130 Jahre B.F.C. Germania 1888

Jubiläumsfeier nicht nur für Fußballfans!

Am 15.04.2018 wird der älteste noch existierende Fußballverein Deutschlands, der B.F.C. Germania 1888 aus Tempelhof, 130 Jahre alt. Die Brüder Paul, Max, Fritz und Walter Jestram gründeten mit einigen Mitschülern vom Askanischen Gymnasium den damals ersten deutschen Fußballverein. Zu dieser Zeit war Fußball in Deutschland noch wenig verbreitet. Die ersten Fußballspiele in Berlin wurden im Winter 1881/82 durch anwesende Briten ausgetragen. Da es noch keine eigenen Sportplätze gab, nutzte der B.F.C. zunächst das Tempelhofer Feld.

Germania hatte deutlichen Einfluss auf die Gründerzeit des Fußballs:

Früher: B.F.C Germania 1888 Gründungsmannschaft ©B.F.C. Germania 1888

Beim ersten deutschen Fußballverband, dem Bund Deutscher Fußballspieler (BDF), gewann Germania 1891 die erste (inoffizielle) deutsche Meisterschaft. Auch waren die beiden Germanen-Spieler Georg Demmler und Fritz Boxhammer an der Gründung des Berliner Fußball Verbandes und des Deutschen Fußball Bundes (DFB) aktiv beteiligt. Beim ersten offiziellen Länderspiel des DFB 1908 stand mit Torwart Fritz Baumgarten ein Germania-Spieler im Tor der deutschen Auswahl.

Dieser Tag der Vereinsgründung soll gefeiert werden:

B.F.C Germania 1888 1.Herren mit Trainer Michael Juhnke ©B.F.C. Germania 1888

Anlässlich des Vereinsjubiläums wird die I. Herren Mannschaft um 14.15 Uhr gegen den SSC Südwest II, auf dem Sportplatz in der Götzstraße Fußball spielen. Erwartet werden mindestens 130 Zuschauer und Fans, der Besuch vom Berliner Fußballverband sowie zahlreiche Presse- und Medienvertreter.

Rund um das Spiel: Es gibt viele Fanartikel, Stadionsprecher und Einlaufmusik sowie Einlaufkinder, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Harry Lehr (Medienbeauftragter)

Kontakt: B.F.C. Germania 1888 e.V., Götzstraße 34, 12099 Berlin, Infos rund um den Verein und das große Jubiläumsspiel auf https://www.facebook.com/Germania88/

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Kater Oskar vom MedienPoint

Viele interessante Veranstaltungen

Spürt Ihr es auch? Der Lenz kommt. Bei mir regen sich schon die ersten Frühlingsgefühle: Endlich wieder raus und die Natur genießen. In meinen vier Wänden, dem MedienPoint Tempelhof, ist in den nächsten Monaten auch einiges los:

Im April wird es maritim: Eine Ausstellung im Laden erinnert an den Untergang der RMS Titanic. Am 14. 04.1912 gegen 23.40 Uhr kollidierte die Titanic im Nordatlantik etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland seitlich mit einem Eisberg und sank zwei Stunden und 40 Minuten später.

Im Schaufenster weiter im April zu bestaunen eine Hommage des legendären Musicals Hair. Vor 50 Jahren, am 29.04.1968 hatte es Uraufführung.

Im Mai besuchen uns zwei ziemlich coole Typen: Ol‘ Blue Eye Frankie Sinatra und Ian Fleming. 20 Jahre ist der Tod von The Voice Sinatra nun schon her. An sein Leben –„I did it my way“-wird im Fenster erinnert. Der Geburtstag des britischen Schriftstellers, Journalisten und Geheimdienstlers Ian Fleming jährt sich zum 110. Mal. Anlass genug den Vater des einzig wahren Spions – Bond, James Bond – mit einer Ausstellung zu ehren.

