Harry Schreiber trainiert heute den Nachwuchs

Boxen stand immer an erster Stelle

© Yvonne de Andrés

134 Kämpfe bestritt er, von denen er 90 gewann, 10 unentschieden beendete und 34 verlor. Diverse Male war er Berliner und Norddeutscher Meister, deutscher Vizemeister. In den 20 Jahren seiner Amateurboxerkarriere war er Bundesliga- und Nationalmannschaftsboxer. Heute bietet Harry Schreiber im 3-D-Medienhaus Marienfelde, einer offenen Kinder- und Jugendeinrichtung, in der Domagkstraße jeden Donnerstag ehrenamtlich sein Boxtraining an. Er ist lizensierter Trainer beim Landessportbund und beim Berliner Box-Verband; seit 2000 hat er den Trainerschein. Bereits 2012 zeichneten ihn die Jugendlichen des SCC Südwest 1947 e.V. als „bester Trainer“ aus. Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis ca. 20 Jahren können sich hier auspowern und überschüssige Energie in sinnvolle Bahnen lenken. 

Harry ist eine aufgeschlossene Person, wenn auch kein Mann großer Worte. Knapp, direkt, berlinerisch ist seine Sprache. Unser Gespräch unterbrechen wir um pünktlich das Training in der Kleinfeld-Sporthalle zu beginnen. Nach dem Aufwärmen werden im Zirkel Übungen in 5-Minuten-Sequenzen absolviert. Deuserband, Schattenboxen mit 1-kg-Hanteln, Seilspringen, Liegestützen, Bauchmuskelübung wechseln sich ab. Dabei werden Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert. Viel Wert legt Harry Schreiber dabei auf die Vermittlung von Respekt, Disziplin, Fairness und Sportlichkeit. 

Harry Schreiber mit seinen Schützlingen in der Trainingshalle des 3-D-Medienhauses in Marienfelde © Yvonne de Andrés

Die Gruppe ist klein. „Mehr als sechs bis acht nehme ich anfänglich nicht.“ Der Kontakt beim Training wirkt offen und vertraut. Harry ist stolz darauf, dass sich „seine“ Jugendlichen, wie er sagt, „alle im grünen Bereich“ befinden. Sie studieren und beteiligen sich an Wettkämpfen oder haben Turniersiege errungen wie Alexander Stertz, der im März Berliner Meister im Halbschwergewicht in der Kategorie U19 geworden ist. „Dit ist doch wat.“ 

„Dit war erstmal nüscht für mich“

Vor 67 Jahren wurde Harry in Moabit geboren. Heute wohnt er in der Nähe der Trainingshalle in Marienfelde. Zum Boxen kam er früh durch seinen Vater, der ihn irgendwann zum Turnier mitnahm. „Mein Trainer ist der beste Freund meines Vaters gewesen – und da gingen wir hin.“ Es dauerte etwas, bis er sich mit dem Sport anfreundete. „Immer ´ne blutige Neese holen, nee, danke!“ Die Amateurkarriere startete er als13-jähriger. Trainer Fredy Schön nahm ihn im Weddinger SV Astoria e.V. unter seine Fittiche. Diesem Verein gehörte er lange an, bevor er für Hertha BSC boxte. Beide Klubs zählen zu den traditionsreichsten Boxvereinen Berlins. Jürgen Kraft, den ehemalige Radrennfahrer und Sportjournalisten zitiert Harry: „Ich hatte Ärger in der Schule und wollte mich hin und wieder auch mal durchsetzen können.“ Dem damals drahtigen jungen Mann machte es irgendwann großen Spaß. Er blieb. Wobei der 13-jährige als Papiergewicht mit 94 Pfund auf der Waage begann und sich dann über das Fliegengewicht bis ins Mittelgewicht boxte.

Mit der Rechten das Kinn abdecken

Die Regeln im Amateurboxen weichen von denen der Profiboxer ab. In drei Runden von drei Minuten mit jeweils einer Minute Pause zwischen den Runden wird geboxt. Als gültiger Treffer wird gewertet, wenn der Gegner an Kopf, Hals, Schultern oder Oberkörper getroffen wird. Fünf Punktrichter bewerten den Kampf und drücken bei einem Treffer auf einen Knopf. Es ertönt ein lautes Signal, das anzeigt, dass der Punkt zählt. Die Amateurboxer- und boxerinnen müssen Zahn-, Tief- und Brustschutz (Frauen auch Kopfschutz) sowie ein Shirt ohne Ärmel tragen. Die Boxhandschuhe haben eine weiße Schlagfläche. 

