Geldcoach Dr. Kerstin Gernig: Das können Sie sich leisten

Geldcoach Dr. Kerstin Gerning: Das können Sie sich leisten

©Dieter Düvelmeyer

Was Geld, Wert und Denken miteinander zu tun haben

Kerstin Gernig hat ein Faible für Geld, klare Ansagen und immerwährende Lust auf Veränderungen. Seit 2011 arbeitet die promovierte Germanistin als Business-Coach für Neuanfänge in der Lebensmitte. Dabei geht es natürlich auch ums Geld – und wie man es schafft, das zu verdienen, was man verdient. Dies zeigt die Powerfrau auf höchst amüsante und spannende Weise in Vorträgen und Coachings, bei Messen und in Webinaren.

Geld sei schon immer ihr Thema gewesen, meint die heute 53-Jährige. Direkt nach dem Abi jobbte die Berlinerin um ihr Studium zu finanzieren. Und wusste schon bald, dass Geld mehr ist als Zahlungsmittel, sondern immer auch etwas mit Wert und Wertschätzung zu tun hat.

„Es ist ganz entscheidend, Geld und Wert zusammenzudenken. Leider machen sich aber die meisten Menschen keine Gedanken darüber, was ihre Arbeit, ihre Dienstleistungen, ihre Angebote eigentlich wert sind.“

Das habe auch mit den Glaubenssätzen zu tun, mit denen viele Menschen groß geworden sind: Geld ist die Wurzel allen Übels, Geld allein macht nicht glücklich, über Geld spricht man nicht. Kerstin Gernig unterstützt Menschen dabei, diese Einstellungen zu überdenken und eine andere, positive Haltung zum Geld zu bekommen. „Geld ist neutral – es ist weder gut noch böse, sondern nichts anderes als ein Tauschmittel. Dafür muss ich aber den Wert der Dinge kennen, die ich tauschen will. Und deswegen muss ich mich fragen, was meine Leistung wert ist, welchen Wert ich meiner Leistung zumesse.“ Dabei ist sich Gernig darüber klar, dass in unserer Gesellschaft Leistung und Wert bzw. wertschätzende Bezahlung oft weit auseinanderklaffen, sei es in der Kranken- und Altenpflege, im Bildungsbereich oder auch in der unterschiedlichen Entlohnung von Frauen und Männern.

Eine gängige Bezahlart ist die Honorierung nach Stunden – für Kerstin Gernig ein nur bedingt brauchbarer Ansatz: „Es geht doch darum, welches Problem Ihr Kunde hat, das Sie lösen können. Der Kunde entscheidet, was er bereit ist zu zahlen. Sie entscheiden, was Ihre Leistung wert ist.“

Sie selbst lässt sich ausschließlich über den Wert ihrer Leistung vergleichen. „Meine Leistung können Menschen erleben, wenn sie MICH erleben. Und deswegen mache ich mich erlebbar.“ Und sie hat viel erlebt: Sie hat als Geschäftsführerin, Chefredakteurin und Pressesprecherin gearbeitet, war als Hochschuldozentin an der Universität wissenschaftlich tätig, hat ein Buch über ungewöhnliche Unternehmerinnen und Unternehmer in aller Welt geschrieben und vor sechs Jahren ihr eigenes Unternehmen gegründet. Sie ist online und offline präsent und hat klare Strategien für ihre Produkte, Akquise und Marketing. All diese Erfahrungen gibt sie mit großer Professionalität und Leidenschaft weiter. „Ich zeige meinen Kunden, wie sie vom Denken des Mangels in das Denken der Fülle kommen. Und die Menschen merken schnell, wie positiv sich ihr Leben verändert, wenn sie das umsetzen.“ Katrin Schwahlen

Kerstin Gernig: www.kerstingernig.de

Buchtipp: http://bit.ly/Werde

Geld-Coaching für Unternehmer/innen: https://www.kerstingernig.de/coach/geld-coaching/

Am 28. November zeigt Kerstin Gernig im Rathaus Schöneberg an praxisnahen Beispielen, wie die persönliche Einstellung zum Geld über den eigenen Kontostand entscheidet. Geld-Coaching für Unternehmer/innen, Rathaus Schöneberg, Goldener Saal (1. OG), Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt frei., Anmeldung bis 22.11. per E-Mail an anmeldung@ui-tempelhoferdamm.de. Die Veranstaltung wird organisiert von der Unternehmerinitiative Tempelhofer Damm e.V., dem Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg und dem Unternehmernetzwerk Lichtenrade e.V..

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Neujahrskonzert mit den „Silver Strings“

Diplomatisches Flair und Silberne Saiten

Neujahrskonzert mit den „Silver Strings“

Neujahrskonzert mit den „Silver Strings“©Christian Kruppa

Zum Jahresauftakt 2018 bieten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein ganz besonderes Highlight im Französischen Dom am Gendarmenmarkt an.

Das vielfältige Programm der SILVER STRINGS unter der Leitung von Prof. Alexander Afanasjew bietet traditionelle russische und europäische Volksweisen und einen Einblick in das Werk bekannter russischer und internationaler Komponisten. Das Orchester setzt sich aus Musikstudenten der Hochschule St. Petersburg zusammen. Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Jahn, Parlamentarischer Referent im Deutschen Bundestag.

Das Konzert findet auf Initiative von Johannes Selle, MdB, in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Russischen Parlamentariergruppe und der gemeinnützigen Initiative Kinder in Gefahr e.V. statt. Der Reinerlös ist für die Förderung gesundheitlich beeinträchtigter und sozial benachteiligter Kinder in Berlin und Brandenburg bestimmt.

Die gemeinnützige Initiative Kinder in Gefahr e. V. und das tempelhofer journal würden sich über Ihre Unterstützung und ein Treffen am 6. Januar 2018 im Französischen Dom Berlin freuen. Da die Zusagen verschiedener Botschafter bereits vorliegen, werden wir „Diplomatisches Flair und Silberne Saiten“ in vorzüglicher Weise miteinander verbinden können. Ralf Jacob

Info: Neujahrskonzert mit dem Orchester Silver Strings, Sonnabend, den 06.01.2018, Beginn: 16 Uhr, Einlass: 15.30 Uhr, Französischer Dom Berlin,

Am Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin, Eintritt: 25 €, Kinder bis 10 Jahre frei.

Karten zum Vorzugspreis für „tempelhofer journal“-Leser/-innen 20 €. 

Bitte bis zum 15. Dezember unter Tel.: 030/606 5719 Stichwort: tempelhofer journal) reservieren. Karten liegen an der Abendkasse (Stichwort: tempelhofer journal).