Kontakt: MedienPoint Tempelhof-, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturrings in Berlin e.V., Telefon: 030/7889 3194, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 11-17 Uhr, mittwochs von 13.30-14.30 Uhr geschlossen! https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

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Weißgerber Lesezirkel aus Tempelhof

Heftstraße: Zeitschriften erhalten einen blauen Schutzumschlag, dieser dient zum Schutz und als Werbeträger ©Lesezirkel Weißgerber

Das Traditionsunternehmen beliefert Berlin mit Lesestoff

Die Situation kennt jeder: Man sitzt beim Arzt oder Friseur und wartet. Hat Zeit zu überbrücken, schaut sich um. Heutzutage wird dann oft das Smartphone gezückt und darauf herumgetippt – aber da gibt es noch eine andere, althergebrachte Möglichkeit: Man greift zu den ausliegenden Zeitschriften. Und diese haben in den meisten Fällen einen soliden blauen Umschlag und darauf steht „Weißgerber Lesezirkel“. Da kann man dann mit stillem Vergnügen in anspruchsvollen und auch weniger anspruchsvollen („Die lese ich nur beim Friseur!“) Magazinen blättern; ein kostenloser Service, den man gern in Anspruch nimmt.

Das Geschäftsmodell Lesezirkel ist so einfach wie smart. Der Lesezirkel vermietet Zeitschriften. An private Kunden ebenso wie an besagte Praxen, Geschäfte, Lokale, wobei der Mietpreis deutlich unter dem Kaufpreis liegt. Die jeweils neue Ausgabe wird ins Haus geliefert, das alte Heft mitgenommen und zu einem wiederum niedrigeren Preis an andere Kunden weitervermietet. So zirkulieren die Magazine bis zu vier (früher acht) Wochen lang. Berliner Marktführer in diesem Geschäft ist mit dem Weißgerber Lesezirkel ein Ur-Tempelhofer Unternehmen.

Lichtenrade. Ich sitze mit Lothar und Helga Weißgerber, den Seniorchefs des Betriebs, in ihrem gemütlichen Zuhause zusammen. Seit gut 60 Jahren ist das Paar verheiratet und die allermeiste Zeit davon ist es auch beruflich ein Team gewesen. Herr Weißgerber wirft ein paar Schlaglichter auf die Historie der Firma. 1925, in einer Zeit, als es in Berlin über 30 Lesezirkel gab, gründete sein Großvater das Unternehmen, das dann sein Vater weiterführte. Schon als Jugendlicher half Lothar Weißgerber ihm in der Firma. Zu zweit belieferten sie in den Nachkriegsjahren den Süden Berlins – mit Fahrrad und Anhänger. Diesem folgten Moped und Motorrad und in der zweiten Hälfte der 50er Jahre schließlich das erste vierrädrige Fahrzeug: ein Fiat 500; vollgepackt bis unters Dach. Sein Vater wurde krank und so rückte Lothar Weißgerber schon in jungen Jahren in die Verantwortung, verließ das Gymnasium, lernte Buchhaltung und Schreibmaschine, betrieb den Ausbau der Firma. „Das hat uns Spaß gemacht und den Kunden auch.“ In den 60er Jahren war der Teltowkanal die Grenze des Liefergebiets. Ab und zu wurde dann ein Lesezirkel aufgekauft, wenn Besitzer etwa aus Altersgründen aufhörten und so dehnte der Unternehmer, immer tatkräftig unterstützt von seiner Frau, nach und nach den Geschäftsbereich auf ganz Berlin aus.

Einblick in die Lagerhalle: Das Familienunternehmen ist seit 93 Jahren persönlicher Dienstleister für Mietzeitschriften ©Lesezirkel Weißgerber

Parallel dazu wuchs der Platzbedarf. In der Lichtenrader Steinstraße fing es an, aus Kellerräumen in der Saalower Straße zog die Firma in einen Laden in der Attilastraße, schließlich in ein Haus an der Buckower Chaussee. Seit 2012 sitzt die Firma nun in einer großen Halle in der Mohriner Allee.