Trainiert hat Harry sieben Tage die Woche und dies jahrelang – mindestens einmal am Tag. Seine Leidenschaft und Faszination für den Sport wuchs mit den Scheinwerferlichtern im Ring, den Berichten in den Zeitungen und den farbigen Plakaten an den Litfaßsäulen. 15 Tage vor dem Kampf sahen die Gesichter einem entgegen. Er schwärmt von den Kämpfen im Sportpalast, der Deutschlandhalle und der Begeisterung des Publikums. 8.500 Besucher strömten zu seinen Kämpfen. Diese öffentliche Aufmerksamkeit, die großen Beiträge in der „B.Z.“ – dies gebe es heute nicht mehr, stellt er mit Bedauern fest. Vielleicht finden sich noch eine Ankündigung oder ein kurzer Bericht über die Berliner Meisterschaft in der „Berliner Woche“. Das wirke sich auch auf die Motivation aus. Es kommen nicht mehr so viele Besucher, die Zahl ist auf 200 bis 300 gesunken – so viele wie früher zum Training kamen. Die Verbindlichkeit bei Sparringskämpfen, wo die Schlag- und Defensivtechniken, Beinarbeit sowie die richtige Distanz zum Gegner geübt werden, fehlt oft. “So fahren wir fünfmal nach Prenzlauer Berg, Weißensee, Hohenschönhausen oder Spandau und der Gegner oder die Gegnerin erscheint nicht.“ Das Interesse hat leider am Amateurboxen stark abgenommen. 

Die ganze Welt bereist

Die Meisterschaften haben Harry überall in Deutschland und Europa in den Ring gebracht. In Asien, Thailand und Indien hat er an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen. 

Doch er hatte auch Pech. Drei große k.o.-Niederlagen gegen Burkhart Barnowski, Eckhard Dagge und Günter Meyer bremsten ihn ebenso aus wie ein paar Unfälle und ein Bandscheibenvorfall. 1983 war dann Schluss im Ring. 

1995 ist er mit 44 Jahren im Rahmen einer Benefiz-Gala in Marzahn nochmals in den Ring gestiegen, der guten Sache wegen – Harry ist für soziale Projekte zu gewinnen. Mit dem Erlös des Kampfes von 15.000 DM wurde für eine Marzahnerin ein Elektrorollstuhl gekauft.

Höhen und Tiefen des Boxens hat er durchlebt und denkt nun ans Aufhören. Yvonne de Andrés

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung, 3D Medienhaus Marienfelde, Domagkstraße 3, 12277 Berlin Info: https://www.nusz.de/start/kinder-und-jugend-freizeitstaetten/3d-medienhaus-marienfelde/

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Der Lichtenrader Gospelchor besteht seit 2008 

Zusammenhalt zwischen Generationen 

Chormitglieder vor der Dorfkirche Alt-Lichtenrade, Mitte: Juliane Lahner © Bethel-Fath

Chormitglieder vor der Dorfkirche Alt-Lichtenrade, Mitte: Juliane Lahner © Bethel-Fath

Der Lichtenrader Gospelchor ist ein Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Lichtenrade und gestaltet nicht nur Gottesdienste mit, sondern tritt mit traditioneller Gospelmusik und zeitgenössischen Popsongs auf verschiedenen Veranstaltungen und Festen auf.

„It‘s Gospel Time!“ Der Chor feierte sein 10-jähriges Jubiläum mit dem Gründer Uwe Sylvester und ehemalige Chorleiter sowie mit seinen Mitgliedern. Heute leitet Juliane Lahner den Chor, deren Mann Michael als Tontechniker fungiert. Die professionell ausgebildete, stimmgewaltige Rock’n’Roll-Frau Juliane Lahner lebt für Gospel. Seit sie im August 2013 den Chor übernommen hat, ist dieser von 12 auf über 100 aktive Sänger und Sängerinnen gewachsen. Das jüngste Mitglied ist 19 Jahre, das älteste 82 Jahre alt. Unter dem Motto: „Let It Shine!“ – Zeig, was Du kannst! – haben die Auftritte Showcharakter. MK

Kontakt: öffentliche Proben donnerstags ab18 Uhr, (Sommerpause: vom 05.07 bis 16.08.); Aula des UVH-Gymnasiums, Rehagener Str. 35-37, 12307 Berlin, Info: http://www.lichtenrader-gospelchor.com 

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100 Jahre Schaustellerfamilie Wollenschlaeger 

Kerngeschäft – Volksfeste organisieren

Rückblick auf die Eröffnung DAV 2017 im Marienpark durch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Thilo-Harry Wollenschlaeger © Marlies Königsberg

Frühlingszeit und Sommer, wie er bald da sein wird: Das ist auch die Zeit der Volksfeste, Rummelplätze, Jahrmärkte, mit denen die allermeisten von uns schöne Erinnerungen verbinden, die leuchtenden Augen der eigenen Kinder und auch manches Vergnügen noch als Erwachsener. Britzer Baumblüte, Neuköllner Maientage, Deutsch-Amerikanisches Volksfest, das seit 2017 eine neue Heimstatt in Mariendorf gefunden hat – sie sind feste Bestandteile Berlin-Brandenburgischer Tradition und Gegenwart. 