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Ein Kalender für Tempelhof – Gestern und Heute

So viele Orte in Tempelhof sind Geschichte und Zukunft zugleich. Zwölf Bildgeschichten erzählt der neue Tempelhofer Kalender. Sein Charme liegt in der Kombination von damals und heute. Ob Platz der Luftbrücke oder Kaiserin-Augusta-Straße, Tempelhofer Damm oder Ullsteinhaus – durch die geschickte Anordnung der alten Motive mit neuen Perspektiven werden Kiez und Kalender lebendig – Monat für Monat.

 

Info: Der Kalender kostet 16,90 € und kann erworben werden bei:

Firma Mail Boxes Etc., Tempelhofer Damm 129, 12099 Berlin, Telefon: 030/857 492 90 sowie in ausgewählten Geschäften entlang des Tempelhofer Damm u.a. bei Buchhandlung Menger, Tempelhofer Damm 186, 12099 Berlin, Telefon: 030/752 50 44 und bei der Tempelhofer Bücherstube, Manfred-von-Richthofen-Str. 19, 12101 Berlin, Telefon: 030/788 950 51

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Rätsel

Welche Tempelhofer Straße ist gemeint?

Er war Schlosser, begann seine Ausbildung in der Werkstatt seines Vaters und gründete wenige Jahre nach der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Nähmaschinenmanufaktur. Daraus hat sich einer der weltweit renommiertesten Betriebe entwickelt. Wer war der erfolgreiche Unternehmer, nach dem in unserem Bezirk eine Straße benannt ist? Viel Spaß beim Raten!

Ihre Lösung senden Sie bitte bis zum 20.12.2017 an Karl-Heinz Kronauer/ „tempelhofer journal“, John-Locke-Straße 18a, 12305 Berlin oder per E-Mail an: info@tempelhoferjournal.de.

Auflösung aus der Ausgabe 05/2017. Gesucht war die Steinstraße, benannt nach dem Minister Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein. Richtig geraten und gewonnen hat unser Leser Rolf Haberstroh, aus 12305 Berlin. Herzlichen Glückwunsch, Herr Haberstroh! Bitte rufen Sie die Redaktion an, Telefon: 030/5887 7452 oder 0173/8086 016, damit wir die Übergabemodalitäten besprechen können.

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Brigitta Heinrichs Leseecke

Lucien DeLong: Ein Dieb. Bekenntnisse.

Lucien DeLong: Ein Dieb. Bekenntnisse.Dies ist ein ungewöhnliches kleines Buch und liebevoll gemacht. Ein junger Mann, der nicht leben will wie seine Eltern und Freunde, wird zum Dieb, weil er die Gelegenheit dazu hat. Der zweite Diebstahl schließt sich an. Er verlässt Deutschland und geht auf Reisen (das Buch ist auch ein kleiner Reiseführer). Bis er merkt: Das Geld geht zur Neige. Er will sein neues Leben nicht aufgeben und verübt weitere Diebstähle, wobei er versucht, nur reiche Leute zu überfallen – er ist eben ein Gentleman-Verbrecher. Der Dieb verändert sich, wird älter und merkt allmählich, dass er Sehnsucht nach Normalität hat. Aber die kann er nicht haben, niemals, er kann nicht mehr zurück. Das Ende des Buches ist folgerichtig (wenigstens für mich). Mein Rat an den Verlag bei einer nächsten Auflage: die Tipp- und Flüchtigkeitsfehler korrigieren.
Phantom Verlag 2017, gebunden, 143 Seiten, € 14,90

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im September/Oktober 2017
  1 – Durst, Jo Nesboe, 619 S., Ullstein, 24 €
  2 – Der neue Fischer Weltalmanach 2018, 736 S., Fischer TB, 22 €
  3 – Die Zeichen des Todes, Michael Tsokos, 348 S., Droemer Knaur, 19,99 €
  4Die Geschichte der getrennte Wege, Elena Ferrante, 540 S.,

       Suhrkamp, 24 €

  5 – Die Geschichte der Bienen, Maja Lunde, 509 S., btb, 20 €
  6 – Das geheime Netzwerk der Natur, Peter Wohlleben, 223 S.,

        Ludwig Verlag, 19,99 €

  7 – Wir werden erwartet, Ulla Hahn, 633 S., DVA, 28 €
  8 – Rückkehr nach Reims, Didier Eribon, 237 S., Suhrkamp, 18 €
  9 – Überbitten, Deborah Feldman, 704 S., Secession Verlag, 28 €
10 – Djadi, Flüchtlingsjunge, Peter Härtling, 115 S., J. Beltz, 12,95 €

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Christian Lohse kocht Suppen und Eintöpfe

Von bodenständig bis originell

Christian Lohse kocht Suppen und EintöpfeDass der Berliner Zweisternekoch Christian Lohse (Fischers Fritz) ein loses Mundwerk hat, ist bekannt. Daher auch der Titel des Buches. Nach einer biografischen Einführung haut der Lohse 130 Rezepte in die Suppentöpfe – ein regelrechtes Sammelsurium von bodenständig bis originell. Bei ihm muss man auf alles gefasst sein; nur um Dosen und Tüten macht er einen großen Bogen. Lassen Sie sich beim Durchblättern inspirieren, gehen einkaufen und kochen Sie los. So kommt auch das „Lohse-Etwas“ in Ihre Küche und in den Topf. Abgerundet ist das Buch mit vielen tollen Fotos und einem modernen Layout. Ralf Jacob

Neuer Umschau Verlag, 25 Euro

Brotsuppe Hummer

Zutaten für 6 Personen

1 festen, runden Sauerteig-Brotlaib

3 große Hummer à 400-600 g

1 L. Geflügelbrühe

1 Bund Schluppen, nur grün

1/2 Bund Kerbel

100 g Sahne

Salz, Tabasco

Vom Brot einen Deckel abschneiden und das Brot aushöhlen, aber nicht zu gründlich: Ein 2 cm dicker Rand muss stehen bleiben.

In einem großen Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, die ganzen Hummer hineingeben und 4 Minuten ziehen lassen. Herausheben, abschrecken, ausbrechen und das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Das Wasser abgießen.

Die Schluppen waschen und trocken tupfen, den Kerbel waschen und trocken schütteln. Beides grob schneiden.

Die Geflügelbrühe aufkochen, die Sahne einrühren. Schluppen, Kerbel und Hummerfleisch hineingeben und kurz warm werden lassen. Mit Salz und Tabasco abschmecken, die Suppe in das Brot gießen und servieren.

