Tempelhof lebt!

Ein Blick auf die viel befahrene Manfred-von-Richthofen-Straße, aber mit guten Parkmöglichkeiten, es lässt sich hier ruhig Wohnen und Leben. ©Sönke Tollkühn

Vom Platz der Luftbrücke
bis Adolf-Scheidt-Platz

Auf Entdeckungstour in der

SchildWEB

 

 

Die Manfred-von-Richthofen-Straße verläuft in einem Bogen westlich des Tempelhofer Damms, in den sie auch kurz vor Ringbahn und Stadtautobahn einmündet. Ihren Anfang hat sie am nördlichen Rand des Bezirks, am Platz der Luftbrücke. Genau hier wurde ab 1911 mit der Bebauung des Tempelhofer Feldes begonnen. Die beiden halbrunden „Torhäuser“ am Platz der Luftbrücke bilden gewissermaßen den Eingang in die Gartenstadt Neu-Tempelhof, dessen zentrale Achse die Manfred- von-Richthofen-Straße (bis 1936 hieß sie Hohenzollernkorso) bis heute bildet.
Die beeindruckenden Mietshäuser im nördlichen Teil der Straße beherbergen eine
Vielzahl von Dienstleistungen und Geschäften. Der traditionelle Einzelhandel ist hier
immer noch stark, auch wenn es in den letzten Jahren einige Probleme mit neuen Eigentümern und steigenden Mieten gab. Eine Reihe von Ladengeschäften stand leer. Diese Krise scheint überwunden. Der geneigte Kunde kann auf dem kurzen
Abschnitt zwischen dem Platz der Luftbrücke und dem Adolf-Scheidt- Platz (weiter südlich folgt reine Wohnbebauung, oft Ein- oder Zweifamilienhäuser)
eine Vielzahl von Bedürfnissen stillen. Schauen wir uns doch mal ein wenig um.

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Namensgeber: Freiherr Rittmeister von Richthofen 1892-1918.

Was man hier allein für seine äußere Erscheinung tun kann! Den Berlinern wird ja gern eine gewisse Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit betreffs des eigenen Erscheinungsbildes nachgesagt. Die Richthofen- Straße straft diese These Lügen! Allein vier Friseurläden, darunter der Friseursalon „Lünser“ und „Studio 8“, werkeln hier im Dienste einer schönen Haartracht. Dazu gesellen sich drei Kosmetikstudios, wie „Kirstin Papadopoulos“ und „Margrit Müller“. Es sollen schöne Fingernägel sein? Auch dies ist auf der Richthofen-Straße zu haben, zweifach. Neu einkleiden können sich Mann und Frau bei „Micano“
oder Frau in der „Mirenka-Damenboutique“. Wo wir gerade beim Outfit sind: Braucht selbiges eine Reinigung oder das Schuhwerk eine Reparatur – beides kann hier in Auftrag gegeben werden. Zum persönlichen Stil gehört für den einen oder die andere auch die passende Brille – auf zu „BrillenFlair“ oder zur „Brillenstube“! Die Damen können
ihre Figur bei „MRS. SPORTY“ optimieren. Und schließlich kann man beim „Juwelier & Goldschmied“ mal nach Schmuck gucken. Nächstes großes Thema: Das leibliche Wohl. Darum kümmern sich „Butter Lindner“, der große türkische Supermarkt „eurogida“ am Platz der Luftbrücke, ein wohlsortierter Obst- und Gemüseladen, diverse Bäcker (auch in der Ausprägung Öko/Bauernbrote), neuerdings auch ein großer Bioladen mit Café „Grünschnabel“ und – in Berlin nicht mehr häufig anzutreffen – eine Fleischerei, „Genz“ mit Namen. Dort ist um die Mittagszeit ordentlich Betrieb, dort wird gespachtelt;
die verschiedenen Mittagsgerichte überzeugen durch Qualität und Quantität.
Womit wir einen fließenden Übergang zur Gastronomie geschaffen hätten: Bei „Kang Feng“ gibt es chinesische Küche, ein paar Häuser weiter kommen Sushi-Liebhaber auf ihre Kosten. Der schnelle Döner wird ebenso angeboten wie traditionelles Frühstück im „Frühstückshaus“ oder türkische Teigtaschen im „Manti-Haus“. „Pirandello“ bietet von Pizza bis zu Eis allerlei Italienisches, „Fräulein Frost“ heißt einer dieser neuen, innovativen Eisläden, die jetzt überall aufmachen; die „Eisfee“ lugt aus einer geradezu winzigen Ladenfront heraus. Im „Luftbrücke Café“ sitzt es sich gemütlich, genauso wie bei „Madame Tee“. Und wer gern in die Kneipe geht, dem sei das „Keine Eile“ oder die „Alt-Berliner-Bierstuben“ empfohlen. Drei Apotheken, darunter die „Richthofen-Apotheke“, fünfundzwanzig Arztpraxen, ein Hörgeräteakustiker sowie ein Sanitätshaus stellen die ortsnahe gesundheitliche Versorgung sicher. Rechtsstreitigkeiten?

„La Dolce Vita“: Gemütlich draußen Sitzen, Eis oder Pizza essen. ©Sönke Tollkühn

„La Dolce Vita“: Gemütlich draußen Sitzen, Eis oder Pizza essen. ©Sönke Tollkühn

Auch viele Anwälte mit ihren diversen Spezialgebieten sind hier ansässig, darunter die „Rechtsanwaltskanzlei & Notariat Montag“, „RA Kubacki“ sowie der „Fachanwalt für Sozialrecht Worbs“. Ein Blumenstrauß gefällig? Drei Floristen und die „Garagengärtnerei“
bieten ihre Dienste an. Und schließlich: „Elektro-Kelling“ trotzt mit exzellenter Beratung und Service den marktbeherrschenden Ketten, „La dolce velo“ tut selbiges mit Fahrrädern; die „Tempelhofer Bücherstube“ bietet geistige

Flaniermeile: Hier kann man Einkaufen, Essen und Trinken sowie Spazieren. Neue und alte Geschäfte haben es geschafft ihre Kunden zu halten. ©Sönke Tollkühn

Flaniermeile: Hier kann man Einkaufen, Essen und Trinken sowie Spazieren.
Neue und alte Geschäfte haben es geschafft ihre Kunden zu halten. ©Sönke Tollkühn

Kost. Brauchen Sie Visitenkarten oder Druckwerke für Ihre Familienfeier? Die „Druckerei Müller“, in der Nr. 19 (Ecke Bayernring) fertigt wunschgemäß alles für Sie an. Hier hat auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller sein Wahlkreisbüro, mit regelmäßigen Bürgersprechstunden. Schreib –und Bürobedarf gibt es im „Papierhaus Korso“. Der
Malermeister „Kokot“ verschönert bei Ihnen Haus und Heim.
Fazit: Die Manfred-von-Richthofen-Straße ist eine vielseitige Einkaufsstraße
mit einer großen Zahl von Angeboten, lebendig und frequentiert, aber nicht hektisch sondern gemütlich und nachbarschaftlich. Etwas zu entdecken und zu genießen gibt es hier immer! Christoph Schröder

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