Das tempelhofer journal richtet den Blick hinter die Kulissen und auf eine der zentralen Persönlichkeit der regionalen Schaustellerszene. 

Der wichtigste Mann, ohne ihn läuft nichts, ist Volksfestorganisator Thilo-Harry Wollenschlaeger. Der 52jährige betreibt mehrere Schaustellergeschäfte, Bierzelte, Imbisse, richtet mit seiner Agentur Events jeder Art aus, fungiert nicht zuletzt als Vorsitzender des Fachverbands reisender Schausteller Brandenburg, sitzt im Vorstand der Berliner Mittelstandsvereinigung der CDU und setzt sich für soziale Projekte ein.

Der Schaustellerfamilienbetrieb begann vor 100 Jahren

Urgestein Harry mit Sohn Thilo-Harry Wollenschlaeger. Gemeinsam im Jahr 2000 auf einem der beliebten Volksfeste. Vater Harry verstarb im Juni 2001 © Familie Wollenschlaeger

Urgestein Harry mit Sohn Thilo-Harry Wollenschlaeger. Gemeinsam im Jahr 2000 auf einem der beliebten Volksfeste. Vater Harry verstarb im Juni 2001 © Familie Wollenschlaeger

Der Ururgroßvater von Thilo-Harry Wollenschlaeger fing in Schlesien mit einer Wanderkonditorei an. Der Großvater betrieb eine Losbude und eine Achterbahn aus Holz in Berlin. Vater Harry Wollenschlaeger kam 1927 in einem Wohnwagen auf einem Rummel am Gesundbrunnen zur Welt und brachte es bis zum Präsidenten des deutschen und auch des europäischen Schausteller-Bundes. 1961 gründete er das Deutsch-Amerikanische und 1963 das Deutsch-Französische Volksfest. Gemeinsam mit Hans Purwin veranstaltete er 1965 das erste Mal die Neuköllner Maientage in der Hasenheide. Lobbyarbeit lag ihm am Herzen – im Jahr 2000 erklärte der Bundestag Volksfeste zum „schützenswerten Kulturgut“. 1989 übernahm Sohn Thilo-Harry in fünfter Generation die Nachfolge und ist Chef vom Betrieb. 

Mehr als Geldverdienen

Familientradition entsprechend betreibt der Unternehmer auch heute noch eine Losbude: „Jolly Joker“. Besuchermagnete sind die Achterbahn, Autoskooter, Riesenräder, Karussells, obwohl diese immer investitions- und kostenintensiver werden, betreibt Thilo-Harry ein Unikat, eine fast 80 Jahre alte Walzerbahn. 

Thilo-Harry Wollenschlaeger hat drei Kinder, die vielleicht mal in seine Fußstapfen treten; zunächst aber geht die Schule vor. Wohnhaft ist er mit seiner Familie in Falkensee; Lager, Werkstätten und Fuhrpark befinden sich in Bötzow. Sein Familienbetriebe ist weit mehr als ein Wirtschaftsunternehmen, mit dem Einkünfte erzielt werden, sondern steht auch für Traditionspflege, Familienbewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl. Marlies Königsberg/Christoph Schröder

57. Deutsch-Amerikanisches Volksfest, startet vom 27.07. bis 19.08., täglich ab 14 Uhr, auf dem Gelände des Alten Gaswerks Mariendorf. Infos auf: http://www.deutschamerikanischesvolksfest.de/, www.wollenschlaegerberlin.de 

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Ausstellung zum 50. Jahrestag des Attentats

Drei Kugeln auf Rudi Dutschke

© Tagesspiegel

„+r 157 -we 1a – versuchter Mord = „ Im Telegrammstil wird die erste Tickermeldung über den Angriff auf den westdeutschen Studentenführer veröffentlicht. Längst ist der Zettel, unterzeichnet von Kriminaloberkommissar Kittlaus, vergilbt. Die drei Kugeln, mit denen Dutschke am 11. April 1968 am Kurfürstendamm niedergeschossen wird, wirken so klein und unscheinbar. Und verletzen ihn doch so schwer, dass er elf Jahre später an den Spätfolgen sterben wird. 

Triste Schwarzweißaufnahmen zeigen das Fahrrad Dutschkes, seine Schuhe, den Tatort mit der Kreidezeichnung auf dem Asphalt. Der diensthabende Polizist hat auf einer Zeichnung feinsäuberlich den Tatort nachgezeichnet und alle Details, vom Lichtmast bis zu Teilen des Lederarmbands, farbig eingetragen.