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Tempelhofer Temperamente: Günter Wagler

Ein Meisterstück von Waglers Großvater Theodor: feinste Handarbeit, die mehr als 100 Jahre alt ist ©Katrin Schwahlen

Am Anfang war der Knoten

Troddel??? Günter Wagler guckt mich mit einem Ausdruck an, der zwischen ungehalten, ungläubig und ungeduldig liegt. So, als habe habe er es schon hundertmal erklärt: Das ist eine Quaste, keine Troddel. Er muss es wissen, denn er ist Berlins letzter Posamentierermeister und mit dieser Quaste in seinem Element.

Es ist einer der Sommertage 2017, an dem es mal nicht regnet. Wir sitzen im Garten der Familie Wagler mitten in Neu-Tempelhof. Eine grüne Idylle mit Teich und Hollywoodschaukel in einer Siedlung, die zu den begehrtesten Wohnlagen des Bezirks gehört.

Die blaue Quaste: Knoten für Knoten feine Seide in edle Farben ©Marlies Königsberg

Günter Wagler ist braungebrannt, hat schlohweiße Haare, eine rote Brille und ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. 1940 in Tempelhof geboren, wuchs er hier auf und lebt bis heute im Kiez. Von hier aus ist er schon als 16-Jähriger mit dem Rad in die Zossener Straße gefahren, wo sein Vater die Posamentierwarenfabrik betrieb.

Knoten, knüpfen, kleben

Posamenten – was ist das? Das Wort stammt von dem französischen passement ab und bedeutet ein textiles Schmuckstück ohne eigene Funktion, dafür aber sehr dekorativ.

Das können Borten sein oder Kordeln, Quasten, Fransen, Raffhalter, Schabracken und vieles, vieles mehr.

Schon die alten Ägypter haben Posamenten hergestellt – damals natürlich mit der Hand und kleinen Werkzeugen. So wie Andreas Wagler, der schon 1662 als Erster der Familie den Beruf des Posamentierers ausübt.

Sein Nachfahre Theodor Kurt kommt als Handwerksbursche aus Sachsen nach Berlin und gründet dort 1884 seine Posamentierwarenfabrik in der Neuen Brunnenstraße. Damals kommen Monarchie, Adel und Militär nicht ohne schmucke Besatzstücke aus, und die gute Bürgerlichkeit zeigt mit Fransen, Quasten, Gardinen und Wandbespannungen, was sie sich leisten kann.

Wagler hat mit seinen Waren großen Erfolg und wird 1910 zum kaiserlich-königlichen Hoflieferanten ernannt.

Feinste Farben, schönste Muster

Seinen Großvater habe er zwar nicht gekannt, erzählt Günter Wagler, aber wie der Opa habe auch er sich schon früh für die Fertigung von Posamenten interessiert. „Zu meinen Schulzeiten war es ja üblich, dass man sonnabends noch arbeitete. Da bin ich als Schüler oft mit meinem Vater in die Firma mitgegangen. Mich hat erstmal das Handwerkliche interessiert. Und dann diese unterschiedlichen Materialien: Leinen, Kunstseide, Baumwolle, ein riesiges Farbenpotenzial. Und diese Kreativität, dass die Leute immer wieder neue Muster erfunden haben oder vorgegebene restaurieren mussten. Keiner hat gesagt „Du musst“, also wirklich keiner. Es hat sich so aus eigenen Stücken ergeben.“

Die Waglers: Seit Jahrhunderten Posamentierer ©Katrin Schwahlen

Gelernt hat Wagler in der väterlichen Firma. „Niemand anders wollte mich. Es gab ja in den 1950er-Jahren nur wenige Posamentiererbetriebe in Deutschland. Und alle kannten den alten Wagler und seine Arbeit. Und deswegen wussten auch alle, dass der junge Wagler nach seiner Ausbildung nach Berlin zurückkehren würde und sie damit einen begabten Gesellen verlören.“

Und so bleibt Günter als Lehrling in Berlin, wird Geselle und macht mit 22 Jahren seinen Meister. Bis 2006 wird er mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eigene Kreationen entwickeln und Kundenwünsche umsetzen.

In seiner Werkstatt stehen Bandwebstühle, Häkel-Gallon-Maschinen, Plattier- und Spinnmaschinen, Flecht- und Wirkmaschinen. Die Aufträge kommen von überall: Chicago, Madrid, aber auch aus Berlin und Umgebung. Wagler stattet das Schloss in Babelsberg ebenso aus wie das Renaissancetheater in Charlottenburg. Für Privatkunden stellt er Kordeln und Seile her, produziert Raffhalter farblich passend zum Gardinenstoff oder Bordüren. Doch mit der Jahrtausendwende ändert sich auch das deutsche Einrichtungsbewusstsein. Bedeuteten Posamenten Behaglichkeit, Wärme und Wohnlichkeit, stehen die Zeichen der Zeit jetzt auf minimalistisch und schnörkellos. Wagler sieht es gelassen: „So sind Moden, sie kommen und gehen. Der Interieurgeschmack ändert sich eben. Gucken Sie mal heute in einen Möbelkatalog, Sie werden nichts finden, wo eine Franse die Möbelfüße verdeckt. Davon haben wir damals Kilometer gemacht.“

Weben und Drehen

Das Posamentiererhandwerk ist anstrengend, auch wenn Maschinen eingesetzt werden. Männer sind zuständig für die gröberen Arbeiten, z.B. für die Herstellung von Kordeln. „Eine Kunde hat uns mal einen Stoff geschickt und wollte dafür 70 Meter farblich passende Kordel. Das ist zu wenig für eine industrielle Fertigung, aber wir als kleiner Handwerksbetrieb konnten das. Da war der Mitarbeiter aber den ganzen Tag auf den Beinen, ist hin- und hergerannt in dem 20-Meter-Raum und hat die Kordeln angedreht.“ Auch Seile sind fest in Männerhand. „Wenn Sie zum Beispiel ein Absperrseil machen, so dick (Wagler zeigt mit Daumen und Zeigefinger einen ungefähr fünf Zentimeter großen Kreis), dann entsteht das durch Drehung und Gegendrehung. Und je dicker es ist, desto anstrengender wird das.“

Frauen waren für die feineren Arbeiten verantwortlich, z.B. Webereien. „Da müssen sie mit der Hand immer die Schiffchen durch das Gewebe schießen und dabei die Maschine treten. Das ist schon auch mit körperlichem Einsatz verbunden. Und die Frauen, die die Quasten produzieren, arbeiten den ganzen Tag hochkonzentriert, wenn sie flechten, kleben und wickeln.“

