Vivantes Hospiz in Tempelhof

Einrichtung zur Sterbebegleitung

Blickfang: Patienten-und Gästelounge, im Hintergrund ein buntes Glasfensterbild  mit der Aufschrift: „Paradies“.©Karl-Heinz Kronauer

Blickfang: Patienten-und Gästelounge, im Hintergrund ein buntes Glasfensterbild mit der Aufschrift: „Paradies“.©Karl-Heinz Kronauer

Das Vivantes Hospiz befindet sich seit 2012 in einem mehrgeschossigen, fast hundert Jahre alten Ziegelbau auf dem Gelände des Wenckebach-Krankenhauses in Tempelhof. Vivantes ist einer der ersten großen kommunalen Krankenhauskonzerne, die ein Hospiz aufgebaut haben.
Das aufwendig renovierte, künstlerisch und farblich sehr ansprechende Haus bietet auf dem parkartig angelegten Anwesen in sechzehn Einzelzimmern ausreichend Platz für Patienten und Besucher. Die Zimmer sind so möbliert, dass sie eine optimale Pflege zulassen und trotzdem wohnlich eingerichtet sind. Eine Doppelschlafcouch für die Übernachtung von Angehörigen oder Freunden ist in jedem Zimmer vorhanden. Auch Telefonanschluss, Flachbildfernseher und Internetzugang stehen zur Verfügung. Eingerichtet wurden die Räume von den Planern und dem Künstler Anton Henning, der das Farbkonzept der Räume begründete und die Lounge in der ersten Etage künstlerisch und ästhetisch auf den Punkt gebracht hat. Zweiundzwanzig angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie derzeit 38 Ehrenamtliche, sorgen für das Wohlergehen der Patienten. Die Hündin Celly vom Hundebesuchsdienst der Malteser bringt alle 14 Tage besondere Abwechslung ins Hospiz.
Regelmäßige Veranstaltungen musikalischer und geselliger Art bieten den Patienten Unterhaltung und Zerstreuung.

Einladend: Hospizgebäude mit großer Sonnenterrasse zum Verweilen an der frischen Luft, umgeben von einer schönen Parkanlage.©Monique Wuestenhagen

Einladend: Hospizgebäude mit großer Sonnenterrasse zum Verweilen an der frischen Luft, umgeben von einer schönen Parkanlage.©Monique Wuestenhagen

Die schwerstkranken Patienten können bei schönem Wetter und guten klimatischen Bedingungen auf eine große Terrasse geschoben werden und so den direkten Kontakt mit der Natur genießen. In der Sterbebegleitung geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen Patienten und Angehörigen und geben emotionale Unterstützung.
Wer kann im stationären Vivantes Hospiz aufgenommen werden?
•Personen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden und nach menschlichem Ermessen nur noch eine kurze Lebenserwartung haben.
•Eine Betreuung im häuslichen Bereich ist nicht mehr möglich.
•Eine Krankenhausbehandlung darf nicht erforderlich sein, die spezielle palliative und pflegerische Versorgung ist gewährleistet.
•Ein Arzt muss die Notwendigkeit eines Hospizaufenthaltes bescheinigen.
Nur 90 Prozent der Leistungen eines Hospizes werden von der Krankenkasse übernommen. Zehn Prozent müssen durch Spenden finanziert werden. Deswegen ist das Vivantes Hospiz wie jedes andere Hospiz, auf Spenden angewiesen. Viele Firmen und Privatpersonen unterstützen das Haus. Die Belegschaft und die Kunden des Tempelhofer Karstadt-Kaufhauses sind hier besonders aktiv. In allen Abteilungen wird zu Spenden aufgerufen. Der Blumenstand „Blumen-Müller“, Tempelhofer Damm, Ecke Kaiserin-Augusta-Straße, stellt wöchentlich kostenlose Blumengebinde zur Verfügung.
„Das“, findet Dr. Gabriele Tiede, die Geschäftsführerin der Vivantes Hospiz gGmbH, „zeigt, dass unsere Arbeit wirklich respektiert und geschätzt wird. Wir freuen uns über jegliche Hilfe. Diese besondere Art aktiver Unterstützung ist für uns sehr wichtig.“ Karl-Heinz Kronauer

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