Akribisch fotografiert und aufgelistet sind auch Waffen und Munition des Attentäters: Josef Bachmann, ein 23-jähriger Anstreicher und Neonazi aus München, der mit Revolver, Gewehr und mehr als 100 Patronen nach Berlin fährt, um das „dreckige Kommunistenschwein“ zu erschießen. Nach der Tat kommt es bundesweit tagelang zu Straßenschlachten und Demonstrationen, vor allem gegen den Springer-Verlag. Auch das wird in der Ausstellung dokumentiert. Katrin Schwahlen

Info: Die Sonderausstellung „Drei Kugeln auf Rudi Dutschke“ ist bis zum 20. Juli im Polizeihistorischen Museum Berlin, Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin zu sehen. Sie ist von montags bis mittwochs von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Eintritt 2 €, Einlass nur mit Ausweis, http://polizeihistorische-sammlung-berlin.business.site/

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Rätsel

Welche Tempelhofer Straße ist gemeint?

Weit gebracht hat es der junge Königsohn. Er war noch nicht mal vierzig, als er König wurde und krönte knapp zehn Jahre später seine berufliche Laufbahn mit dem Titel des römischen Kaisers. Wer war der Jüngling, nach dem in unserem Bezirk eine Straße benannt ist? Viel Spaß beim Raten!

Ihre Lösung senden Sie bitte bis zum 18.06.2018 an Karl-Heinz Kronauer/ „tempelhofer journal“, John-Locke-Straße 18a, 12305 Berlin oder per E-Mail an: info@tempelhoferjournal.de.

Gesucht war die Carl-Steffeck-Straße, benannt nach dem Maler Carl Steffeck.Richtig geraten und gewonnen hat unserer Leser Dirk Hoffmann, aus 12309 Berlin. Herzlichen Glückwunsch, Herr Hoffmann! Sie haben eine Flasche Wein gewonnen. Bitte rufen Sie die Redaktion an (Telefon: 030/5887 7452 oder 0173/8086 016), damit wir die Übergabemodalitäten besprechen können.

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Parkbänke in der Manfred-von Richthofen Str. 

Neue Sitzgelegenheiten für alle

Parkbänke

© Thorsten Wunderlich

Eine Bank zum Ausruhen unterwegs ist etwas Wunderbares, wenn man eine findet.

Seit 2015 engagierten sich der Verein Parkring e.V. und die Richthofen-Apotheke dafür (selbst bezahlte) Sitzbänke an der Ecke Manfred-von Richthofen-Str./Schulenburgring aufzustellen. Geschlagene drei Jahre nahm dieses Projekt schließlich in Anspruch. Die zunächst vorgeschlagene Rundbank wurde als „zu problematisch“ vom Amt abgelehnt.

Was lange währt, wird endlich gut: Nach vielen Hin-und Her wurden jetzt drei Stahlsitzbänke für die viel beschworene „Aufenthaltsqualität“ aufgestellt und vier Fahrradbügel angebracht, die vom Bezirk finanziert wurden. 

Vor allem die oft älteren Besucher des Ärztehauses und der Apotheke an der Ecke können nun eine Pause machen – „es ist die einzige Sitzmöglichkeit zwischen U-Bahn Platz der Luftbrücke und dem Park am Wolffring“, sagt Parkring-Vorsitzender Torsten Wunderlich. Marlies Königsberg

Kontakt: Vorstand des Parkring e.V, E-Mail: kontakt@parkringneutempelhof.de Info: http://parkringneutempelhof.de/der-verein/

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Rund um die alte Mälzerei: Vision und Wirklichkeit

Alte Mälzerei: ein imposantes Bauwerk als Mittelpunkt im Quartier ©UTB Projektmanagement GmbH

Neues Stadtquartier in Lichtenrade

Ein wunderschönes altes Industriebauwerk als Mittelpunkt des Kiezes, mit Stadtteilbücherei und Musikschule, Volkshochschule, Kindergarten und Jugendmuseum, Kino, Kleinkunstbühne, soziale Träger und Start-ups. Umgeben von modernen Wohnhäusern, nachhaltig und ökologisch gebaut, zu zwei Dritteln in Genossenschaftshand. Sozial verträgliche Mieten. Freie Wege und offene Sichtachsen zwischen Häusern und Grünflächen. Kaum Autos und trotzdem mobil. Und die seltenen Turmfalken sollen auch weiterhin hier brüten können.

Wenn Thomas Bestgen von der alten Mälzerei, Haus Buhr und dem entstehenden Wohngebiet nördlich des Lichtenrader Bahnhofs spricht, klingt das visionär und handfest zugleich.