Kaiserlich-königliche Quaste für irdische Bedürfnisse

Schimmerndes Blau, goldene Seidenknoten, fein gedrehte Kordeln, feinziselierte Stickereien, rund 30 Zentimeter lang – diese Quaste ist etwas ganz Besonderes. Und hat eine ganz besondere Geschichte, erzählt Günter Wagler. „Sie gehörte zu einem Himmelbett mit vier Pfosten. Von allen Ecken wurden Stoffbahnen in die Mitte hochgerafft. Da, wo die Stoffknubbel zusammenkommen, ist die Verbrämung, und dort hing die Quaste als Zierde in der Mitte.“ Ein Meisterstück von Theodor Wagler aus dem 19. Jahrhundert, in doppelter Ausführung weitergegeben an Sohn Kurt. „Mein Vater wollte es niemals aus der Hand geben. Doch eines Tages kam eine Architektin in die Werkstatt, sah die Quaste und wollte sie haben.“

Hin und her sei es zwischen den beiden gegangen, Wagler senior geriet mächtig ins Schwitzen. Doch die Frau blieb standhaft und habe ein großes Bündel DM-Scheine auf den Tisch gelegt: ‚Ich geh hier nicht ohne raus, was wollen Sie dafür haben?‘ Irgendwann gab Wagler nach und tauschte Quaste gegen Geld. „Und dann fragte mein Vater nur noch: ‚Was wollen Sie denn damit machen? Was wollen Sie dekorieren?‘ ‚Ich habe einen handgedrechselten Mahagonisitz für mein WC, und die Quaste kommt an die Spülung. Da wäre mein Vater fast gestorben.‘

Ohne Vergangenheit keine Zukunft

Günter Wagler hat seine Firma vor elf Jahren aufgegeben. „Wenn Sie ein Unternehmen leiten, das seit 122 Jahren existiert, dann haben Sie das Problem, der Letzte zu sein. Aber ich habe 50 Jahre und drei Monate als Posamentierer gearbeitet. Deswegen hatte ich kein schlechtes Gewissen, als ich die Fertigung eingestellt habe. Ich bedauere nur, dass der Beruf so gut wie ausgestorben ist.“

Seit 2006 genießt Berlins letzter Posamentierermeister mit seiner Frau den Ruhestand. Was nicht heißt, dass er nichts mehr tut. Vor allem mit dem sechsjährigen Enkel verbringen die beiden Waglers viel Zeit. „Der ist so superniedlich und kommt jetzt in die Schule. Und wenn unsere Tochter auf der Bühne steht, kümmern wir uns.“

Der Waglersche Garten: Traumschön in Tempelhof ©Katrin Schwahlen

Außerdem gibt es noch den Garten. „Wir lieben diese kleine Oase. Meine Frau hat gerade wieder alles umgebaut. Diese Parzelle ist einfach eine Freude.“ Und seit mehr als 50 Jahren hat das Ehepaar ein weiteres gemeinsames Hobby: Theater. Alle vier, fünf Wochen gehen sie zu den Premieren im Renaissancetheater. „Mir gefällt nicht jedes Stück, das wäre ja Quatsch. Aber jeder Besuch erinnert mich daran, dass die Bordüren und Besetze an den Vorhängen und Stühlen von der Firma Wagler stammen.“

Zum Abschied überreicht mir Günter Wagler eine Schlüsselquaste. Ich habe sie an die Tür in meinem Arbeitszimmer gehängt, wo sie mich an einen Nachmittag voller Geschichten und Anekdoten erinnert – und daran, sie nie wieder Troddel zu nennen. Ein Trottel, wer das verwechselt. Katrin Schwahlen

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Kalenderblatt

Veranstaltungen der Seniorenarbeit – Abkürzung: VSA

Kartenverkauf für Seniorenveranstaltungen: Die und Do von 9-12 Uhr, Bitte beachten: Sonderverkäufe auch montags, bei der Seniorenarbeit Tempelhof/Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, Zi. 104, 1. Etage, Tel.: 030/90277 6506.

SEPTEMBER

jeden Ersten Sa im Monat im Flame Diner Live-Musik, Themenabende rund um die 50er & 60er Jahre, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/2803 6023, www.flame-diner.de

bis 31.08.2018 – Sonderausstellung: „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“ Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin, Kontakt: Judith Bilger, Tel.:030/7500 8400, www.notaufnahmelager-berlin.de

07.09. bis 08.12. – Galerie im Tempelhof Museum, Souvenirsd’ Afrique
Fotografien und Fotogramme von Gerda Schütte
, Alt Mariendorf 43, 12107 Berlin, Mo & Do 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr, So 11-15 Uhr, (am ersten Mi im Monat u. Feiertagen geschlossen), Eintritt frei, Tel.: 030/9027 76964, www.hausamkleistpark.de

08.09. bis 22.10. – Galerie Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Ausstellung: Ellinor Blickhan-Fischer, „Orte der Begegnung- Plätze zum Verweilen“, Wolffring 72, 12101Berlin, Sonn -u. Feiertags 12-15 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr, Tel.: 030/7862805, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

15.09. bis 01. 10. – Theaterschiff: „Traumschüffim“ im Tempelhofer Hafen, Tempelhofer Damm 227, 12099 Berlin, Tempelhofer Hafen wird zur Tribüne, Theater für Jedermann, Kinderfreundlich, „Ufergeschichten“, „Seemannsgarn und Schmalzstulle“, Theaterworkshop am verkaufsoffenen Sonntag, 01. Oktober, Eintritt frei, Termine: 15.09./27.09./29.09./30.09., jeweils um 18.30 Uhr, „Ufergeschichten“, eine musikalische Traumschüff-Reise, 22.09., 18 Uhr „Seemannsgarn und Schmalzstulle“ Geschichten mit der Traumschüff-Crew, 16.09., 17 Uhr „Open Stage“, Lesung: Katharina Matz aus „Die unsichtbare Sammlung“ von Stefan Zweig, 01.10.“Trauminale“, Abschluss: 13-14 Uhr: Traumschüff-Workshop für Jung und Alt, 14-15 Uhr: Schatzsuche für Kinder, 16-17.30 Uhr: Theaterworkshop für Jung und Alt zu „Bibergeil“, 18 Uhr: „Bibergeil“, Stück für Kinder ab 6 Jahren, 19-21 Uhr: Musikalischer Ausklang

