Editorial

Guten Tag liebe Leserin, lieber Leser …

Was haben Wettervorhersagen, Fruchtaufstriche, Dörrobst und Seifen gemeinsam? Richtig, sie kommen aus Tempelhof, werden von Hand hergestellt und sind einzigartige Produkte. Katrin Schwahlen hat sich umgeschaut und stellt vier Manufakturen aus unserem Bezirk vor. Falls Sie noch die eine oder andere Manufaktur aus Tempelhof kennen, über die Sie mehr wissen wollen, schicken Sie uns einen Tipp.

Marlies Königsberg und Christoph Schröder stellen mit Thilo Harry Wollenschlaeger einen Schausteller vor, der sich um die Berliner Volksfeste besonders verdient gemacht hat. Aktueller Anlass: Das Deutsch-Amerikanische Volksfest in Mariendorf.

Yvonne de Andrés macht Sie mit dem ehemaligen Boxer Harry Schreiber bekannt, der seit langen Jahren in Marienfelde ehrenamtlich den Nachwuchs trainiert.

Marlies Königsberg feiert das zehnjährige Jubiläum des Lichtenrader Gospelchors. 

In der Kolumne“ Tempelhof, Berlin und die Welt“ appelliert Fahrradhändler Philip Feuerstein an Gemeinsinn und Regelbewusstsein der Rad fahrenden Bevölkerung.

Katrin Schwahlen erinnert mit ihrer Rezension der Ausstellung im Polizeihistorischen Museum an das Attentat auf Rudi Dutschke vor fünfzig Jahren.

Und wie immer: Informationen, Lesetipps, Anregungen, Rätsel, Veranstaltungshinweise, all dies finden Sie wie gewohnt auch in dieser Ausgabe des tempelhofer journals.

Eine sonnige Frühlings- und Sommerzeit wünscht im Namen des gesamten Teams

                                           Karl-Heinz Kronauer

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Kalenderblatt

Veranstaltungen der Seniorenarbeit – Abkürzung: VSA

Kartenverkauf für Seniorenveranstaltungen: Die und Do von 9-12 Uhr, bei der Seniorenarbeit Tempelhof/Schöneberg, Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin, Zimmer 104, 1. Etage, Tel.: 030/902 776 506.

MAI

ab 03.04. bis Oktober – Naturwacht Berlin e.V., Diedersdorfer Weg 3-5, 12277 Berlin, Bürozeiten: Die – Fr von 14-17 Uhr, Öffnungszeiten Naturschutzstation: Mo: Schmetterlingstag für Kitagruppen, Die bis Fr für Schulklassen und Gruppen, (mit Anmeldung) von 9-17 Uhr, Sa von 10-18 Uhr, Sonn- und Feiertag 12-16 Uhr, Kontakt: Nathalie Bunke /Björn Lindner,E-Mail: buero@naturwachtberlin.de, Tel. 030/757 747 66, www.naturwachtberlin.de

Ab Mai – kostenlose Beratungsstelle, DRK Berlin-Zentrum e.V., Allgemeine Unabhängige Sozialberatung – Mariendorfer Damm 106/108, 12109 Berlin, für Menschen mit sozialen, finanziellen und familiären Problemen. Beratungs- und Serviceangebote: für Einzelpersonen und Familien, in persönlichen, familiären oder wirtschaftlichen Notlagen, Sicherung der wirtschaftlichen Existenz, im Sozialhilfebereich und  Sozialberatung für Menschen mit Miet- und Energieschulden. Kontakt: Maria Holkenbrink-El-Ali, E-Mail: holkenbrinkm@drk-berlin.de, Termine: Tel. 030/600 300 435 1, www.drk-berlin-zentrum.de

jeden Freitag und Dienstag für Interessierte Kiez Schach lernen und spielen, Schachklub Tempelhof 1931 e.V., Vereinsheim der Sportanlage in der Götzstraße 34, 12099 Berlin, (Gemeinschaftsraum 1. Etage), Einsteigertraining: (kaum Vorkenntnisse) jeden Fr um 17 Uhr, jeden Die ab 18 Uhr, Jugendtraining: Fr 17 bis19.30 Uhr, An jedem zweiten Fr im Monat findet ein Blitzschach-Turnier statt und während des Sommers das Offene Sommerturnier, Gäste sind herzlich eingeladen! Einfach vorbeischauen, E-Mail: vorstand@schachklub-tempelhof.de, Info: www.schachklub-tempelhof.de

jeden Ersten Sa im Monat im Flame Diner Live-Musik, Themenabende rund um die 50er & 60er Jahre, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/2803 6023, www.flame-diner.de

jeden Sonntag-Ständig öffentliche Führung 14 Uhr, Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Do u. So 14-18 Uhr, Eintritt frei, Tel.: 030/90277 6163, www.gedenkort-papestrasse.de

jeden ersten Donnerstag im Monat– Treffen der ADFC- Stadtteilgruppe Tempelhof ,als lokale Gruppe des ADAC- Landesverbandes Berlin, im Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum in der ufaFabrik, Viktoriastr. 13, 12105 Berlin, jeweils um 19.30 Uhr, Neue Mitglieder Willkommen! Niemand fährt gerne Rad auf dem Tempelhofer und Mariendorfer Damm. Dringend muss eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer her-eine gesicherte Radspur! Kontakt: Gisela Meiners-Michalke, E-Mail: gisela.meiners@adfc-berlin.de und Stefan Gammelien, E-Mail: stefan.gammelien@adfc-berlin.de, Sprecherin und stellvertretender Sprecher der ADFC Stadtteilgruppe Tempelhof, Info:http://adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/tempelhof.html

jeden DienstagInfopunkt auf dem S-Bahnsteig Lichtenrade zum Bauprojekt „Dresdner Bahn“, 12305 Berlin, Akustik-Simulation zum geplanten Lärmschutz, Öffnungszeiten jeden Dienstag von 14 Uhr bis 18 Uhr, (außer feiertags), Vorort ein Ansprechpartner aus dem Projekt, Info: www.dresdnerbahn.de https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/dresdner-bahnhttp://www.dresdnerbahn.de/abschnitt-lichtenrade

bis 10.06. – Galerie im Tempelhof Museum, Das Frauenmuseum Berlin zu Gast STOP AND GO,Hye Young Kim und Susanne Kienbaum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Mo & Do 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr, So 11-15 Uhr, (am ersten Mi im Monat und Feiertagen geschlossen), Eröffnung Do, 19.04., 19 Uhr, Einführung Matthias Reichelt, Eintritt frei, Tel.: 030/ 902776964, www.nora-bibel.de, www.hausamkleistpark.de

bis 24.06. – Galerie Kirche auf dem Tempelhofer Feld, Ausstellung: ZEITENRÄUME-Bilder und Collagen- von John Maibohm, Wolffring 72, 12101Berlin, Sonn -u. Feiertags 12-15 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr, Tel.: 030/786 28 05, Eintritt frei, www.paulus-kirchengemeinde-tempelhof.de