Bei all den Veränderungen im Lauf der Jahrzehnte: Motor war ein Chef, dem Kunden- und Mitarbeiterfreundlichkeit immer gleichermaßen am Herzen lagen. Da wurden die Angestellten an heißen Tagen auch mal mit Eis verwöhnt, die Kunden selbst an Heiligabend noch beliefert. Lothar und Helga Weißgerber waren sich nie zu vornehm, selbst mit anzupacken – sei es im Lager oder bei der Lieferung. Vor gut zehn Jahren schließlich übergab Lothar Weißgerber die Firmenleitung an seine Tochter Ute.

Zu Besuch in einer freundlichen Firma

Mohriner Allee, Firmengebäude des Weißgerber Lesezirkels. An diesem kalten Wintervormittag sind die Fahrer schon unterwegs. Stapel von Zeitschriften lagern auf Schwerlastregalen. An der Wand hängen die alten Werbe- und Firmenschilder, künden von Tradition und dem Design vergangener Jahrzehnte. Unüberhörbar rattert die Heftstraße – das Herzstück der Firma. Hier wird aus einer druckfrischen Zeitschrift ein Lesezirkelexemplar, indem ihr der charakteristische blaue Umschlag verpasst wird. 150 000 Zeitschriften werden pro Monat ausgeliefert; 14 Fahrzeuge sind im Einsatz.

Familienfoto: Emil Weißgerber,
Gründer des Weißgerber Lesezirkel ©Repro: Karl-Heinz Kronauer

Im schicken Pausenraum erfahre ich von Inhaberin Ute Weißgerber-Knop weitere Details. Die 35 Mitarbeiter etwa, sind größtenteils schon Jahre und Jahrzehnte in der Firma, schätzen die familiäre Atmosphäre. Auch in Zeiten von Umsatzeinbußen bei vielen Medien erweist sich das Konzept Lesezirkel als krisenfest; heutzutage liegt es unter dem modischen Schlagwort „magazine sharing“ sogar wieder richtig im Trend. Man kann sowohl einzelne Zeitschriften mieten, als auch, für gewerbliche Kunden besonders interessant,

Senior-Chefs Helga und Lothar Weißgerber
mit Tochter, (4.Generation) Ute Weissgerber-Knop,
Inhaberin des Weißgerber Lesezirkel ©Lesezirkel Weißgerber

bereits fertig oder auch individuell zusammengestellte Zeitschriftenpakete, bestehend aus verschiedenen spannenden Publikationen. Lieferung und Abholung sind kostenfrei. Mit „Zeit-für-mich“- oder „Rund-um-fit-Paket“ kommen auch Zeitgeist und Lifestyle ins Haus. Und wenn man verreist, hat man die Möglichkeit die eigene Lieferung an soziale Einrichtungen zu spenden.

Stichwort Spende: Von seinem Erfolg gibt der Weißgerber Lesezirkel gern etwas ab. Die Firma unterstützt zahlreiche kulturelle und soziale Projekte und Initiativen. Jugendclub, Nachbarschaftsheim, Tierheim, die Stiftung Lesen, ein Appartementhaus für die kostenlose Unterbringung von Eltern, deren Kinder im Krankenhaus behandelt werden – sie alle profitieren von Geld- oder Sachspenden, der Verteilung von Info-Material, dem ehrenamtliches Engagement der Mitarbeiter.

Weißgerber Lesezirkel: Ein Unternehmen, auf das Tempelhof stolz sein kann. Christoph Schröder

Kontakt: WeißgerberLesezirkel, Mohriner Allee 30-34, 12347 Berlin Tel.: 030/740 748716, Info: www.weissgerberlesezirkel.de/

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Wer macht mit beim 11. Lichtenrader Kunstfenster?

Künstler für Kunstmeile entlang der Bahnhofstraße gesucht

Kreativität für den Lichtenrader Kiez: Auch in diesem Jahr vom 01. bis 29.09. wird die Bahnhofstrasse wieder zur Kunstmeile! 