22.09. bis 28.09. – 20. Berliner Hospizwoche, Schirmherrschaft Senatorin Dilek Kolat, Motto: „HOSPIZ IM KIEZ“, Eröffnung: 22.09., 19 Uhr, Festakt im Roten Rathaus, Theater der Erfahrungen/Aufführung: „BERTHA, STIRB ENDLICH“, Tag der offenen Tür in Tempelhof: 26.06.-Hospiz Schöneberg-Steglitz, 14-18 Uhr, 27.09.-Vivantes Hospiz, Wenckebachstr. 23, 16-19 Uhr, 25.09. 15-17 Uhr, Informationsveranstaltung-„Sterben, Tod und Trauer“, im St. Joseph Krankenhaus, Wüsthoffstr. 15, weitere Programminfo: http://www.hospizwoche.de/index.php?id=74

29.09. bis 15.10. – Berlin leuchtet bis nach Lichtenrade, mit Lichtkunst wird das historische Haus Buhr (erbaut 1894), Info: http://berlin-leuchtet.com/guide/haus-buhr-landhaus-lichtenrade/ und die Salvador Kirche Info: http://berlin-leuchtet.com/guide/salvatorkirche/ am S-Bahnhof Lichtenrade, am Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1, 12307 Berlin, in Szene gesetzt; viele Gewerbetreibenden aus der Bahnhofstraße beteiligen sich mit einheitlicher Beleuchtung in den Geschäften – mit farbigen Leuchtstrahlern werden die Schaufenster in ein stimmungsvolles Licht getaucht, leider sind die Lichtboxen, die gegen eine Spende bei Tee Lichtenrade erhältlich waren, aufgrund der großen Nachfrage vergriffen. Schirmherr von „Berlin leuchtet“ ist 2017 der Regierende Bürgermeister Michael Müller Die City Stiftung Berlin führt zusammen mit der gemeinnützigen Initiative Together e.V.die „Aktion Augen-Licht“ als Charity-Begleitprogramm des Lichter-Festivals „BERLIN leuchtet“ durch. Aktion Augen-Licht-Charity-Begleitprogramm: http://berlin-leuchtet.com/guide/aktion-augen-licht-2017/, http://berlin-leuchtet.com/wp-content/uploads/guidemap_berlin_leuchtet_2017.pdf

30.09. bis 01.10. – Schöneberger Kürbisfest, Akazien- und Belziger Str., 10823 Berlin, Sa 11-21 Uhr, So 10-20 Uhr, Schlemmermeile, Bühnenprogramm: Schöneberger Band „la mua santa“ und die Rockband „110“, Eintritt frei, Info: www.ms-event-agentur.com

OKTOBER

01.10. – Jagdliches Herbstfest in der Naturschutzstation Marienfelde Naturwacht Berlin e.V., Diedersdorfer Weg 5, 12277 Berlin, 12 -18 Uhr; Programm: mit Falkner und ihre Vögel, Jagdhornbläser, Informationen rund um Jagd & Wild, Wildwurst und andere Leckereien, mit dem Imker vom Lehrbienenstand, www.naturwachtberlin.de

04.10. – Spukvilla- WO-Lesungen, Frau Stecher liest „Wilhelm Busch“, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin, 19 Uhr, Eintritt 10 €, Tel.: 030/7515089

06.10. – „kleine Nacht-Musik“ am „Plantscher“ Schreiberring/ Wolffring, 12101 Berlin, 20.30 Uhr, Party-Jazzmusik-Band Careless Cats, mit Sängerin Nina Thaler, Tel.: 0151/220 850 17, Eintritt frei, Spenden erbeten, www.parkringneutempelhof.de

07.10. – Jazz für Alle-Trio KRT Liersch, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr, 19 Uhr, ab 21 Uhr, Jam Session, Ltg. Lutz Fußangel, Eintritt frei, www.

11.10. – Veranstaltung zur Orientierung einer neuen Lebensphase-Aktiver Un-Ruhestand”, Seniorenfreizeitstätte „Rudolf-Wissell-Haus“, Alt-Mariendorf 24-26, 12107 Berlin (Mariendorf), 16.30 bis 18.30 Uhr, Ruhestand – was nun?, Informationsveranstaltung mit Vorträgen zu den Themenbereichen Gesundheit, Wohnen, Freizeit und Ehrenamt, Thema „Vorsorgevollmacht“ wird bei Kaffee und Kuchen angesprochen!, Vorstellung der Mitglieder der Seniorenvertretung, Eintritt frei, Bitte um Anmeldung!, Kontakt: Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg, Frau Ströhl, Tel. 030/ 90277-8756

13.10. bis 15.10. – Crossover-Oratorium „PAULUS von TARUS“, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, 13./14.10. 20 Uhr, 15.10. 19 Uhr, Paulus-Kantorei Tempelhof, Leitung Christoph Wilcken, Uraufführung des neu-komponierten Stückes von Matthias Witting, Eintritt Vorverkauf 15 €/erm. 12 €, Abendkasse 18 €/erm. 15 €, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

13.10. – Bürgerbeteiligung zur 3. Informationsveranstaltung im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen Rathaus Tempelhof und näheres Umfeld, in der Aula im Askanischen Gymnasium, Kaiserin-Augusta-Str. 19/20, 12103 Berlin, Beginn: 18-20.30 Uhr, Einlass: ab 17 Uhr (Möglichkeit, Plakate anzusehen, Gespräche), Themen: Umgang mit den Hinweisen und Anregungen der 1. Und 2. Veranstaltung „Neue Mitte Tempelhof“, Bericht über Analyse und Optionen zu öffentlichen Gebäuden, begleitende Ausstellung zu Prozess und Ergebnissen der vorbereitenden Untersuchungen vom 12.10. – 27.10.2017 im Foyer des Rathaus Tempelhof Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin und anschließend im Rathaus Schöneberg Info: www.planergemeinschaft.de undhttp://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/kalender/kalender_detail.php?id=5018

14.10. bis 15.10 – Kinder-, Jugend- und Familienfestival! , ufaFabrik, Viktoriastr., 12105 Berlin, Unter dem Motto „Am Ohr der Welt“, 11-19 Uhr Musikwelten im sozialen und kulturellen Kontext, Trommeln, tanzen und singen! Lauschen, malen, bauen, basteln und hämmern! Konzertbesuche, mehrsprachige Schnupper-Workshops, Instrumente und Spielwelten verschiedener Kulturen erkunden und probieren, Vorträge, Kinder-Bauernhofbesuch auf dem Gelände, 40 Konzerte von Kinder-, Jugend- und Profiguppen, Musikwelten Berlin in Kooperation mit der ufaFabrik und der Leo Kestenberg Musikschule und der Musikschule City West (Brasilien-Angebote), Eintritt frei, Programminfos: www.musikwelten-berlin.de, www.lkms.de, www.ufafabrik.de/de