bis 29.06. – „Blickwechsel-Politische Werke“ von Horst Zeitler im Bürgerbüro Melanie Kühnemann, John-Locke-Straße 19, 12305 Berlin, Lichtenrader Künstlers Horst Zeitler, Galeriebesichtigung: Die-Fr zwischen 11 Uhr bis 15 Uhr, http://www.zeitlerkunst.de/

bis 31.08. – Sonderausstellung: „Nach der Flucht. Wie wir leben wollen“, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Marienfelder Allee 66/80, 12277 Berlin, Kontakt: Judith Bilger, Tel.:030/750 084 00, www.notaufnahmelager-berlin.de

bis 07.09. – 10 Jahre „kleine Nacht-Musik“ am „Plantscher“, Schreiberring/ Wolffring, 12101 Berlin, jeden 1. Freitag im Monat von Mai bis September, jeweils 20.30 Uhr, Tel.: 0151/220 850 17, Eintritt frei, www.parkringneutempelhof.de

bis 16.09. – Sonderausstellung: „am wütendsten geprügelt“ – Verfolgung BerlinerJuden 1933,Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße, Werner-Voß-Damm 54 a, 12101 Berlin, Öffnungszeiten: Di-Do und So 14-18 Uhr, Masterstudenten widmen sich den Zusammenhängen von Antisemitismus und Gewalt. Anhand von Fotos und Dokumenten werden die Schicksale von sieben Häftlingsbiographien Berliner Juden; Ärzten, Schriftstellern, Wahrsagern, Kaufleuten und Anwälten beschrieben, Besuchergruppen nach Vereinbarung von 10-14 Uhr Tel.: 030/90277-6163 oder E-Mail: gedenkort@ba-ts.berlin.de, kostenlose öffentliche Führung jeden So 14 Uhr, Kontakt: Brigitte Garde, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail: presse-museum@ba-ts.berlin.de, Eintritt frei, www.gedenkort-papestrasse.de

bis 31.12. – MITTENMANG-Ein Sonntag auf dem Tempelhofer Feld 1907/2017- Plakatwand im U-Bahnhof (U6) Tempelhof, Fotocollage von Sigrid Weise, Projekt. „Mittenmang“ zeigt eine großformatige Collage mit aktuellen Fotografien. Ein Beispiel für ein historisches Abbild der Freizeitgesellschaft um 1900 ist das im II. Weltkrieg verschollene Bild „Sonntag auf dem Tempelhofer Feld“ von Hans Baluschek. Gefördert von der Dezentralen Kulturarbeit Tempelhof-Schöneberg. (Für das Betreten des Bahnsteiges ist ein gültiger Fahrausweis erforderlich.), Info: www.art-weise-berlin.de, www.dezentrale-kulturarbeit.de, www.vieraugenblick.de/fotodokumentatio.html 

jeweils am dritten Sonnabend im Monat Monatlicher Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Bezirksamt TS, Treffpunkt: 14 Uhr, Dauer: 2 St., Eintritt frei, Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Info: www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge/

jeden Montag Chorprobe mit dem Weltmusik – Frauenchor, Chorabella singt Weltmusik in verschiedenen Sprachen, mit Begleitung oder ohne, um 19.30 Uhr in der SFS, Stierstr. 20 a, 12159 Berlin, Mitstreiter zum Singen gesucht!  Kontakt : Chorleiterin: Ulrike Telefon 0179 844 384 5, www.chorabella.de

18.-21. 05. Karneval der Kulturen, ein langes Pfingst-Wochenende kulturelles Programm, Straßenfest mit viel Musik und Tanzgruppen, am 20.05 startet der Umzug durch Kreuzbergum 12.30 Uhr an der Großbeeren- / Ecke Yorckstraße und der Umzug endet gegen 21.00 Uhr am Hermannplatz. Diese Maßnahme soll das Straßenfest rund um den Blücherplatz am Sonntagabend entlasten und die Besucher besser im gesamten Areal verteilen, Eintritt frei, www.karneval-berlin.de

19.05./16.06./30.06./14.07./28.07. – Führungen durch die historische Malzfabrik von 1914, Bessemerstr. 2-14, 12103 Berlin, Treffpunkt: 12.45 Uhr,

19.05. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler; Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt: 14 Uhr, Pfingstspaziergang durch den Britzer Garten, Tauernallee, Ecke Quarzweg (Bushaltestelle Sangerhauser Weg, Buslinie 179) Dauer: 2 Std., Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Tel.:030/ 90277 4530, Info: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge

20.05. – Führung mit Marina Heimann durch Lichtenrade, im Rahmen der BezirksTouren vom Museum Tempelhof/Schöneberg, um 11 Uhr, Eintritt frei, nur mit Anmeldung: Tel.:030-902 776 163, www.brueckenpfad.de

25.05. – Tag der Nachbarn: Kiez trifft Frühling, Kaiserin-Augusta-Str. 78, 19-22 Uhr, Kieztafel vor Café Pausini, jeder bringt was zu Essen und zu Trinken mit, www.tagdernachbarn.de/fest/#67184)

25.05. – Sir Gusche Band, Jazz für Alle, Gemeinschaftshaus Lichtenrade,Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Eintritt frei, http://www.jazzfueralle.de/programm.html

25.05./26.05./27.05. –Theater der Erfahrungen „Altes Eisen“, ufaFabrik/Theatersaal, Viktoriastr. 10-18, 12105 Berlin-Tempelhof Zeit: 25.05./26.05., 16 bis 18 Uhr und 27.05.,19 bis 21 Uhr, Eintritt: 9,/erm. 7 €, Singende und tanzende Spielerinnen und Spieler zwischen 60 und 93 Jahren auf der Bühne –zeigen dass „Altes Eisen“ noch lange nicht rosten, E-Mail: theater-der-erfahrungen@nbhs.de, an der Theaterkasse der ufa-Fabrik, Tel.: 030 /755030, www.theater-der-erfahrungen.nbhs.de

26.05. – Skandinavisches Frühlingsfest-buntes Fest für Kinder und Familien– Bilinguale Deutsch-Skandinavische Gemeinschaftsschule, Machonstraße 54, 12105 Berlin Tempelhof, Zeit: 11–16 Uhr, In Zusammenarbeit mit skandinavischen Geschäften, Cafés und Kultureinrichtungen präsentieren die DSG und die Kita “Lillebror” ein Stück nordische Kultur! Die Unternehmer-Initiative Te-Damm e.V. wird auch mit einem Stand vertreten sein. Tel. 030/338487-83Info: www.dsg-schule.de, www.kita-lillebror.wordpress.com

26.05. – VSA – Polizei singt und spielt mit Freunden-Frühlingskonzert, Festsaal des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, Bat-Yam-Platz 1,12353 Berlin, 16 Uhr, Eintritt 10 €, Mitwirkende: Polizeichor Berlin e.V., Police Choir Torbay, England, im Gemeinschaftshaus, Di 16-19 Uhr, Do 14-17Uhr, Fr 10-13Uhr oder E-Mail: www@tickets-gemeinschaftshaus.de, Tel.: 030/90239 1416, sowieSeniorenarbeit TSKarten: absofort Pförtnerhaus, Preis: 10 €, Anmeldung: 0180 670 07 33, www.malzfabrik.de