Vernissage: am 01.09. um 15.30 Uhr auf dem Gelände der IKT Stadtindianer e.V. in der Mellener Straße 28, mit Kiezmusik.

Sylvia Zeeck und Horst Zeitler gehören zum Organisationsteam von Künstlern und Gewerbetreibenden aus Lichtenrade und suchen Künstlerinnen und Künstler in der Umgebung und angrenzenden Bezirken, die sich am 11. Lichtenrader Kunstfenster beteiligen. Die Schaufenster entlang der Bahnhofstraße verwandeln sich vom 01. bis 29. September wieder in eine große Galerie. Künstler zeigen ihre Werke in einem der Geschäfte, Banken oder anderen Einrichtungen in oder um die Bahnhofstraße. Die Geschäftsinhaber stellen den angemeldeten Künstlern ein Plätzchen in den Fenstern und ihren Räumen zur Verfügung. Die Besucher können bei einem Einkaufsbummel eine breite Vielfalt an Kunst und künstlerischen Stilen, angefangen von Malerei über Grafik bis Fotografie, besichtigen. Jahr für Jahr beteiligen sich mehr interessierte Aussteller und können ihre Arbeiten somit der Öffentlichkeit präsentieren. Interessierte bewerben sich schriftlich bis zum 30.04.2018. Marlies Königsberg

Kontakt: Bewerbungsbögen downloaden unter www.lichtenrader-kunstfenster.de oder persönlich bei Lederwaren Tiedtke, Bahnhofstrasse 39, 12305 Berlin abholen und dort ausgefüllt wieder abgeben oder Ansprechpartner: Horst Zeitler, per E-Mail: zeitlerkunst@online.de, Telefon: 030/7005 964, Sylvia Zeeck, Telefon: 030/3221 374

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DP-Camp in Mariendorf

Juden die nach Deutschland flohen

Vertreter der Fluchthilfeorganisation Brichah im UNRRA-Lager Berlin-Mariendorf, ca. 1946 ©Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Chaim Stein

Der Krieg war verloren, Deutschland lag in Schutt und Asche!

Als die Alliierten im Mai 1945 Deutschland besetzten, befanden sich im Bereich der westlichen Besatzungszonen etwa sieben bis acht Millionen sogenannte Displaced Persons (DPs). Das waren diejenigen, die infolge des Krieges aus ihrer Heimat vertrieben, verschleppt, oder geflohen waren: Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge.

Nicht dazu zählten Millionen deutscher Flüchtlinge wie beispielsweise Schlesier oder Sudetendeutsche.

Trotz erheblicher logistischer Schwierigkeiten gelang es den westlichen Alliierten über 6 Millionen DPs zu repatriieren. Etwa eine Million wurde als nicht rückschickbar angesehen. Dabei handelte es sich um Polen und Sowjetbürger, die nach der Zwangsarbeit nicht in ihr Heimatland zurückkehren wollten sowie um Osteuropäer, die freiwillig für die Deutschen gearbeitet hatten.

Eine relativ kleine Gruppe stellten die jüdischen Überlebenden dar. Völlig entkräftet hatten sie die Torturen in den Konzentrationslagern überstanden oder versteckt im Untergrund überlebt.

Nach Kriegsende waren die Überlebenden zwar befreit, allerdings ohne frei zu sein; das Lagerleben setzte sich fort. Kein geregeltes Essen, keine Kleidung, aber wiederum Bewachung.

Die deutschen Kriegsverlierer hatten meistens anständig zu essen, waren leidlich gekleidet, hatten keine Skrupel wegen des verursachten Krieges und frönten weiterhin ihrem entsetzlichen Rassismus.