15.10. – Saxkick im Café, Alt-Mariendorf 43, Salönchen, 12107 Berlin, 17 Uhr, Leitung: Gerd Olbrisch-Küttner Eintritt frei, www.lkms.de

15.10. – Festkonzert zum Jahr der Oboe, Dorfkirche Alt-Tempelhof, Reinhardtplatz, 12103 Berlin, in Kooperation mit dem Landesmusikrat Berlin, 16 Uhr, Die Oboe von Bach bis Jazz, www.lkms.de

18.10. – Nachhaltigkeit für Kleinstunternehmen und Handwerk, BTZ der Handwerkskammer Berlin, Mehringdamm 14, 10961 Berlin, von 14 -17 Uhr, Musikalische Akzente: Kristoff Becker (mit selbstbebauten Celli), Forum für Einsteiger und Profis im Bereich nachhaltiges Wirtschaften, insbesondere für Inhaber/innen und Mitarbeiter/innen, Freiberufler/innen, Gründer/innen und Nachfolger/innen von Handwerks-, Familien- und Kleinstunternehmen sowie für Netzwerker/innen, Berater/innen und Vertreter/innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien, Kontakt: Handwerkskammer Berlin, Anmeldungen: Gudrun Laufer Tel.: 030/25903-499; E-Mail: laufer@hwk-berlin.de, Eintritt frei

20.10. – Sir Gusche Band, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Eintritt frei, http://www.jazzfueralle.de/programm.html

20.10. – VSA – Galakonzert in der Philharmonie Berlin, „Musik kann keine Sünde sein“, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Str.1, 10785 Berlin, Einlass: 13.30 Uhr, Beginn: 14.30 Uhr, Filmmusik der 30er und 40er Jahre mit Bernhard Hirtreiter und Beata Marti, Eintritt 17 €/erm. 6 €, Karten ab sofort

21.10. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt: 14 Uhr, Am Eingang des Friedhofes Eythstraße/Bessemerstraße, 12105 Berlin, (Bus 106), Besuch der Lindenhofsiedlung, im Süden Schönebergs gelegene Wohnsiedlung ist in den 1920er Jahren entstanden und hat sich an der Idee der Gartenstadt orientiert, Eintritt frei, www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge

28.10. – Stadtrundgang vom Columbia-Haus zum Schulenburgring, Führung mit Joachim Dillinger, Treffpunkt: 14 Uhr, Luftbrückendenkmal am Platz der Luftbrücke. Im Columbia-Haus befand sich ein „wildes“ KZ, in dem viele Gegner des Nationalsozialismus gefangen gehalten und gefoltert wurden. Im Haus Schulenburgring 2 wurde die Berliner Kapitulation unterzeichnet. Informationen zur Geschichte: www.schulenburgring2.de, Eintritt frei, Anmeldung: E-Mail: Joachim.Dillinger@web.de, Tel.: 030/785 77 39

30.10. bis 03.11. – die Stadtteilbibliothek Lichtenrade wird zum Theater und Studio für den jugendlichen Beatbox-Nachwuchs, Stadtteilbibliothek Lichtenrade Edith-Stein-Bibliothek, Briesingstr. 6, 12307 Berlin , jeweils von Mo bis Fr (außer Dienstag wegen des Feiertags!) können sich Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse ür die Teilnahme beim zweifachen deutschen Beatbox-Meister Daniel „Mando“ Mandolini, der für das Theater Strahl arbeitet, anmelden. Zum Abschluss des Workshops „Lerne beatboxen und rappen, wie die Profis und schreibe Deine eigene Lichtenrader Beatboxhymne“, wird eine CD produziert, die sich jeder mitnehme kann. Anmeldung und Info in der Bibliothek E-Mail: kulturverschwoerer@posteo.de, Tel.: 030/ 90277-6136 oder 0163 219 411 5

bis 31.10. – Informationsort-Schwerbelastungskörper General-Pape-Straße/ Loewenhardtdamm, 12101 Berlin, Di /Mi 14-18 Uhr, Do 10-18 Uhr, So 13-16 Uhr, Sonderöffnungszeiten 2017: Tag der Deutschen Einheit 03.10., 14 – 18 Uhr, Reformationstag 31.10., 14 – 18 Uhr, Während der Winterpause vom 01.11.2017 bis zum 02.04.2018 sind auf Anfrage Gruppenführungen möglich, Anmeldung unter Tel. 030/4991 0517, www.schwerbelastungskoerper.de

NOVEMBER

01.11. – Spukvilla-AWO-Lesungen, Lutz Hoff’s Schlittenfahrt“, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin, 19 Uhr, Eintritt 10 €, Tel.: 030/7515089

02.11. – Vortrag von Roland Schiffter – Parkring e.V., Die Vögel vom Tempelhofer Feld, 19 Uhr – Gemeindehaus (Kleiner Saal im EG), Neu-Tempelhof, Badener-Ring 23, 12101 Berlin, (Sitzplatzangebot: ca. 50 Personen), 26 Brutvogelarten leben auf dem Tempelhofer Feld, die zudem nach Bundesartenschutzverordnung geschützt sind, fast 50 Prozent der dort lebenden Vögel stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten Berlins bzw. auf der sogenannten Vorwarnliste (2010), Eintritt frei, www.parkringneutempelhof.de

08.11. – VSASeniorengesundheitstag, Nachbarschaftstreffpunkt „Berliner Bär“, Holzmannstr. 18, 12099 Berlin, 10-15 Uhr, Info-Themen: Gesundheit, Sport, Prävention, Eintritt frei

08.11. – VSA-Varieté in der Urania, An der Urania 147, 10787 Berlin, , Stargast: Tina York, 15 Uhr, Preis: 15 €, Karten: ab sofort.

