Kolumne

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Eine Zeit der Besinnung –
„Refugees welcome“

Die Tage werden kürzer und das Wetter trister. Die sprichwörtliche Zeit der Besinnung naht. Es ist eine Zeit, sich klarzumachen, was wir alles haben, was uns wichtig ist – und was andere Menschen nicht haben.
Nutzen Sie die Zeit um sich selbst die wirklich wichtigen Dinge zu fragen:
Woher komme ich? Wer bin ich? Wie wurde ich zu dem, der/die ich heute bin? Wer gibt mir die Kraft, die täglich in mir steckt? Freuen Sie sich über Ihre hoffentlich lang anhaltende Gesundheit, denn diese und vor allem ihre Lieben sind es, worauf es im Leben wirklich ankommt.
All dies haben die Flüchtlinge, die zu uns kommen, häufig nicht. Sie sind aus Kriegsgebieten über Wochen hinweg geflohen, an Leib und Seele verwundet, traumatisiert. Sie haben häufig große Ängste, Ängste um das schiere Überleben ihrer Familie – Ängste, die viele von uns nicht annähernd kennen.
In den vergangenen Monaten haben viele Bürger und Bürgerinnen in überwältigender Weise gezeigt, dass sie Menschen auf der Flucht mit Herz und Wärme begegnen, dass sie helfen wollen. Andere haben zeitgleich deutlich gemacht, dass es in unserer Gesellschaft immer noch viel Fremdenhass, Rechtspopulismus und Rassismus gibt.
Sich begegnen, sich zuhören, sich austauschen ist eine Möglichkeit, um Menschen Ängste zu nehmen. Dazu passt doch die besinnliche Zeit des Advents, passt Weihnachten. Bitte seien Sie so mutig und stark wie in Ihrem Alltag und gehen Sie Schritte auf die Flüchtlinge zu. Lernen Sie ebenso starke Menschen kennen, die vielleicht etwas anders in Kultur und Lebensweise sind, die aber ebenso wie Sie ein Herz und den Wunsch nach Frieden haben.
Wir alle wollen glücklich sein, lachen, uns geborgen und wohlfühlen. Dazu brauchen wir unsere Mitmenschen, brauchen ihre Zuneigung und Freundschaft. „Von nichts kommt nichts“ – ein passendes Sprichwort in diesem Kontext. Darum bitte ich Sie herzlich: Geben Sie jedem Menschen eine Chance – denn jeder Mensch ist gleich viel wert.
Möglichkeiten des Engagements finden Sie unter:
http://www.mechthild-rawert.de/inhalt/2015-10-20/hilfe_f_r_gefl_chtete_menschen_in_tempelhof_sch_neberg
Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben einen frohen Advent und ein fröhliches Weihnachtsfest.

Borchardt_Marke

 

 

November, Kalender, Dezember

Es gibt einen dreizehnten Monat – wussten Sie das? Jedenfalls bei uns in der Apotheke. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich das Jahr dem Ende zuneigt. Da werden stöhnend und schnaufend Kartons über Kartons aus dem Keller gewuchtet und die gesamten Kassenplätze umgeräumt, um Platz für die so beliebten, kostenlosen Jahresweiser zu schaffen. Es gibt sie mit Aquarellmotiven (viele unserer Kunden sind Hobbymaler und nutzen die Motive begeistert als inspirierende Vorlagen, und der Hundertjährige Kalender auf den Rückseiten stimmt nahezu immer!), oder mit Küchenrezepten und mehr Platz zum Schreiben – das ist ganz wichtig! Auch die unentbehrlichen Notdienstkalender für Tempelhof oder Gesamt-Berlin sind im Taschenformat und verschiedenen Umschlagfarben zu haben (und oftmals zuverlässiger als das Internet!), oder eine Jahresübersicht in Spielkartengröße für die Brieftasche.

Mancher Versuch, dem Kunden die vielen Variationen zu unterbreiten, sorgt im trubelig-lauten Vorweihnachtsbetrieb für unfreiwillige Lacher. Ein Beispiel: „In welcher Farbe möchten Sie den Taschenkalender denn? Es gibt ihn in rot, grün, schwarz, weiß…“ – „Schwarzweiß, bitte!“ antwortet pfeilschnell die stilbewusste Kundin. Oder: „Möchten Sie einen Kalender für die Wand? Oder für die Tasche?“ „Für die Küche!“ kommt es im Brustton der Überzeugung zurück. Oder : „Ham Se schon Kalender?“ – „Aber ja. Möchten Sie ihn zum Anhängen?“- „Ach nein, ich trag ihn lieber selbst.“ Manchmal hat man Mühe, ernst zu bleiben…
Auch die Verwandtschaft manches Kunden scheint sich in der Adventszeit urplötzlich enorm vergrößert zu haben. „Ich brauch noch einen für meine Mutter … und den Schwager … ach ja, meine Cousine, und die Nachbarin – die braucht zwei!!“ (Dass die Nachbarin vor fünf Minuten bereits hier gewesen war und drei Stück mitgenommen hatte, wird nachsichtig gesehen …)
Wir freuen uns, unseren Tempelhofer Kunden mit diesen Kalendern eine kleine Freude zu bereiten und uns damit für Ihre Treue bedanken zu können. Kommen Sie gesund durch die Weihnachtszeit – und gut ins Neue Jahr!

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