26.05. – „Tag der offenen Tür“ bei Sylvia Zeeck, Dichterviertel von Lichtenrade, Rotenkruger Weg 84, 12305 Berlin, Lichtpunkt49 mit 10 Künstlern und Kunsthandwerkern gemeinsamen zwischen Goethe – und Fontanestrasse in 17 Vorgärten der Nachbarschaft, von 10-18 Uhr, Eintritt frei, E-Mail: kontakt@sylviazeeck.com

27.05. – Konzertreihe „Klänge der Welt“, der Leo Kestenberg Musikschule, Lyrik des Nordens – Sibelius-Quartett, Duo Klangträume, Dorfkirche Tempelhof, Reinhardtplatz, 12103 Berlin, 17 Uhr, Streichquartett von Sibelius, Gisela Bender und Kirsten Rohmann-Cosic (Violinen), Stephan Herrmann (Viola) und Hans Christian Oelert (Violoncello); Werke von Villa-Lobos, Castro, Gnattali, de Visée u.a.Susanne Meves-Rößeler (Violoncello) und Christian Kulke-Vandegen (Gitarre), Eintritt frei, www.lkms.de

JUNI

01.06. bis 03.06. – Saisoneröffnung-Open Air Bühne im überdachten Sommergarten, ufaFabrik, Viktoriastr., 12105 Berlin, Fr-Sa 20 Uhr, So 19 Uhr, A Cappella-Comedy Muss das sein?! – Das Trendprogramm, Preis: 20 €/ erm. 16 €, Studenten (nur im VVK): 12 €, VVK-Infozentrale, Öffnungszeiten: Mo-Sa, 10-18 Uhr/So 14-18 Uhr (Außer an Feiertagen!), Tel.: 030/755 030, www.ufafabrik.de/de 

02.06. – Einladung zum Stadtrundgang, vom Columbiahaus zum Schulenburgring, Treffpunkt: 14 Uhr Luftbrückendenkmal, U-Bhf. Platz der Luftbrücke, Dauer: 2 St., vom Mahnmal für die Opfer des KZ am Columbiadamm zur ehemaligen Synagoge in der Mussehlstraße und zum Haus der Berliner Kapitulation, Anmeldung erforderlich! E-Mail: Joachim.Dillinger@web.de, Tel. 030/785 77 39, Eintritt frei

02.06. bis 03.06. – 3. Sommerfest der Unternehmer-Initiative Tempelhofer Damm e. V., vor dem Rathaus Tempelhof, 12099 Berlin, Tempelhofer Damm 165, Sa 11-20 Uhr (Feuerwerk), So 12-18 Uhr, Weindorf, 2 Bühnen mit Non-Stop Bühnenprogramm, Live-Musik, Gastronomie, Kinder-Attraktionen, mit Händlern und Gewerbetreibenden der UI-Te-Damm, Eröffnung: Schirmherrin Angelika Schöttler (Bezirksbürgermeisterin TS), Eintritt frei, Veranstalter: UI Te-Damm, Info: www.ui-tempelhoferdamm.de, Realisierung: Jüttner Entertainment, Info: www.juettner-entertainment.de/veranstaltungsplan-2018-1/tempelhofer-sommer/

03.06. – Bläser-Ensembletag, Natur-Park Südgelände, Eingang S-Bahnhof Priesterweg, Prellerweg 47-49, Zeit: 11.30–18 Uhr, große- und kleine Bläser einen Ausschnitt ihrer Ensemblearbeit auf Holz-und Blechblasinstrumenten, Leitung: Martina Schraps, Eintritt: Parkbesuch 1 €, www.lkms.de

03.06. – 35. Lichtenrader Meile, Schichauweg 52/Imhoffweg, Start/Ziel: Parkplatz Werzalith, Strecke: über den Müllberg im Freizeitpark Marienfelde, Anmeldeschluss: 28.05., E-Mail: info@lichtenrader-meile.dewww.lichtenrader-meile.de

03.06. – Jubiläumskonzert-St. Konrade Gospelchor, Philippuskirche, Stierstraße 18, 12159 Berlin, 18 Uhr, Eintritt frei, Spenden erbeten!, www.stkonradgospelchor.de

03.06. – 70 Jahre Lortzingclub, der Kinder- und Jugendclub feiert ein Rück- und zugleich Ausblick auf die Zukunft,Veranstaltungsreihe „Salon Hermione“,Lortzingstraße 16, 12307 Berlin ab 15 Uhr, Erinnerung mit Fotos, Dokumenten und Geschichten im Beisein vieler Zeitzeugen sowie Klassik-Rockmusik von der „Ellebasswoodband“.Historie:Gebaut wurde das Haus bereits 1936. Vom Offiziersclub zum Jugendclub,seit 1. April 1948 wurde das Gebäude unter amerikanischer Leitung wieder als Jugendclub genutzt, damals existierte ein Pool im Garten, im Sommer 1953 übernahm Oberst Lynch den Klub, die Kinder und Jugendlichen konnten unter Anleitung gemeinschaftlich verschiedenste Projekte umsetzen, seit 1991 gibt es das Schwimmbad nicht mehr. Seit Juli 2007 trägt der Lortzingclub seinen Namen und wird von der AHB-Berlin Leipzig gGmbH in Kooperation mit dem Jugendamt TS betrieben, zurzeit leitet Carola Thiede die Einrichtung, Betreuer helfen bei den Hausaufgaben und Computerproblemen, machen Ausflüge, angeboten werden Basteln, Spiele und verschiedene Sportaktivitäten wie  Tischtennis, Kicker- und Billardtische, Veranstaltungen finden statt, ua. das traditionelle Osterfeuer oder Ritterfest. Kontakt: Gerhard Moses Heß, Bitte Voranmeldung unter: Tel.: 01633417053E-Mail: gerhard-moses-hess@web.de, Eintritt frei, Spenden erbeten, Info: www.lichtenrade-berlin.de/historisch-lortzingclub,http://www.lortzing.club/

04. bis 6.06.,“ #seiDUAL“ – Ausbildungsprojekt – Internationales Kultur Centrum ufaFabrik e.V., Viktoriastraße 10 – 18, 12105 Berlin, Event auf dem Gelände der ufa-Fabrik, von je 8-18 Uhr, für Jugendliche, die kurz vor dem Schulabschluss stehen, können sich hier an Action- und Info-Points praktisch und informativ mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen, Möglichkeiten kurzfristig einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz zu erhalten, wird finanziert von der Senatsverwaltung für Integration von der Arbeit und Soziales und unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und unterstützt durch die Agentur für Kommunikation Marketing Design elsweyer+hoffmann, Kontakt: Matthias Geisthardt, Bamberger Straße 18, 10779 Berlin, E-Mail: info@elsweyer-hoffmann.de Telefon: 030/21 45 84-0, Eintritt frei, Info: http://www.seidual.berlin

04.06. bis 10.06. – 7. Lichtenrader Jazzfest, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., Gastgeber: Jazz für Alle e.V, Mo 19.30-22 Uhr, Die 17-20 Uhr, Mi 16-20 Uhr, Do 12-15 Uhr, Fr 16-23.45 Uhr, Sa 17-23.45, So 10-14, Eintritt frei, www.jazzfueralle.de