Trotzdem kamen immer mehr Juden nach Deutschland, allerdings nicht, um sich hier nieder zu lassen, sondern als Teil einer großen Fluchtbewegung. Der traditionelle Antisemitismus trug Früchte und wurde noch durch die Befürchtung gesteigert, die Juden würden ihr Eigentum zurückfordern. In West- und in Osteuropa ereigneten sich zahlreiche Pogrome denen über 1000 Personen zum Opfer fielen.

Ziel war nicht Deutschland, sondern hauptsächlich die US-Zone, deren DP-Camps als Sprungbrett in eine bessere Zukunft galten.

Die Berliner Camps befanden sich in Wittenau, Schlachtensee und seit 1946 auch in Mariendorf, zwischen dem Häuserblock Eisenacher Straße, Rixdorfer Straße, Dirschelweg und Äneasstraße. In zwei Bus-Wartehäuschen in der Eisenacher Straße Ecke Rixdorfer Straße erinnern zwei identische Gedenktafeln mit Fotos an die von 1946 bis 1948 hier errichteten Lager für jüdische Displaced Persons (DPs). Auf dem Foto (oben), die Einfahrt zum UNRRA-Lager an der Eisenacher Straße und (unten) auf einem Motorrad spielende Kinder in der Äneasstraße.

Mit Beginn der sowjetischen Blockade Juni 1948 und den damit auftretenden Versorgungsproblemen beschlossen die Alliierten, die drei DP-Lager in West-Berlin aufzulösen. Über 5000 Bewohner der Camps wurden mit zurückfliegenden „Rosinenbombern“ ausgeflogen.

Nahezu 100.000 jüdische Menschen aus Ost-Europa nutzten die Berliner Lager als Transitmöglichkeit für die Reise nach West-Deutschland um von dort aus Palästina zu erreichen und den Staat Israel zu gründen. Nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten hatten die Bewohner in den Lagern unter neidvollen deutschen Blicken ein reiches kulturelles Leben mit Theater, Orchester, eigener Zeitung, Kindergarten, Sportvereinen und eigener Gerichtsbarkeit geschaffen. Erst das Ende des Unabhängigkeitskrieges 1949 und die Lockerung des amerikanischen Einwanderungsgesetzes ermöglichte den Flüchtlingen die Reise ins „gelobte Land“. Karl-Heinz Kronauer

Flucht nach Berlin“
-Jüdische Displaced Persons
1945-1948, von
Angelika Königseder,
Metropol, 25,09 €

„Als die Juden
nach Deutschland
flohen“-Ein
vergessenes Kapitel
der Nachkriegsgeschichte
von Hans-Peter-Föhrding/
Heinz Verfürth,
KiWi, 24 €

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Sportschule und 1. Judo-Welt-Museum in Mariendorf

Verleihung 10. Dan an Judoka Lothar Nest

Judoka Lothar Nest: Träger des 10. Dan ©Marlies Königsberg

Judoka Lothar Nest: Träger des 10. Dan ©Marlies Königsberg

Das tempelhofer journal besuchte 2015 Lothar Nest und berichtete in einer Titelgeschichte über ihn. Am 03. März wurde Lothar Nest die höchste Ehrung und Auszeichnung, der 10. Dan im Goshin-Jitsu, von der IFAK (Internationaler Fachverband für asiatische Kampfsportart) vom Präsidenten Siegfried Lory (10. Dan) verliehen. Außerdem besteht seine Sportschule in diesem Jahr 45 Jahre – Anlass für einen wiederholten Besuch!

Eine lebende Legende blickt stolz auf ein erfolgreiches Sportleben zurück: Der 74 jährige Lothar Nest ist seit 58 Jahren Judokämpfer und Selbstverteidigungsexperte. Seine aktive Kampfzeit endete 1987. Seit 1973 ist er Inhaber und Trainer der Sportschule mit angeschlossenem Verein SC Nest 73. Zugleich ist er Museumsführer im seit 12 Jahren bestehenden 1. Judo-Welt-Museum in Mariendorf. Hier hat er Preise und Medaillen von Olympiasiegern und Weltmeistern sowie unzählige Fotos, Zeitungsausschnitte, und viele Raritäten zusammengetragen.