Visionär, weil der 53-jährige Unternehmer das neue Stadtquartier schon 2022 eröffnen will – als urbanen Raum, in dem sich die Menschen gerne aufhalten. Handfest, weil der gebürtige Westfale viel Erfahrung mit Projektentwicklung, -steuerung und -finanzierung hat.

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann hat Thomas Bestgen Betriebswirtschaftslehre studiert und sich schon früh mit Genossenschaftsmodellen beschäftigt. „Das Besondere an Genossenschaften ist, dass sie nicht fremdbestimmt sind. Genossenschaftliche Projekte gehören den Mitgliedern und unterliegen einem strengen demokratischen Prinzip.“

In Zeiten von Immobilien- und Finanzkrisen sind genossenschaftliche Wohnformen ein sehr beständiges Geschäftsmodell: Die Einlagen sind gut verzinst, die Mieten sind bezahlbar, die Mieterinnen und Mieter haben ein Dauerwohnrecht – und gute Nachbarschaft gelingt auch meistens.

Thomas Bestgen, Eigentümer der alten
Mälzerei in Lichtenrade
©UTB Projektmanagement GmbH

Als Thomas Bestgen 1996 die UTB Projektmanagement GmbH für nachhaltige Stadtentwicklung gründet, spielt der Genossenschaftsgedanke auch hier eine große Rolle. Im Laufe der Jahre wird er mit seinem Team rund 15 Genossenschaften gründen und begleiten. Vielleicht habe es mit seinem Elternhaus zu tun, meint der Unternehmer und Vater von drei Kindern. „Gemeinschaft hatte bei uns immer einen hohen Stellenwert. Wir sind im Vereinssport groß geworden und waren alle immer ehrenamtlich tätig. Ich habe von klein auf mitbekommen, was man gemeinschaftlich schaffen kann.“

Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet für den Geschäftsführer eine „gute Mischung aus Bewohnerinnen und Bewohnern mit unterschiedlichen Einkommensstufen und Nutzungsinteressen.“ In Kombination mit moderner Technologie und intelligenter Planung, hoher Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit führe diese Mischung zu stabilen Nachbarschaften und einer lebenswerten Stadt – oder eben eines Stadtteils.

Auf gute Nachbarschaft

Das neue Quartier rund um die Mälzerei zu entwickeln, sei etwas Besonderes, meint Bestgen. „Es ist ein Geschenk, dass die Mälzerei allein als Bauwerk schon eine Ausstrahlung hat. Das Schöne ist, dass wir viel Zeit haben. Es gibt keinen Verwertungsdruck. Wir sind nicht investorengetrieben, sondern können in aller Ruhe entscheiden, was entstehen soll.“ Das ist möglich, weil Bestgen gemeinsam mit seiner Frau die alte Mälzerei, den Wohnblock und das Haus Buhr privat gekauft hat.

Ausgeklügeltes Transportsystem
für die Bierbrauerei
©UTB Projektmanagement GmbH

Neues macht oft Angst, vor allem, wenn man sich die Veränderungen nicht selbst ausgesucht hat. Mit ein Grund, warum trotz großer Wohnungsnot viele Menschen nicht wollen, dass sich in ihrem Kiez etwas ändert. Oft fürchten sie steigende Mieten und die damit verbundene Gentrifizierung. Thomas Bestgen weiß um die Sorgen und setzt deswegen auf Kommunikation und Transparenz. Schon 2016 gab es erste Treffen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern, im Jahr danach wurde ein Nutzungskonzept vorgestellt. Auch für die geplanten Häuser setzen der Projektentwickler und sein Team auf Bürgerbeteiligung. „Wir wollen früh wissen, wie die Menschen wohnen wollen, wie sie Nachbarschaft wollen. Erst wenn das klar ist, können wir den Architekten sagen, wie sie planen sollen. Denn Architektur muss Gemeinschaft möglich machen, so dass die Menschen sich auch begegnen können.“

Becherwerk, mit dem Gerste
und Malz zwischen Keller
und Dachgeschoss transportiert
wurden ©UTB Projektmanagement GmbH

Und weil Nachhaltigkeit eine ebenso große Rolle spielt, ist im neuen Quartier auch Carsharing geplant. „Wir werden das Auto nicht negieren können“, sagt Bestgen. „Deswegen gibt es in der Tiefgarage ein Mobilitätsangebot für diejenigen, die nur temporär ein Auto brauchen.“

Die vier neuen Häuser sollen rund um die Mälzerei gebaut werden, zwei Drittel davon für genossenschaftliches Wohnen. „Unsere Sozialmieten werden bei 6,50 Euro liegen.“ Das sei zwar nicht wirtschaftlich, sagt der Bauherr, aber sozialverträglich. „Wir wollen ja nicht nur vermögende Genossenschaftsmitglieder.“ Gegenfinanziert wird durch Eigentumswohnungen. Und auch hier hat der Projektentwickler eine klare Haltung: „Wir könnten alles in Eigentum machen, aber das ist nicht unsere Leitlinie. Unsere Idee ist die Mischung – eine bunte Mischung von Menschen für eine gute Nachbarschaft. Das muss man wollen. Und wir wollen das.“