05.06. – VSA – Kultour 60+ – Schwerpunkt Schöneberg, Treffpunkt: Seniorenfreizeitstätte, Rudolf-Wissell-Haus, Alt-Mariendorf 24-26,12107 Berlin, 14.30-17.30 Uhr, Ältere Menschen von heute sind aktiv, ein Bus holt die Teilnehmenden an einem konkreten Haltepunkt ab und bringt sie nach Ende der Veranstaltung auch dorthin zurück – von Süd nach Nord und umgekehrt, Stadträtin für Bildung, Kultur und Soziales, Jutta Kaddatz begleitet die Touren, Geplante Stationen: Kommunale Galerien (Haus am Kleistpark), Volkshochschule am Barbarossaplatz und Gedenkort SA Gefängnis Papestraße, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich, Tel.: 030/90277-8793, Herr Kopfnagel

06.06. – KulturMittwoch in der Spukvilla – AWO Lesung, Prosa und Lyrik von Heide Ramlow, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin, 19 Uhr, Autoren gegen den Krieg, Eintritt 10 €, Tel.: 030/751 50 89, www.awo-suedwest.de

06.06. – VSA – Seniorensicherheit geht alle an, Seniorenfreizeitstätte “Gemeinschaftshaus Lichtenrade“, Barnetstraße 11,12305 Berlin, 14-16 Uhr –Die Polizei Berlin bietet älteren Menschen aber auch Angehörigen und Nachbarn Informationen zur Seniorensicherheit an. Ratschläge und Tipps werden vermittelt, wie man Räubern, Dieben und Betrügern „ein Schnippchen“ schlagen kann, Verkehrssicherheitsberatung und der Kriminalprävention mit der Polizeidirektion 4 in ein freies Gespräch bei Kaffee und Kuchen, Kostenlose Broschüren zur Seniorensicherheit werden zur Verfügung gestellt, Eintritt frei Anmeldung erforderlich Tel.: 030/90277 8793 – Herr Kopfnagel

08.06 bis 01.07. – Ausstellungseröffnung des Projekts Frauen & Kunst in Friedenau, Philippus-Nathanael, Grazer Platz 4, 12159 Berlin, Vernissage „Fantasien von Nah und Fern“ von Karin Schlegel: 08.06., ab 17 Uhr,während der Vernissage können Bilder erworben werden-ein Teilerlös für das Projekt „Frauen & Kunst“, KontaktFrauenbeauftragte, Frau Selge, Tel.: 030/90277 – 2159, „Frauen und Kunst“ Carmen Windt, Tel.: 030/41766772 oder 0176/66813950, Besichtigung während der Kirchenöffnungszeiten und nach Vereinbarung, Tel.:030/8555001, Info: https://www.philippus-nathanael.de/

09.06. – Open Air Bühne (überdachter Sommergarten) ufaFabrik, Viktoriastr., 12105 Berlin, 20 Uhr, Geburtstagsfeier 39 Jahre ufaFabrik, Preis:15 €/erm. 10 €, VVK-Infozentrale, Öffnungszeiten: Mo-Sa, 10-18 Uhr/So 14-18 Uhr (Außer an Feiertagen! ), Tel.: 030/755 030, www.ufafabrik.de/de

10.06. – Konzertreihe „Klänge der Welt“, derder Leo Kestenberg Musikschule,Komponistenporträt José Vitores, Dorfkirche Tempelhof, Reinhardtplatz, 12103 Berlin, 17 Uhr, José Vitores (Gitarre) & Ensemble, StandardsBassBrooveBallads, Martina Gebhardt (Gesang) und Robert Teigeler (Kontrabass)Eintritt frei,www.lkms.de

13.06. – VSA – Nachbarschaftstreffpunkt „Berliner Bär“, Holzmannstraße 18, 12099 Berlin, 16.30-18.30 Uhr, Veranstaltung zur Orientierung für eine neue Lebensphase: Aktiver „Un-Ruhestand“,nur mit Anmeldung: Tel.: 030/ 90277-6506, Eintritt frei

13.06. – Action Sommerfest-Netzwerk Großbeerenstraße, General Electric, Culemeyerstraße 1, 12277 Berlin, ab 15 Uhr, das Unternehmen des Gewerbegebiets feiert 10 Jahre erfolgreiches Netzwerkengagement, Eintritt frei, www.netzwerk-grossbeerenstrasse.de/

13.06. – Nachbar Schatz Tempelhof „NachbarSchatz-Suche“ im  Volkspark Lichtenrade „Gestern –heute-morgen“, Treffpunkt 18 Uhr: Gemeinschaftshauses Lichtenrade, Lichtenrader Damm 212, 12305 Berlin, von dort geht es mit dem Bus oder auch zu Fuß zum Eingang des Volksparks Lichtenrade. Sie spontan kann jeder dazukommen, Tempelhofer Treffpunkt für die gemeinsame Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist um 17 Uhr im Cafe Kurve, Friedrich-Wilhelm-Str. 22, 12103 Berlin, Rundgang von 18-19.30 Uhr, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Koordinierungsstelle lokales Planen und Handeln, Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit, Die Kurve GmbH, KUB e.V., Kontakt: Marita Drischel, E-Mail: m.drischel@die-kurve.de, Tel. 030/7200 6863, Eintritt frei, Info: www.nachbarschatz-tempelhof.de

15.06. – VSA – Interkulturelles Fest im Nachbarschaftstreffpunkt, Stierstr. 20a, 12159 Berlin, 15-18 Uhr, Preis: 8 €/ermäßigt 4 €, ein Fest mit einem bunten, interkulturellen Programm, leckeren Speisen und selbstgebackenen Kuchen, Karten ab sofort

16.06. – Kiezspaziergang mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler; Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Treffpunkt: U-Bahnhof Augsburger Straße Ecke Nürnberger Straße / Augsburger Straße, Anfahrt mit der U-Bahnlinie U3 – Station: Augsburger Straße – Der Bahnhof ist nicht Barrierefrei! Erkunden wird  die Gegend zwischen Tauentzien und Nollendorfplatz – Stadtentwicklung in der Schöneberger City West, Dauer: 2 Std., Kontakt: E-Mail: Kiezspaziergang@ba-ts.berlin.de, Tel.:030/ 90277 2310, Info: https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueber-den-bezirk/spaziergaenge

16.06. – Ritterfest für die ganze Familie im Lortzingclub,Lortzingstraße 16, 12307 Berlin, ab 12-18 Uhr, mit vielen Überraschungen und Lichtenradern; dabei Niels der Kupferklopfer, Das Doppelte Lädchen, Halker Zeile 130, SpielFilmMusik, Henna Malerei, Honig Marscheck und mit der Bruderschaft Askanier e.V. sowie Mittelalterliche Musik mit „Wohlgemut“ http://www.wolgemut.de/content_bio.html, Eintritt 3 €

