Ulla Hahn, 633 S., DVA, 28 €
  8 – Rückkehr nach Reims, Didier Eribon, 237 S., Suhrkamp, 18 €
  9 – Überbitten, Deborah Feldman, 704 S., Secession Verlag, 28 €
10 – Djadi, Flüchtlingsjunge, Peter Härtling, 115 S., J. Beltz, 12,95 €

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