Lothar Nest zählt zur Elite der Judo-und Jiu-Jitsu-Kämpfer: Er erhielt den 2. Dan 1969 in Japan, 2008, 2009, 2012 und 2018 die siebenfache Auszeichnung 9. Dan für verschiedene Disziplinen, wobei die Gürtelfarbe für den 9. und 10. Dan rot ist. Rund 150 Gäste feierten mit ihm, darunter befanden sich Welt-, Europa- und Deutsche Meister. Marlies Königsberg

Kontakt: Sportschule Lothar Nest, Alt-Mariendorf 19 -21, 12107 Berlin, Telefon: 030/7054 128, Besichtigung Judo-Museum: von Mo bis Do jeweils von 16 bis 21 Uhr geöffnet, bitte telefonisch anmelden, Eintritt ist frei, Info: www.lothar-nest.de/

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Medienpartner

Sommersemester im 70. Jubiläumsjahr

OFFENER HÖRSAAL der Freien Universität Berlin

Die Freie Universität feiert in diesem Jahr ihr 70. Jubiläum und bietet im diesjährigen Sommersemester wieder öffentliche Vorlesungen für interessierte Gasthörer an.

Zur Auswahl stehen drei Ringvorlesungen. Das tempelhofer journal begleitet das Projekt als Medienpartner. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist für alle Vorlesungen frei.

Termine der Vorlesungen für die breite Öffentlichkeit

Ex-Zentrische Religionen:

Transformation des Religiösen in Literatur, Philosophie und Kunst

Mittwochs: 18 bis 20 Uhr, Beginn: 18.04.2018, Gebäudekomplex, Fabeckstraße 23/25, Seminarräume 2.2058/59 (2.OG), 14195 Berlin

Nobelpreisträgerinnen: 14 Schriftstellerinnen im Portrait

Dienstags: 18.15 bis 19.45 Uhr, Beginn: 17.04.2018, Gebäudekomplex Habelschwerdter Allee 45, Hörsaal 2, 14195 Berlin

Die Macht der Toten: Literatur, Politik, Geschichte

Montags: 18 bis20 Uhr, Beginn: 16.04.2018, Gebäudekomplex Fabeckstraße 23/25, Hörsaal -1.2009 (UG), 14195 Berlin

Kontakt: Freie Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Geschäftsstelle OFFENER HÖRSAAL, Otto-von-Simson-Straße 13, 14195 Berlin,

Info: Veranstaltungsprogramm Sommersemester 2018: www.fu-berlin.de/offenerhoersaal, zum Jubiläumsjahr: www.fu-berlin.de/70jahre

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Rätsel

Welche Tempelhofer Straße ist gemeint?

Malen konnte er schon, der Kleine, und besuchte zu Gymnasiumzeiten die Kunstakademie. Im Alter von 51 Jahren wurde er Professor in Berlin und 11 Jahre später zum Direktor einer renommierten Kunstakademie berufen. Wer war der begnadete Maler von Lebewesen nach dem in unserem Bezirk eine Straße benannt ist? Viel Spaß beim Raten!

Ihre Lösung senden Sie bitte bis zum 23.04.2018 an Karl-Heinz Kronauer/ „tempelhofer journal“, John-Locke-Straße 18a, 12305 Berlin oder per E-Mail an: info@tempelhoferjournal.de.

Gesucht war die Straußstraße, benannt nach dem Komponisten Johann Strauß (Vater). Richtig geraten und gewonnen hat unserer Leser Johannes Frey, aus 12101 Berlin. Herzlichen Glückwunsch, Herr Frey! Sie haben eine Flasche Wein gewonnen. Bitte rufen Sie die Redaktion an (Telefon: 030/5887 7452 oder 0173/8086 016), damit wir die Übergabemodalitäten besprechen können.