16.06. – Erkundungstour im Planungsgebiet der „Neuen Mitte Tempelhof“ vom Tempelhofer Damm zwischen Götz- und Albrechtstraße, Treffpunkt: 14.45 Uhr vor dem Rathaus Tempelhof, Tempelhofer Damm 165, 12101 Berlin, von 13 bis 15 Uhr wird auf verschiedenen Stationen das städtebauliche Konzept vor Ort erläutert, entstehen soll ein Stadtquartier mit neuen Wohnungen und mehr Kultur-, Bildungs- und öffentlichen Einrichtungen: Sozial und generationsgemischt, grün und klimafreundlich, gut vernetzt und zukunftsfähig: „Die Neue Mitte Tempelhof“, Eintritt frei, Info: MakeCity Festivals, Infospaziergang: http://makecity.berlin/programm/

17.06. – JFH Bungalow, Multi-Kulturen-Fest, Mariendorfer Damm, 12000 Berlin von 12.00 bis 16.00 Uhr, mit Unterstützung der Linie 94, die es ermöglicht, Kinder, Jugendliche und ihre Familien aus den Flüchtlingsunterkünften der Region mit dem Bus abzuholen und an dem Fest teilnehmen zu lassen, Spielangebote für Kinder, Kulinarisches aus verschiedenen Ländern und Infostände sowie Bühnenprogramm, Veranstalter: Kinder- und Jugendversammlung Mariendorf CdM42 -Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf in Kooperation mit dem Jugendamt Mariendorf (die Einrichtungen Sonnetreff, KiJuM, Bungalow, Projekt Jugendarbeit an der Rudolf-Hildebrand-Grundschule) und Outreach (gGmbH) Tel. 030/7007 2563E-Mail: JFHBungalow@web.de, Eintritt frei

20.06. – VSA – Besichtigung Müllheizkraftwerk Ruhleben (Pförtner),Freiheit 24/25, 13597 Berlin, Treffen: 09.45 Uhr, Beginn: 10 Uhr, Dauer: ca. 2 St., keine Sitzmöglichkeiten!, Eintritt frei, Karten: ab sofort

21.06. – Fête de la Musique @Stone Brewing Berlin, Stone Brewing GmbH, Im Marienpark 22, 12107 Berlin, von 16 bis 22 Uhr, Entspannt im grünen Garten und Musik lauschen bei verschiedenen frischen Bieren dem herausragenden Line Up: 16-17 Uhr, Lukas Laufen (Alternative Folk) 17.15-18.15 Uhr, Stonedrifter (Indie/Alternative), 18.45-19.45 Uhr Crashcaptains (Pop/Alternative), 20.15-22 Uhr MeinHerz (Songwriter/Alternative). Neben der Musik gibt es an Gartenbar ein Angebot an sommerliches Craft Beers, für den kleinen und großen Hunger gibt es vom Küchenteam ein leckeres BBQ, Telefon: 030/212 343 113, Info: http://www.stonebrewing.eu/events/f%C3%AAte-de-la-musique-stone-brewing-berlin

23.06. – Tag der Architektur – Führung: Tower THF (Kopfbau West) – Flughafen Tempelhof, Tempelhofer Damm 45, 12101 Berlin, Baustellenführungen um 14 und 16 Uhr, Der Umbau des Bauteils, Kopfbau West des Tempelhofer Flughafens soll bis 2020 geöffnet und barrierefrei zugänglich werden, erfolgt auf Grundlage des Denkmalpflegeplans und hat Modellcharakter für den Umgang mit Baukultur und Denkmalpflege. Im Rahmen der Führung gelangt man über die Hangardächer des Tempelhofer Flughafens zum Kopfbau West. Dort werden neben dem künftigen Haupttreppenhaus unter anderem die nach den vorbereitenden Maßnahmen in den Rohbauzustand zurückversetzte Ebene 6 zu besichtigen sein, festes Schuhwerk erforderlich! Max 20 Personen, Nur mit Anmeldung:www.thf-berlin.de, Info:https://www.visitberlin.de/de/event/tag-der-architektur-fuehrung-tower-thf-kopfbau-west-flughafen-tempelhof-mlzd

23.06. – Nachbarschaftsfest Vorplatz vom Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz, 10823 Berlin, ab 12 Uhr, mit vielen Vereinen und Händlern sowie Infoständen und kulinarische Angebote aus dem Kiez, für Kinder Spielstände, Einnahmeüberschüsse werden sozialen Zwecken zugeführt. Um 12.30 Uhr wird Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler als Gastgeberin das Fest auf der Bühne eröffnen und gibt den Startschuss für das bunte Bühnenprogramm, ab 19 Uhr können sich alle Besucher_innen auf die Übertragung des Fußball-WM-Spiels (Deutschland – Schweden) über die integrierte LED-Leinwand der Bühne in schöner und gemeinschaftlicher Atmosphäre freuen, Eintritt frei,  http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/aktuelles/pressemitteilungen/

27.06. – VSA – Dampferfahrt Route: Wannsee, Havel, Potsdam, Caputh, Werder, ca. 2 St. Aufenthalt in Werder; Abfahrt: 10 Uhr ab Wannsee-Brücke D, Dauer: 6 Std.; Preis: 17 €/erm. 6 € inklusive Mittagessen, Karten ab 29.05.

29.06. – Wandelkonzert Alphornbläser im Park“ mit der LKSM-Konzert in Kooperation mit der Naturwacht Berlin, Naturwacht Berlin e.V., Diedersdorfer Weg 3-5, 12277 Berlin, Beginn: Naturwacht-Pavillon, 17.30 Uhr, Musik auf dem Alpengipfel, Leitung: Gaby Bultmann, www.lkms.de, www.naturwachtberlin.de

29.06. bis 01.07. – Bergmannstraßenfest in Kreuzberg, 10961 Berlin,jazzt in der Bergmannstraße,Fr ab 16 Uhr, Sa und So ab 11 bis ca. 22 Uhr, Kiez & Kultur e.V., https://www.kiez-und-kultur.de/

29.06./30.06./01.07. – Rocktreff und Spielfest im Volksparks Mariendorf, Prühßstraße 90, 12109 Berlin, ROCKTREFF OpenAir Festival: am 29.06. von 18-23 Uhr, am 30.06. von 16-23 Uhr, am 01.07. 16-20 Uhr, (16 Bands mit Live -Musik), Spielfest mit Sponsoren: am 30.06. und 01.07., jeweils von 12-18 Uhr, Eintritt frei, Info: www.spielfest-mariendorf.de, www.rocktreff.de

29.06. bis 26.08.  – Kiez-Künstler-Ausstellung, Mikro I Kosmos, Achte Tempelhofer Kunstausstellung, Galerie im Tempelhof Museum, Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, Eröffnung:28.6., 19 Uhr, gezeigt Arbeiten: Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Wolfgang Wende wurde von Jury ausgewählt und stellt Mikro | Kosmos aus, www.hausamkleistpark.de

30.06.– Sommerkonzert-Lichtenrader Chor und Coro Italiano, Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstr. 11, 12305 Berlin,16 Uhr, www.lichtenraderchor.de

JULI

01.07. – „The Armed Man – A Mass for Peace“ – eine ungewöhnliche Friedensmesse von Karl Jenkins, Apostel-Paulus-Kirche,Akazienstraße 18, 10823 Berlin, 18 Uhr, der Chor wird begleitet von professionellen Solisten und Orchestermusikern, im Programmheft alle Texte mit Übersetzungen und informiert Sie über weitere Details des Werkes, Vorverkauf ab15.05., im Informationsbüro des Nachbarschaftshaus Friedenau, Holsteinische Str. 30 / Ecke Fregestraße in 12161 Berlin, montags bis freitags von 9-17 Uhr, Tel. 030/859951-10 oder Tel.: Elsbach-Immobilien, Tel.: 030/82707640, Preis: VVK 15 €/ 16 €, per Mail E-Mail: konzertchor@nbhs.de, an der Abendkasseab 17 Uhr in der Apostel-Paulus-Kirche, https://choere.nbhs.de/konzertchor-friedenau/aktuelles/

03.07.–VSA–Führung durch das Abgeordnetenhaus von Berlin, Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin, Treffpunkt: 12.40 Uhr, Beginn:13 Uhr, Führung und anschließendes politisches Gespräch, mit , Sicherheitskontrollen, Eintritt frei, Karten: ab 09.05.

