Zehn Jahre Suppenküche Lichtenrade

Die Suppe gibt´s am Sonntag

Gute Geister: Das Team der Suppenküche Lichtenrade hilft gern. ©Thomas Moser

Gute Geister: Das Team der Suppenküche Lichtenrade hilft gern. ©Thomas Moser

Die Suppenküche Lichtenrade e. V. ist eine bekannte Institution im Berliner Süden. In einem Bungalow am Graben in der Finchleystraße 11 werden Sonntag für Sonntag ungefähr 150 Suppen und ein gesunder Nachtisch ausgegeben.
Im April 2005, startete die Lichtenrader Suppenküche. Die Idee hatte bereits 2003 der inzwischen verstorbene ev. Seelsorger Ernst-Ludwig Koch. Es fing zunächst mit 10 ehrenamtlichen Helferinnen an. Die erste bunte Gemüsesuppe und ein Obstsalat verteilte man am 04.09.2005 an ca. 10 Gäste . Ein bedeutsamer finanzieller Anschub wurde von der katholischen Salvator – Gemeinde geleistet. Viele „Kleinigkeiten“ waren zu organisieren um ein Großkücheninventar zu erwerben, selbstverständlich unter Berücksichtigung hygienischen Vorschriften.

Eine warme Suppe ohne Ansehen der Person
Jeder, der Hilfe benötigt, bekommt sie und ein kostenfreies warmes Essen. Die Essensausgabe und die anschließende Lebensmittelausgabe erfolgen ohne Ansehen der Person, des Alters, der Herkunft und Religion. Verzichtet wird ganz bewusst auf den Nachweis der finanziellen Bedürftigkeit. Man ist überzeugt, dass sich die Menschen nicht ohne Not in beengten Räumlichkeiten essen. Die Leiterin der Suppenküche Alex Benkel-Abeling: „Bitte glauben Sie mir, dass man den Menschen die Armut leider allzu oft ansieht.“ Auch durch Krankheit in Armut geratene Mitbürger, viele Rentner, gehören zum Kundenkreis der Suppenküche.

Ehrenamtliche Hilfe und Spenden
Zurzeit sind ca. 50 ehrenamtliche HelferInnen aktiv. Hilfe wird beim Transport der Lebensmittel, bei der Essenszubereitung oder Ausgabe sowie zur Pflege der Website, www.suppenkueche-lichtenrade.de benötigt. Die Lebensmittelspenden werden jede Woche am Freitag und Samstag eingesammelt und am Sonntag wird die Suppe gekocht und die Lebensmittelausgabe vorbereitet. Ab 12 Uhr beginnt die Essensausgabe. Für viele Menschen ist die Suppenküche mittlerweile auch ein wichtiger sozialer Treffpunkt geworden. Lebensmittelspenden der Geschäfte sind die wichtigste Grundlage, ohne kann es keine Suppe geben. Die Geld-Spendenquellen sind genauso wichtig und über Einzelspenden freuen man sich auch Als regelmäßige Spenden kann auf die von Kunden nicht eingelösten Pfandbons von EDEKA-Reichelt in der Goltzstraße und von EDEKA-Gayermann am Schichauweg (Barnetstraße 41/42) zurückgegriffen werden. Darüber hinaus organisieren die ehrenamtlichen HelferInnen Beköstigungsstände z. B. beim Lichtermarkt. Diese Einnahmen werden für die Kosten in der Suppenküche benötigt. Sie hat viel Kontakt zu Vernetzungs-partnern, die bei Umbauten und Reparaturen die Einrichtung tatkräftig unterstützen. Neue Mitglieder sind im Förderverein der Suppenküche herzlich willkommen.

Suppenküche macht mehr als Suppe!
Mit dem Georg-Büchner-Gymnasium besteht eine enge Kooperation. Im Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“ lernen die Schüler, dass man ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe gibt es. Junge Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, leisten Sozialstunden ab. Die Suppenküche leistet in diesem Rahmen eine Arbeit mit pädagogischen Ansätzen.

Die Zukunft der Suppenküche
Armut hautnah auch in Lichtenrade, Die Suppenküche ist eine soziale Einrichtung, die nicht mehr wegzudenken ist. Sorge machen die Räumlichkeiten, sie sind an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die Zukunft wird zeigen, ob es hier Möglichkeiten einer räumlichen Veränderung gibt. Der mit 1000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg wurde der Suppenküche Lichtenrade Ende Februar übergeben. Wir gratulieren!  Thomas Moser

Info unter: http://www.suppenkueche-lichtenrade.de

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