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Brigitta Heinrichs Leseecke

Sophie Hénaff: Kommando Abstellgleis

Anne CapestanIm Pariser Hauptkommissariat wird eine neue Brigade gegründet. Alle Unbequemen (Alkoholiker, Unangepasste, Leute, die ihren Chefs am Zeug flicken können, weil sie zu viel wissen, Depressive, Gefährliche, die zu schnell schießen) landen dort unter der Leitung von Anne Capestan. Sie werden in eine heruntergekommene Wohnung abgeschoben und sollen unaufgeklärte Fälle bearbeiten. Sie können es auch lassen, Hauptsache, sie sind aus dem Weg. Dennoch wühlen sie sich durch die vergessenen Fälle und finden zwei Morde, die nachlässig bearbeitet wurden. Der Ehrgeiz ist geweckt. Die Aufklärung führt in die Vergangenheit und bis in die höchsten Polizeikreise. Dies ist ein origineller Krimi mit skurrilen Charakteren.
carl’s books 2017, broschiert, 349 Seiten, 14,99 €

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im Januar/Februar 2018
  1 – Die Hauptstadt, Robert Menasse, 459 S., Suhrkamp, 24 €
  2 – Tyll, Daniel Kehlmann, 480 S., Rowohlt, 22,95 €
  3 – Die Zweisamkeit der Einzelgänger, Joachim Meyerhoff, 416 S.,

        Kiepenheuer & Witsch, 24 €

  4 – Ein Leben ist zu wenig, Gregor Gysi, 583 S., Aufbau Verlag , 24 €
  5Wiener Straße, Sven Regener, 297 S., Galiani, 22 €
  6 – Die Jahre, Annie Ernaux, 255 S., Suhrkamp, 18 €
  7 – Die Ermordung des Commendatore 01, Haruki Murakami, 480 S.,

        Dumont Buchverlag, 26 €

  8Leere Herzen, Juli Zeh, 350 S., Luchterhand, 20 €
  9 – Wer war Ingeborg Hartmann, Ina Hartwig, 320 S., S. Fischer, 22 €
10 – Die Geschichte des verlorenes Kindes, Elena Ferrante, 614 S.,

        Suhrkamp, 25 €

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Donna Hay – Von Einfach zu Brillant

Standardrezepte neu interpretiert

Donna HayImmer wieder Donna Hay! Wieder hat eine der erfolgreichsten Kochbuchautorinnen ein neues Buch veröffentlicht. Diesmal geht es um Standardrezepte; ihre besten. Jedes Gericht präsentiert sie detailliert und nachkochbar. Und zum Schluss warten noch Überraschungen auf Sie, den Leser. Lassen Sie sich überraschen, wie die Basics zum raffinierten Gericht werden. Das alles wurde wieder in bewährter Manier grafisch umgesetzt. Die brillanten Fotos steuerte William Meppem bei. Ralf Jacob

AT Verlag, 39,90 €

  • Hähnchenschnitzel
  • Zutaten für 4 Personen
  • 300 g Sauerteigbrot, grob zerkleinert
  • 1 EL fein abgeriebene Zitronenschale
  • 2 EL Thymianblätter
  • 35 g Mehl
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL Milch
  • 4 Hühnerbrustfilets, längs halbiert
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Das Brot mit Zitronenschale und Thymian im Blitzhacker zu feinen Bröseln mahlen und diese auf ein Brett verteilen.

Mehl, Salz und Pfeffer mischen.

Die Eier mit der Milch verrühren.

Die Hähnchenfilets mit dem Fleischklopfer 5 mm dünn klopfen. Jedes Schnitzel zuerst in der Mehlmischung wälzen, dann in der Eiermilch wenden und durch die Bröselmischung ziehen.

Eine große beschichtete Pfanne 3 cm hoch mit Öl füllen und dieses bei hoher Temperatur erhitzen. Die Hähnchenschnitzel portionsweise unter Wenden 3-4 Minuten goldbraun und gar braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

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