04.07. – Bürgerveranstaltungen 2. Workshop zum Thema „Innengestaltung und verschiedene Nutzerwünsche im Neubau am T-Damm“, Neue Mitte Tempelhof in der Bezirkszentralbibliothek, Eva-Maria-Buch-Haus, Götzstr. 8-12,12099 Berlin, um 19.30 Uhr, Kontakt: Freundeskreis der Stadtbibliothek TS e.V. Hauptstraße 40, 10827 Berlin Vorsitzender: Frank Sommer, Tel. 030/612 88 104, 0172/305 48 69, E-Mail: kontakt@freundeskreis-bibliothek-ts.de, Info: www.freundeskreis-bibliothek-ts.de

04.07. – KulturMittwoch in der Spukvilla – AWO Lesung, Heide Ramlow und Heinrich von der Haar, Albrechtstr. 110, 12103 Berlin, 19 Uhr, „Anthonys Baby“, „Mein Himmel brennt“ und „Der Idealist“, Eintritt 10 €, Tel.: 030/751 5089, www.awo-suedwest.de

04.07. 4th of July BBQ @StoneBerlin – Gastgeber: Stone Brewing World Bistro & Gardens – Berlin, Stone Brewing GmbH, Im Marienpark 22, 12107 Berlin, 14 bis 23.30 Uhr, jedes Jahr am 04. Juli wird in den USA der Unabhängigkeitstag gefeiert – Ehrensache für ein amerikanisch-deutsches Unternehmen, es werden amerkanische Kollegen das „Zepter fest in der Hand halten“, gefeiert wird mit Gründer Greg Koch und „Red, White and Blue“ sowie einer Auswahl amerikanischer Craft Biere, köstlichem BBQ, einer großen Independence Day-Torte und Live Musik, Telefon: 030/212 343 113, http://www.stonebrewing.eu/events?language=de

06.07. – New Orleans Revival Jazz, Jazz für Alle, Gemeinschaftshaus Lichtenrade,Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin, Eingang Barnetstr., 19 Uhr, Eintritt frei, http://www.jazzfueralle.de/programm.html

25.07. – VSA –Rundfahrt durch die Innenstadt mit dem Motorschiff Havelland, Abfahrt: 10 Uhr abWannsee-Brücke D, Dauer 6 St.; Preis: 17 €/erm. 6 €, inkl. Mittagessen, Karten ab 26.06.

VORSCHAU

08.08. – VSA – Dampferfahrt Route: großer Wannsee, Havel, Potsdam, Caputh, Werder, (ca. 2 St. Aufenthalt in Werder), Abfahrt: 10 Uhr ab Wannsee-Brücke D, Dauer:
6 Std., Preis:17 € inklusive Mittagessen, ermäßigt 6 €; Karten ab 26.06.

04.09. – VSA – Deutschlandradio – Blick hinter den Kulissen, Treffpunkt: 9.45 Uhr, Beginn: 10 Uhr, Deutschlandradio Kultur am Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin, Dauer: 2 Std., Eintritt frei, Karten ab 10.07.

06.09. – VSA – Rundfahrt durch die Innenstadt mit dem Motorschiff Havelland, Abfahrt: 10 Uhr ab Wannsee-Brücke D, Dauer: 6 St., Preis:17 € inklusive Mittagessen, ermäßigt 6 €, Karten ab 10.07.

08.09. – Kinderfest im Tennis Club 1904 Grün-Gold e. V.,Paradestraße 28-32, 12101 Berlin, 15-18 Uhr, Spaß-Sport-Spiel, für Essen und Getränke gesorgt, Finale: großes Luftballonsteigen, Eltern willkommen!, Eintritt für Kinder 3 €, Verzehrbon inbegriffen, Eintritt frei für Geburtstagskinder, www.gruen-gold.de

23.09. – VSA – Singt!… und Berlin erklingt! Philharmonie, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-str.1, 10785 Berlin, 6. Volkslieder Mitsing-Konzert, Einlass: 14.30 Uhr, von 15-ca. 17.30 Uhr, Leitung und Moderation: Claudia-Maria Mokri, Eintritt 7 €/erm. 4 €, Karten ab 05.06. 

25.10. – VSA – Galakonzert Philharmonie, Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Str.1, 10785 Berlin, Einlass: 13.30 Uhr, „DIE MAILÄNDER SCALA KOMMT NACH BERLIN“, Einlass: 13.30 Uhr, Beginn: 14.30 Uhr, Johannes Groß (Tenor), Bianca Tognocchi (Sopran), mit Prof. H. Helge Dorsch am Klavier präsentieren Melodien aus der Welt der italienischen Oper, Eintritt 17 €/ermäßigt 6 €, Karten ab 19.06.

DAUERAUSSTELLUNGEN und MUSEEN

Führungen täglich durch das ehemalige Flughafengebäude Tempelhof:Mythos Tempelhof Verborgene Orte, die Gebäudeführungen starten im ehemaligen GAT-Bereich (General Aviation Terminal), Büro der Tempelhof Projekt GmbH, Tempelhofer Damm 1-7, (Einfahrt gegenüber der Tankstelle), 12101 Berlin, fachkundigen Guides zeigen das größte unter Denkmalschutz stehende Baudenkmal Europas, auch ein Symbol der Freiheit bekannt mit der Luftbrücke von 1948/49, Kontakt: Tel.: 030)6951 6798, E-Mail: tour@thf-berlin.de, Tickets: https://www.thf-berlin.de/fuehrungen/preise-tickets/, Info: www.thf-berlin.de

Museum-Polizeihistorische Sammlung Polizeihistorische Präsenzbibliothek und Fotosammlung, Platz der Luftbrücke 6 12101 Berlin, Kontakt: Leiter der Polizeihistorischen Sammlung, Dr. Dobler, E-Mail: phs@polizei.berlin.de, Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 9 bis 15 Uhr, Tel.: 030 4664-994762, Gruppen nach Anmeldung auch Montag bis Freitag, Eintritt: 2 €/ ermäßigt 1 €, nur mit Ausweis, www.berlin.de

Historisches Leuchten-Museum bei Selux: Zeitreise in die Welt der elektrischen Beleuchtung Berlins, nur mit Führung und Voranmeldung: Selux AG, Motzener Straße 34, 12277 Berlin, Tel.: 030 72001-0, www.selux.com