Stromschaltersysteme aus dem 19. Jahrhundert
©UTB Projektmanagement GmbH

Bestgen und sein Team kennen sich aus mit der Entwicklung von Stadtquartieren und genossenschaftlichem Bauen: In der Fidicinstraße haben sie ein denkmalgeschütztes Ensemble in ein modernes Wohnprojekt für angestammte Nachbarn umgewandelt. Das markant rote Lokdepot am Gleisdreieckpark in Schöneberg wurde 2015 mit dem Deutschen Architektenpreis ausgezeichnet, in Weißensee war im Februar Baubeginn für ein neues gemeinschaftliches Quartier. Auch in Weimar und Greifswald hat die UTB Quartiers- und Wohnprojekte mit internationalen Planern umgesetzt. Trotz dieser Erfahrungen ist das Projekt in Lichtenrade für Thomas Bestgen etwas Besonderes. Als Student hat er in Lichtenrade gewohnt, seit mehr als 20 Jahren lebt er mit seiner Familie in Tempelhof. Seine Kinder sind hier geboren und gehen hier zur Schule. „Von daher ist es viel näher und vertrauter.“

Moderner Dorfplatz mit historischen Strukturen

„Wir wollen, dass die Mälzerei öffentlich genutzt werden kann, damit es lebendig wird. Ich möchte nicht, dass das Gebäude eine uneinnehmbare Burg wird. Ich möchte die Distanz zwischen den Menschen und diesem Wahnsinnsgebäude aufheben.“ Bestgen will Allmendeflächen schaffen, also Räume und Flächen, die von allen Besucherinnen und Besuchern genutzt werden können. Mit dem Bezirk hat er sich darauf geeinigt, dass die Stadtteilbücherei mit einem Café in den ersten beiden Etagen ihren Platz findet. „Die Bibliothek bekommt eine Galerieebene, so dass man auch von unten einen weiten Blick hoch durch die Halle und die beiden Stockwerke hat. Ich möchte die Mälzerei öffnen, auch optisch mit großen Fenstern, damit es eine gläserne Mälzerei wird.“ Diese Vision könnte sich erfüllen, denn nach eineinhalbjähriger Diskussion hat die Denkmalschutzbehörde Zustimmung signalisiert. „Es kann das ein richtig kunterbunter lebendiger Stadtteil werden. Das ist unser Ziel.“

Dieses Ziel will Bestgen in vier Jahren erreicht haben. Erster Schritt sei die Eröffnung der Mälzerei im Jahr 2019, die Neubauten sollen 2022 fertiggestellt werden, wenn auch der Wiederaufbau der Fernbahnstrecke beendet ist.

Nachdem die Lichtenrader Bürgerinitiative mit ihrem Vorschlag gescheitert ist, einen Tunnel statt einer Lärmschutzwand quer durch den Ort zu bauen, hat sich Thomas Bestgen mit der Deutschen Bahn zusammengesetzt, um seine Vorstellungen von nachhaltiger Stadtentwicklung zu diskutieren. „In dem Gerichtsurteil steht, dass die Bahn die Erschließung des Haus Buhrs und des Quartiers qualifizieren muss. Das haben sie aus unserer Sicht nicht gemacht. Aber wir haben eine Treppe ausgehandelt. Das ist unsere Achse, damit die Menschen von der S-Bahn direkt an der Mälzerei entlang ins Wohnquartier kommen.“

Wohnen, arbeiten, leben

Als ein Investor das ehemalige Landhaus 2011 und umliegende Wohnungen abreißen und eine Shopping Mall errichten wollte, hatten sich viele Lichtenrader zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen und gegen diese Pläne protestiert. Thomas Bestgen hat sich mit den Akteuren und dem Aktiven Zentrum getroffen, um gemeinsam zu überlegen, wie man dem Haus zu neuem Leben verhelfen kann. „Da sind ganz viele Ideen gesprudelt. Der Bezirk hat daraufhin eine Machbarkeitsstudie anfertigen lassen, die Interessen decken sich mit unseren als Eigentümer zu 99 Prozent. Und das ist ein sehr guter Ansatz. Jetzt gibt es eine weitere Studie über ein Einzelhandels- und ein Nutzungskonzept für Gewerbeflächen auf der gesamten Bahnhofstraße. Haus Buhr ist Teil davon.“