11.11. – Großer Sankt-Martins-Umzug von der Paulus-Kirchengemeinde, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, kath. Herz Jesu und dem Parkring e.V., 17 Uhr Start in der Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Laternenumzug mit echtem Martinspferd, Ende am Planscher mit Glühpunsch und Martinshörnchen zum Teilen

11.11.  – Großes Laternenfest mit Umzug-Lagerfeuer auf Kinderbauernhof, ufaFabrik, Viktoriastr.13, 12105 Berlin, Treffpunkt: 17.17 Uhr, Kinderbauernhof Spielplatz, Stockbrot, Kakao u. Waffeln und Feuershow, Umzug mit Ponys und Musik, dem Berliner Schalmeien Orchester „Fritz Weineck“

11. 11 Laternen-Umzug mit Sankt Martin auf dem Pferd rund um den Dorfteich Alt Lichtenrade, 12309 Berlin, vorbei am Volkspark Lichtenrade. Start: um 17 Uhr, das Kinder-und Jugendhaus der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Lichtenrade, Nahariyastr. 19, lädt alle Kinder, Eltern, Großeltern und Freunde zum Laternenumzug, um 16.30 Uhr stimmt der Posaunenchor der Kirchengemeinde den Besuchern ein, zum Anschluss die Geschichte von Sankt Martin, Ausklang mit Kinderpunsch und Keksen am Lagerfeuer

11.11. – Benefizkonzert mit dem Chor „La Voie Mixte“ und Lesung Brigitte Grothum, Glaubenskirche, Alt-Tempelhof, Kaiserin-Augusta-Str. 23, 12102 Berlin, 17 Uhr, Veranstalter: Hospizdienst Christophorus e.V., Manfred-von-Richthofen-Str. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030/7899 0602, Eintritt auf Spendenbasis

11.11. – Jazzlounge Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr, 19 Uhr, ab 21 Uhr, Jam Session, Ltg. Lutz Fußangel, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de 

14.11. und 23.11. – VSA – Besichtigungsführung Staatsbibliothek Haus, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin, Treffpunkt: 9 Uhr, Hauptfoyer/I-Punkt, Karten ab 24.10.

10 bis 11.11. – Theater Diamant: „Noch ´ne Leiche in Berlin“, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 10.11. 20 Uhr und 11.11. 18 Uhr, nach dem Kriminalroman „Der König von Berlin“ von Horst Evers Buch und Regie: Dorothee Wendt, Eintritt frei, www.Theater-Diamant.de

12.11. – Chorkonzert-Kammerchor der Leo Kestenberg Musikschule und der Lichtenrader Männerchor, „Musik im November“, Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Wolffring 72, 12101 Berlin, 16 Uhr, Eintritt frei, Spenden erwünscht, www.lmc1911.de, www.lkms.de

14.11. – Lichtenrader Bundeswehr-Benefizkonzert Konzert im Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm / Ecke Barnetstraße, 12305 Berlin, um 19,30 Uhr seit 15 Jahren spielt die Bundeswehr das “Heeresmusikkorps Neubrandenburg“ für soziale Zwecke, Schirmherrschaft hat die Kulturstadträtin von Tempelhof-Schöneberg, Jutta Kaddatz, Kartenpreis 10 €, Vorverkauf bei: in Lichtenrade bei Juwelier Heigl, Goltzstr. 37, 12307 Berlin, in Marienfelde bei Juwelier Heigl, Hranitzkystr. 10, 12277 Berlin, in Buckow bei Edeka Neukauf Schrader, Marienfelder Chaussee 143

15.11. – Kulturabend-Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V., Finchleystr. 11, 12305 Berlin, 18.30-20 Uhr, Motto: Poesie, gegen Spende ein Buffet von der AG Kochen des Georg-Büchner-Gymnasiums sowie Getränken, Preis: 5 €, Karten ab sofort, Anmeldung erwünscht: Tel.: 0173/2056870,E-Mail: n-zimmermann@suppenkueche-lichtenrade.de , www.suppenkueche-lichtenrade.de

VORSCHAU

18.11. – „Petite Messe Solenelle“, Gioachino Rossini, Glaubenskirche Tempelhof, Friedrich-Franz-Str. 9, 12103 Berlin, Beginn: 17 Uhr, Einlass: 16:30 Uhr, Konzert für Soli, Chor, Klavier und Harmonium, Kantorei Alt-Tempelhof, Leitung Johann-Albrecht Michael, Karten Vorverkauf ab sofort in der Kaiserin-Augusta-Str. 23, Preis: 12 €/erm. 10 €, Abendkasse 14 €/erm. 12 €, Büro der Küsterei Mo. und Mi. 9.-12. Uhr, Do. 15-18 Uhr. Info: http://alt-tempelhof.kw01.net/event/3473101 Aufruf: Chormitglieder gesucht! Von Vorteil Chorerfahrung und etwas Notenkenntnisse, geprobt wird donnerstags von 19.30-21.30 Uhr, Kirchenmusik: Tel.: 030/2358 5701 Email: kantor.michael@kimu-tempelhof.de

17.11./18.11./29.11. – KABARETT KORSETT-, Gemeinschaftshaus Lichtenrader, Lichtenrader Damm 198-212, Eingang Barnetstr., 12305 Berlin, 17.09. 20 Uhr, 18.11., 18 Uhr, 29.11., 16 Uhr, Vorbestellung: Email: kabarett-korsett@gmx.de (Petra Tschorn) oder Tel. 030/76503643 (Carla Cygon), Eintritt frei, Spenden willkommen! Pressearbeit: Marina Hermann, Tel. 0171/7242700, E-Mail: mar.heim@web.de, www.kabarett-korsett.de, Aufruf: Wer hat Lust beim Kabarett Korsett mitzumachen?, Ansprechpartner: Dorothee Wendt, Tel.: 030/2808211, E-Mail: post@frauenstimmen.de

02.12. – VSA – Polizeikonzert zur Weihnachtszeit, Festsaal des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, Bat-Yam-Platz 1, 12353 Berlin, Eintritt 10 €, Karten ab 10.10. (Rathaus Tempelhof Zi. 104)

03.12. – VSA – Weihnachtsball-Hotel Estrel, Sonnenallee 225, 12057 Berlin, Tanzmusik mit dem Salon-Orchester Berlin, 14-17 Uhr, Eintritt 7 €/erm. 2 €, inklusive Kaffeegedeck, Karten ab 23.10.

06.12. – VSA – Adventskonzert – „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, Ev. Apostel-Paulus-Kirchengemeinde, Klixstraße 2, 10823 Berlin, 14 Uhr-16 Uhr, Eintritt 3 €/erm. 1 €, Karten ab 23.10.