Ständige Ausstellung im Tempelhof Museum: Alt-Mariendorf 43, 12107 Berlin, „Zwischen Feldern und Fabriken, Menschen, Geschichten“ die historische Entwicklung und die Besonderheiten des Bezirks Tempelhof und seiner Ortsteile. Das Themenspektrum reicht vom ländlichen Leben um 1800 bis zu Zwangsarbeit und Widerstand im Nationalsozialismus, für Schulklassen und Gruppen Mo–Fr nach Voranmeldung, Führungen durch die Ausstellung immer sonntags um 11 Uhr, Öffnungszeiten: Mo, Mi 10–16 Uhr, Die, Do 10–18 Uhr, Fr 10–14 Uhr, So 11–15 UhrEintritt frei, www.tempelhofmuseum.de

Historische Führung auf dem Tempelhofer Feld, jeden 2. und 4. Samstag im Monat – 13 Uhr, Treffpunkt: Columbiadamm, Ecke Golßener Straße, KZ, Columbiahaus, Zwangsarbeiterlager, Militärische Luftfahrt, Info: Förderverein für ein Gedenken an die Naziverbrechen auf dem Tempelhofer Flugfeld e.V., Info: www.thf33-45.de

MedienPoint Tempelhof-„Bücherfreund“ und Nachbarschaftstreffpunkt, Werderstr. 13, 12105 Berlin, soziales Projekt des Kulturring in Berlin e.V., eine Sammelstelle für Bücher, Musik- und Filmkassetten, Spiele etc., diese werden ehrenamtlich angeboten, was die einen nicht mehr brauchen oder gebrauchen und geben sie es weiter an die, die sich daran erfreuen, in der Regel dürfen ohne Ansehen der Person bis zu drei Bücher oder andere Medien kostenlos mitgenommen werden, Tel: 030/7889 3194, Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 09 -18 Uhr, außer mittwochs von 11-12 Uhr geschlossen! https://www.facebook.com/MedienPointTempelhof?ref=hl

Freier Eintritt – bei Gedenkstätten, regionale und historische Museen sowie Sammlungen, Infos: www.berlin.de/museum/einritt-frei/

KIEZKNEIPEN/RESTAURANTS
Bitte Veranstaltungen Nachfragen!

Café Saitensprung, Mariendorfer Damm 38, 12109 Berlin, Tel.: 030/54841948

Keine Eile,Manfred-von-Richthofen- Str. 13, 12101 Berlin, Tel.: 030/47013766

Blumenthal-Eck, Blumenthalstr.12, 12103 Berlin, Tel.: 030/72006053

Tonsai Thai-Restaurant, Kaiserin-Augusta-Str. 73, 12103 Berlin, Tel.: 030/76007018

Restaurant Z, Friesenstr. 12, 10965 Berlin, Tel.: 030/306922716

Restaurant Kartoffelpfanne, Burgherrenstr. 11, 12101 Berlin, Tel.: 030/8925949

Kirsch und Karamell, Café & Bäckerei am Berlinickeplatz, Manteuffelstr. 1-2, Tel.: 030/55273332

Flame Diner, Zehrensdorfer Str. 9, 12277 Berlin, Tel.: 030/28036023

Café „Goldfries“,Friesenstraße 15, 10965 Berlin, Tel.: 030/54978620

WOCHENMÄRKTE IN TEMPELHOF
Bauernmarkt in Lichtenrade, auf dem Pfarrer–Lütkehaus-Platz, am S-Bhf. Lichtenrade, jeden Samstag von 8 bis 14 Uhr

Städtischer Wochenmarkt auf dem Mariendorfer Damm, Mariendorfer Damm 294, Mittwoch und Samstag von 8 bis 13 Uhr

Wochenmarkt Tischenreuther Ring, (zwischen Waldsassener und Wiesauer Straße), Tirschenreuther Ring 40, 12279 Berlin-Marienfelde, Donnerstag von 12 bis 17 Uhr

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Berlin – Eine Stadt mit zwei Gesichtern

Sonntagnachmittag auf dem Tempelhofer Felde, 1889 © Elsengold Verlag

Der Historiker Hans-Ullrich Thamer und die ehemalige Leiterin der Fotosammlung des Berliner Landesarchivs, Barbara Schächte, schreiten in dem großformatigen Bilderbogen das 19. Jahrhundert im Alltagsleben Berlins ab. Mit insgesamt etwa 1.000 Fotos entsteht eine dichte, facetten- und umbruchsreiche Zeitreise durch das Berlin von 1800 bis 1914 zum Beginn des Ersten Weltkrieges.

Berlin beginnt sich Anfang des 19. Jahrhunderts rasant zu verändern. Die dynamische Bilderreise zeigt den Einzug Napoleons durch das Brandenburger Tor (1806) nach seinen Siegen über Preußen, das Alltagsleben der kleinen Leute und der besseren Gesellschaft, sowie die Industrialisierung Berlins.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts war Berlin vor allem als Haupt- und Residenzstadt von Preußen. Die Industrialisierung und der wirtschaftliche Aufschwung der Gründerjahre führen zur Ansiedlung zahlreicher Unternehmen in der Stadt und einer neu entstehenden Arbeiterschaft. 1871 wird Berlin die Hauptstadt des Deutschen Reiches und damit politisches, ökonomisches und wissenschaftliches Zentrum des Kaiserreichs. Der Chronist Saß hat es so beschrieben: „Oben der Glanz einer Residenz und des Reichtums, in breiter Unterlage die Schichten einer notwendigen Existenz und des Proletariats.“

Die Expansion der Industrie und der Bedarf an Arbeitskräften bewirkten einen rasanten Anstieg der Bevölkerungszahlen. Berlin ist im 19. Jahrhundert eine rasant wachsende Stadt. 1877 überschreitet die Einwohnerzahl die Millionengrenze. 1900hat die Stadt fast 1,9 Millionen Einwohner, und unter Einschluss der 23 Vororte leben insgesamt 2,5 Millionen Menschen im unmittelbaren Einzugsbereich. 1912 übersteigt die Einwohnerzahl innerhalb der Stadtgrenzen die Zwei-Millionen-Grenze.Berlin wuchs in dieser Zeit zu einem der wichtigsten Industriezentren Europas heran.

Der Band fächert bilderreich diese zwei sehr unterschiedlichen Gesichter dem des Machtzentrums und Reichshauptstadt und dem Industriezentrum mit seinen Industrie- und Arbeitskräften auf. Es geht vor allem um das Alltagsleben. Jedem Kapitel wird eine historische Erläuterung vorangestellt.  Der Band gliedert sich in Themenfelder wie Menschen auf der Straße, Wohnen und Familie, städtische Arbeitswelten, Versorgung und Konsum sowie Gesellschaft und Kultur auf.

Urbanes Vergnügen

Im Kapitel „Gesellschaft und Kultur“ wird auf die entstehende Freizeitkultur und die unterschiedlichen Lebensgewohnheiten der verschiedenen Gesellschaftsschichten eingegangen. Da privater Lebensraum knapp und teuer war, verlagert sich das Leben zusehends in den öffentlichen Raum. Die wachsende Stadt und die zunehmende Bebauung locken die Großstädter in Parks und Grünflächen. Es entstehen in den Städten neue Formen der Alltags- und Freizeitkultur. Sehr ausgedehnt und ausgeprägt muss man sich die damaligen Gesellschaftsformen vorstellen, die einen deutlichen Trend zur Verlagerung in die Öffentlichkeit aufwiesen.