Wieder zeigt sich, wie wichtig Partizipation und Kommunikation sind. Es gebe viele Interessierte, die sich an den Diskussionen beteiligten, sagt Thomas Bestgen. „Wir sind ganz offen und für einen Beteiligungsprozess, damit die Bürger ein Stück weit selber mitmachen.“

Visionen werden Wirklichkeit

Der Bauantrag für die Mälzerei ist gestellt, die Bebauungspläne lagen von Mitte Februar bis Mitte März öffentlich aus. Der Bebauungsplan für die Neubauten muss noch entwickelt werden. Thomas Bestgen ist zuversichtlich, dass er seinen Zeitplan halten kann. „Das Land Berlin und seine Bezirke haben es sich auf die Fahne geschrieben, Bebauungsplanverfahren innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Wir sind überzeugt, dass unser Heimatbezirk das auch leisten kann.“ Damit steht einem neuen und lebendigen Stadtquartier in Lichtenrade hoffentlich nichts mehr im Weg. Katrin Schwahlen

Info: Alte Mälzerei: Steinstraße 37-41, 12307 Berlin, http://alte-maelzerei-lichtenrade.tumblr.com/ sowie www.utb-berlin.de 

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Editorial

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser …

Großes geschieht in Tempelhof. Die alte Mälzerei wird Kulturzentrum und Mittelpunkt eines neuen Stadtquartiers in Lichtenrade. Katrin Schwahlen schrieb unsere Titelgeschichte.

Christoph Schröder war bei Helga und Lothar Weißgerber in Lichtenrade. Das Ehepaar hat in jahrzehntelanger Arbeit den Weißgerber Lesezirkel – heute unter der Leitung von Ute Weißgerber-Knop – zum Marktführer in Berlin gemacht.

Wir beglückwünschen die Mariendorfer Judo-Legende Lothar Nest zum 10. Dan, der höchsten Auszeichnung im Budo-Sport. Marlies Königsberg war bei der Feier.

Karl-Heinz Kronauer bewegt sich auf den Spuren des Mariendorfer Displaced-Person-Lagers und erklärt die Hintergründe.

Mitte April wird Berlins ältester Fußballverein, der B.F.C. Germania 1888, 130 Jahre alt. Feiern Sie mit!

In unserer Kolumne “Tempelhof, Berlin und die Welt“ hinterfragt Thomas Bindernagel die Rücksichtslosigkeit in großen Teilen unseres Zusammenlebens.

Informationen, Lesetipps, Anregungen, Rätsel, Veranstaltungshinweise, all dies finden Sie wie gewohnt auch in dieser Ausgabe des tempelhofer journals!

Einen wunderbaren Start in den Frühling wünscht

Ihr Karl-Heinz Kronauer

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Kolumne

Rücksichtslosigkeit

Rumms! Ich spüre den Aufprall des Einkaufswagens gegen meine arglose Ferse. Die zittrigen Metallstreben des Wagens klirren. Ich blicke mich um und sehe einen gehetzt wirkenden Mann, dem nichts wichtiger ist als seine Waren nach dem Scannen schnell wieder in den Wagen zu legen. Ob ich da noch stehe und mein Wechselgeld verstaue oder nicht, scheint keine Rolle zu spielen. Der Mann blickt mich ebenfalls an. Doch die angebrachte Entschuldigung kommt ihm nicht über die Lippen.

Auf dem Heimweg vom Supermarkt sehe ich blaue Lichter tanzen. Scheinbar hat es an der Kreuzung wieder einen Unfall gegeben. Offenbar kamen auch Personen zu Schaden. Jedenfalls sehe ich Rettungskräfte hektisch einen der Unfallwagen aufstemmen. Doch sie sind nicht allein. Nur wenige Meter entfernt haben sich Schaulustige versammelt, denen dieser wertneutrale Begriff nicht gerecht wird. Es sind Gaffer. Sie behindern die Sanitäter dabei, Leben zu retten. Sie verletzen Persönlichkeitsrechte und den Anstand. Ich gehe an ihnen vorbei und muss mich zusammenreißen, sie nicht anzuschreien. Es würde eh nichts nützen.

Auf der Kreuzung hupen sich die Autos an. Scheinbar ist den etwas weiter hinten stehenden Fahrzeugführern nicht klar, dass ein Unfall nun einmal Priorität vor einer grünen Ampel hat. Ein Mercedes versucht, einen wartenden LKW zu umschiffen. Der Fahrer flucht wütend. Hupen, Gasgeben und Bremsen wechseln sich ab. Eine Atmosphäre der Rücksichtslosigkeit herrscht. Doch nicht nur hier an dieser Kreuzung, sondern auch im Supermarkt – ja eigentlich, so scheint es mir, in der ganzen Stadt.