DAUERAUSSTELLUNGEN

Ständig öffentliche Führung: jeden So 14 Uhr, Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Di-Do u. So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/90277 6163, www.gedenkort-papestrasse.de

Historische Führung auf dem Tempelhofer Feld, jeden 2. und 4. Samstag im Monat – 13 Uhr, Treffpunkt: Columbiadamm, Ecke Golßener Straße, KZ, Columbiahaus, Zwangsarbeiterlager, Militärische Luftfahrt, Info: Förderverein für ein Gedenken an die Naziverbrechen auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V., www.thf33-45.de

MedienPoint Tempelhof-„Bücherfreund“ und Nachbarschaftstreffpunkt, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V., eine Sammelstelle für: Bücher, Musik- und Filmkassetten, Spiele etc., in einem kleinen Buchladen werden diese ehrenamtlich angeboten, MedienPoint Macher Henning Hamann und sein Team führt verschiedene kleine Veranstaltungen durch, Schaufensterausstellung, Themenabende Kinderfeste, Lesungen, Tel: 030/7889 3194, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 10 -18 Uhr, mittwochs von 13.30-14.30 Uhr geschlossen! https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

Freier Eintritt – bei Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen, Infos: https://www.berlin.de/museum/einritt-frei/

KIEZKNEIPEN/RESTAURANTS
Bitte Veranstaltungen Nachfragen!

Café Saitensprung, Mariendorfer Damm 38, 12109 Berlin, Tel.: 030/54841948

Keine Eile, Manfred-von-Richthofen- Str. 13, 12101 Berlin, Tel.: 030/47013766

Blumenthal-Eck, Blumenthalstr.12, 12103 Berlin, Tel.: 030/72006053

Tonsai Thai-Restaurant, Kaiserin-Augusta-Str. 73, 12103 Berlin, Tel.: 030/76007018

Restaurant Z, Friesenstr. 12, 10965 Berlin, Tel.: 030/306922716

Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030/8925949

Kirsch und Karamell, Café & Bäckerei am Berlinickeplatz, Manteuffelstr. 1-2, Tel.: 030/55273332

Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/28036023

Café „Goldfries“, Friesenstraße 15, 10965 Berlin, Tel.: 030/54978620

WOCHENMÄRKTE IN TEMPELHOF
Bauernmarkt in Lichtenrade, auf dem Pfarrer–Lütkehaus-Platz, am S-Bhf. Lichtenrade, jeden Samstag von 8 bis 14 Uhr

Städtischer Wochenmarkt auf dem Mariendorfer Damm, Mariendorfer Damm 294, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt Tischenreuther Ring, (zwischen Waldsassener und Wiesauer Straße), Tirschenreuther Ring 40, 12279 Berlin-Marienfelde, Donnerstag von 12 bis 17 Uhr

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Editorial

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser in Tempelhof und anderswo

Wissen Sie, was Posamenten sind? Katrin Schwahlen hat mit dem Posamenten-Meister Günter Wagler gesprochen und lässt uns in der Titelgeschichte an seiner Kunst teilhaben.

Christoph Schröder stellt den Fotoband „Tempelhof in alten Bildern“ vor. Auch Brigitta Heinrich und Ralf Jacob haben Buchtipps.

Christoph Wilcken, der bekannte Kantor der Paulus-Gemeinde Tempelhof, geht demnächst in den Ruhestand. Wir würdigen seine Arbeit und besprechen sein neuestes und letztes Projekt.

Kurz vor den Wahlen müssen wir uns mit einer „Plakatkunst“ auseinandersetzten, die so trostlos ist, dass man sie nur noch weglachen kann. Lesen Sie auch die Kolumne von Ulrike Stutzky zum Thema.

Marlies Königsberg berichtet über das wiedereröffnete Restaurant Tramonto und das Café Goldfries an der Grenze zum Nachbarbezirk Kreuzberg.

Apropos: Haben Sie Lust beim tempelhofer journal mitzuarbeiten? Wir können Verstärkung gebrauchen. Werfen Sie einen Blick auf unseren Aufruf. 

Wir waren auf dem ersten Kiezflohmarkt in der John-Locke-Siedlung und haben fotografiert.

Wie immer im Heft: Unser Straßenrätsel, bei dem sie eine Flasche Monatswein der Tempelhofer Bücherstube gewinnen können.

Einen schönen Herbstanfang wünscht im Namen des gesamten Teams

Ihr Karl-Heinz Kronauer

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Kolumne

Wahlkampfshow und politischer Alltag

Kurz vor der Bundestagswahl hat sich beinahe die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger noch für keine der Parteien entschieden. Könnte also spannend werden, sollte man meinen. Nur ist von Wahlfieber nirgends etwas zu spüren.

Allerorten begegnet man politischem Frust und Parteienverdrossenheit. Ein großer Teil des Wahlvolkes meint keinen Unterschied zwischen den Parteien zu erkennen. Der Grundtenor ist: „Wahlen ändern nichts.“

Dabei kann man den Politikern zwar sicher Einiges vorwerfen, Untätigkeit in Zeiten des Wahlkampfes aber nicht. Überall tauchen sie auf, auf Plakaten und an Infoständen, in Talkshows und den sozialen Netzwerken. Trotzdem gelingt es Merkel, Schulz und Co. nicht, die Massen zu überzeugen, geschweige denn zu begeistern. Nirgends ist ein Obama in Sicht, kein Macron wird wie ein Superstar gefeiert. Stattdessen Langeweile.

Mit provokanten Dreistigkeiten, publikumswirksamen Selbstzerfleischungen und gestylten Spitzenkandidaten versuchen die kleinen Parteien zwar noch etwas Show zu machen, aber auch sie schaffen es nicht, mit politischen Ideen zu begeistern. Schlagworte werden aneinandergereiht, Binsenweisheiten ausposaunt, und über allem thronen die altbekannten Gesichter.

Wer jedoch von dieser Substanzlosigkeit des Wahlkampfes Rückschlüsse auf die Inhalte der Parteien ziehen will, verkennt Sinn und Zweck der Veranstaltung. So wenig wie Bonbonwerbung etwas mit seriöser Ernährungsberatung zu tun hat, so wenig hat Wahlkampf mit dem alltäglichen, oft zähen politischen Geschäft zu tun. Wahlkampf ist eine Tradition, mit der keine Partei brechen will. Wahlkampf gehört zu den Wahlen wie Sahne auf den Pflaumenkuchen. Sein Unterhaltungswert reicht jedoch nicht an den der Realityshows und Daily Soaps heran.

Vor allem aber sind Wahlkampf und politischer Alltag nicht identisch. Politik ist mehr als Talkshow-Auftritte, deutschnationale Bikinimädchen und flotte Sprüche. Oft ist Politik öde, kompliziert, unerfreulich, sie kann aber auch spannend und existenziell sein. Und Politik findet immer statt, auch wenn all die Wahlkampfplakate bereits eingestampft sind …

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