Nutzungskonzept für die Alte Mälzerei

Bauphase und Ideen

Beim ökumenischen Umweltfest konnte jeder, der wollte einen Blick in die Alte Mälzerei in Lichtenrade werfen. Der neue Besitzer des fünfgeschossigen Backsteinbaus ist Thomas Bestgen, Unternehmer und Geschäftsführer der UTB Projektmanagement und Verwaltungsgesellschaft mbH. Anhand von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen sowie eines Objektmodells wurde die Entwicklung des Geländes rund um die Alte Mälzerei erklärt.

 

Thomas Bestgen, Eigentümer der Alten Mälzerei gab Einblicke in den aktuellen Planungsstand © Marlies Königsberg

In den Jahren 1897/1898 wurde das Gebäudeensemble errichtet. Es besteht aus einem Gebäude mit Darrentrakt, Lagerböden und Keimanlage, einem Kessel- und Maschinenhaus. Das Bauwerk steht seit 1984 unter Denkmalschutz, genauso wie das benachbarte Landhaus. Beide stehen seit Ewigkeiten leer und befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Inzwischen haben Thomas Bestgen und die UTB neben der Alten Mälzerei auch das ehemalige Haus Buhr, das Hochhaus, das Einfamilienhaus auf dem Mälzereigrundstück und auch das Gelände vom jetzigen Supermarkt erworben. Das Hochhaus (die sogenannte Wohnscheibe) soll sozial verträglich saniert werden.

Für das Nutzungskonzept der Mälzerei bekamen „urbos“ und „Kubeneck Architekten“ den Auftrag. Größte Schwierigkeit und Herausforderung für die Umnutzung sind der Denkmal-, Brand-, Schall- und Wärmeschutz, Barrierefreies Bauen und die Arbeitsstättenregeln.

Mischung aus Wohnen, Kultur und Gewerbe

Auf dem Grundstück mit einer Nutzfläche von circa 4500 bis 6000 Quadratmetern sind zwei Tiefgaragen und circa 180 Wohnungen geplant. Ein Drittel der Wohnungen ist für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen, ein Drittel für Eigentum und ein Drittel für Genossenschaft. Diese Nutzungsmischung soll neues Leben in die Mälzerei bringen und ein regelrechtes Stadtquartier entstehen lassen. Ebenso will man kulturelle, kulinarische und soziale Einrichtungen, Einzelhandel sowie Gewerbe ansiedeln. Vorstellbar sind verschiedene sportliche Angebote, ein universell verwendbarer Raum mit Bühne für Veranstaltungen, Messen und Konzerte, sowie ein Kino oder eine Bücherei mit einem Café. Denkbar wäre auch eine Brauerei mit Biergarten, daneben kleine Marktstände und im Obergeschoss Studios für Start-ups und Künstler. Auch die bezirkliche Jugendkunstschule und das Kindermuseum könnten Platz finden. Ideen hat der Investor auch für Büroflächen; er stellt sich temporäre Arbeitsplätze vor. 

Zeitgleich mit der Fertigung der Dresdner Bahn soll die Neugestaltung beendet sein. Marlies Königsberg

Kontakt: UTB PROJEKTMANAGEMENT GmbH, Ansprechpartner und Geschäftsführer Thomas Bestgen, Info: www.alte-maelzerei-lichtenrade.tumblr.com/

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