Es stimmt mich traurig, dass die Menschen in dieser Stadt offenbar verlernt haben, rücksichtsvoll und freundlich miteinander umzugehen. Vielleicht war das einmal anders, vielleicht wünsche ich mir auch nur, dass es mal anders war. Mich jedenfalls bedrückt es. Wäre dem gehetzten Einkäufer seine Tiefkühlkost verdorben, wenn er einfach zehn Sekunden verharrt hätte, als ich mein Kleingeld einsteckte? Haben die Gaffer ihren gelangweilten Ehepartnern sonst nichts zu erzählen, wenn sie nicht brühwarm von Blut und Splittern berichten können? Geht es dem ständig Hupenden wirklich besser oder wäre ein wenig mehr Entspannung vielleicht sogar für ihn selbst angenehmer?

Bepackt mit meinen Einkäufen erreiche ich den Hauseingang. Meine Nachbarin, ein junges Mädchen, hält mir die Tür auf und lächelt mich an. Es gibt Hoffnung, denke ich, während das Hupen durch die sich schließende Haustür gedämpft wird.

Freier Autor

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Yoga-Übungsprogramm mit Tanja Mahel

Yogalehrerin Tanja Mahel mit Ihren TeilnehmerInnen bei Übungen im Hatha Yoga ©Thomas Biegel

Kraftquellen gegen Alltagsbeschwerden

Seit Herbst 2017 befindet sich im „Raum für Gesundheit“ in der Colditzstr. 33 das Yoga-Angebot „Hatha for You“. Das tempelhofer journal traf dort die Yogalehrerin Tanja Mahel.

tempelhofer journal: Was bedeutet und bewirkt Yoga?

Tanja Mahel: Yoga bedeutet wörtlich so viel wie zu verbinden oder Einheit. Damit ist gemeint, wieder eine Verbindung zwischen Körper und Geist zu spüren. Das Zusammen-bringen von Körper, Geist und Emotionen und hierin ein Gleichgewicht zu schaffen. Praktisch gesehen ist Yoga erreicht, wenn der Geist zur Ruhe kommt. Yoga kann dazu beitragen, Stressreaktionen langfristig zu mildern und den Körper in eine gesunde Balance von An- und Entspannung zu bringen. Wer seine Gedanken aufmerksam beobachtet und Emotionen nachspürt, erlangt Kontrolle über sein Fühlen und Denken und kann Belastungen besser standhalten. Durch die zahlreichen Yoga-Haltungen geht der Mensch aufrechter und optimistischer durchs Leben, es verbessert automatisch die Körperhaltung. Yoga ist für mich eine Form von Lebenshilfe.

Wie sind Sie auf ihr Logo und den Namen „Hatha for You“ gekommen?

Hatha-Yoga ist die Ursprungsform des körperorientieren Yoga. Hauptsächlich werden hierbei Körperübungen (so genannte Asanas) sowie Atem- und Meditationsübungen praktiziert. Vielfältige weitere Yogastile haben sich hieraus entwickelt. Beim Begriff Hatha steht die Silbe „Ha“ für Sonne (Kraft, erhitzend), die Silbe „tha“ für Mond (Stille, kühlend).

Egal wie es einem körperlich und geistig geht, Yoga erreicht aus meiner Sicht, auf einer tieferen Ebene, jeden Menschen. Aus diesem Grund habe ich „ Hatha“ mit „ for you“ ergänzt. Der Diamant im Logo wirkt im Yoga zunächst eher ungewöhnlich. Er steht symbolisch für die persönlichen Entwicklungen, die Yoga ermöglicht. Es wirkt wie eine Art Diamantenschleifer. Du bist selbst wie ein Diamant; nach und nach bringt Yoga strahlende neue Qualitäten hervor. So entstand der Name und das Logo mit dem Schriftzug: „Hatha for You“.

Wie kamen Sie zum Entschluss Yogalehrerin zu werden?

Yoga begleitet mich seit über 20 Jahren. Im Rahmen einer beruflichen Auszeit wollte ich mich in der eigenen Yogapraxis weiter entwickeln, da kam die Ausbildung wie gerufen. Die Freude am Unterrichten entdeckte ich währenddessen. Als mein Studio in Tempelhof geschlossen wurde, suchte ich nach Angeboten und fand die Auswahl im Kiez eher bescheiden. So entschied ich mich eigene Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene anzubieten. Und es war das Beste, was mir geschehen konnte! Ich liebe die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten im Yoga. Im meinen Kursen wandle ich die Inhalte gern immer wieder etwas ab, das passt gut zu meiner Lebendigkeit und meinem Interesse an neuen Entwicklungen. Die Kurse werden gut angenommen, weitere Angebote sind in Planung. Marlies Königsberg

Kontakt. Tanja Mahel, E-Mail: mail@hathaforyou.de, Tel: 01577/3161 363,

Info: www.hathaforyou.de

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