Herr mit Zylinder 1907 beim Drachensteigen auf dem Tempelhofer Feld © Elsengold Verlag

Das Tempelhofer Feld ist ein Ort der Naherholung, Picknicks finden hier statt und es wird Sport getrieben. So sehen wir einen elegant gekleideten Herrn mit Zylinder, der 1907 seinen Drachen hier aufsteigen lässt (s.S. 218). Auch junge Mütter mit ihren Kindern auf einem Foto von 1907 (s.S. 120) treffen sich, um sich auszutauschen.

Junge Mütter mit Kindern auf dem Tempelhofer Feld, 1907 © Elsengold Verlag

Ganz unterschiedlichen Vergnügen gingen die Besucher auf dem Bild „Sonntagnachmittag auf dem Tempelhofer Felde“ von Georg Koch, 1889 (s.S. 216), nach. Nicht anders als heute kann hier jeder seinem Pläsir fröhnen. Frauen in langen Kleidern und mit Hüten gehen spazieren oder sind ins Gespräch vertieft. Tanzende Kinder und andere, die mit Bällen spielen. Männer messen ihre Kräfte oder liegen im Gras bei einem Kartenspiel. Dichtgedrängt findet dies nebeneinander statt. Oder der mobile Ausschank von Weißbier, der Genuss saurer Gurken und Würstchen im Volkspark Hasenheide um 1880 (s.S. 223).

Ausflugsbetrieb im Volkspark Hasenheide, Verkaufstand für Weißbier, saure Gurken und Würstchen, um 1880 © Elsengold Verlag

Bilder vom Alltag der Großstadt

Der Bildband erzählt in einzelnen Fotografien Alltagsgeschichten aus Berlin. Der große Rahmen der Geschichte als Hauptstadt steht dabei nicht im Vordergrund. Der Bildband bietet eine Stadtbilddokumentation aus der Perspektive der sogenannten kleinen Leute an. Alltagsleben wird in diesem Band als eine Perspektive „von unten“ definiert. Die Bilder und Fotografien stellen Mangel, Krankheit und Schufterei da, genauso aber Spaß, Vergnügen und Unterhaltung.

Die Dynamik dieser Bilderreise entsteht durch die sehr unterschiedliche Bebilderung. Anfänglich wird das Alltagsleben durch Gemälde, Holzstiche und Lithografien dokumentiert. Bis ab Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Schwarz-Weiß-Fotografie entstehen, die langsam durch die kolorierte Fotografie abgelöst wurden.

Spannend ist der Band besonders da, wo unser Bilderkanon erweitert wird. Barbara Schächte als gute Kennerin der Fotosammlung hat hier einige wirkliche Schätze geborgen. Besonders beeindruckt haben mich die Bilder, die sich mit der Rolle der Frau in der Arbeitswelt beschäftigen. „[…] das Emporklettern der Weibchen ist ein reinstes Symbol von erstaunlicher Aktualität“, so Alfred Kerr in einem Brief aus der Reichshauptstadt vom 12. Juli 1896. Tief versunken redigiert die Korrektorin die Zeitung (s.S. 173) oder das Gruppenbild die Mitarbeiterinnen die auf dem Hof eines Berliner Paketpostamts stehen, 1910 (s.S. 183).

Mein Fazit:

Ein opulenter Fotoband! Das Buch wendet sich an interessierte Laien. Ein Bildband, den man immer wieder aus dem Regal nehmen kann, um die Stadt und ihre Alltagsgeschichte neu zu entdecken.Die Mischung bekannter und weitgehend unbekannter Fotos macht den Band besonders interessant.

Ein sehr materialreicher schöner Bildband mit ein paar kleinen Mängeln. Schade ist, dass für Tempelhof Interessierte nur wenige Bilder das Leben im Bezirk illustrieren. So hätte ich mir Bilder der Luftfahrt-, Militär- sowie der deutschen Fußballgeschichte in Tempelhof gewünscht. Bilder vom „BFC Germania 1888“, einemder ältesten noch bestehenden Fußballvereine Deutschlands. Wegen der fehlenden Informationen zu den Fotografinnen und Fotografen fehlt der Publikation leider eine reflexive Ebene.Experten könnten hier Einwände haben.

Hans-Ulrich Thamer, Barbara Schäche, Alltag in Berlin, Das 19. Jahrhundert, 312 Seiten, 24,3 x 33,7cm, rund 1000 Abbildungen Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-944594-75-0,  49,95 €

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Kolumne

Miteinander und nicht gegeneinander!

Die Sonne lacht und die Berliner holen ihre Fahrräder wieder aus dem Keller. Seit ein paar Wochen steigt das Verkehrsaufkommen an Radfahrern in der Stadt stetig. Stau auf dem Radweg an der Ampel war noch vor kurzem, in der kalten Jahreszeit, unbekannt. Letztens musste ich sogar eine Ampelphase warten um über die Kreuzung zu kommen, da die Schlange vor mir so lang war. Als Fahrradhändler und passionierter Radfahrer freue ich mich natürlich über die steigende Zahl an Fahrradnutzern, sehe aber auch die vielen Probleme im Alltag. Radfahrer werden von Autofahrern oftmals nicht als vollwertige Verkehrsteilnehmer mit allen Rechten wahrgenommen und akzeptiert. Auch die Verkehrsinfrastruktur Berlins ist noch nicht entsprechend ausgerichtet. Die Verkehrsplanung der letzten Dekaden mit dem Leitbild der autogerechten Stadt machte den Radfahrer zum Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse. Andererseits nehmen es zahlreiche Radler nicht gerade sehr genau mit den Verkehrsregeln. Ich kann gut verstehen, dass viele Autofahrer über die Radfahrer schimpfen. Auch mir geht das so. Wieso muss sich die Person auf dem Hollandrad, die ich vorher überholt habe, an der Ampel wieder vordrängeln und dann auch noch über Rot fahren? Und das drei Mal hintereinander? Ich erlebe täglich unzählige Situationen wo ich mich über die Ignoranz anderer Verkehrsteilnehmer nur wundern kann. Wenn ich in meinem Laden am Tresen sitze und auf die Kreuzung Manfred-von-Richthofen/Ecke Bayernring schaue, beobachte ich ständig regelwidriges Verhalten. Rote Ampeln – anscheinend nur noch eine Empfehlung, sowohl für Auto- als auch Radfahrer. Handy am Ohr – normal. Sicherheitsabstand – was ist das? Ich könnte diese Liste endlos fortführen, aber bringen würde es nichts. Ich selber bin kein Waisenknabe, aber prinzipiell haben die Verkehrsregeln ihre Berechtigung. Mir kommt es vor, als ob Ignoranz, Aggressivität und Rechthaberei unter den Verkehrsteilnehmern deutlich zugenommen haben. Autofahrer meckern über Radler – leider oft zu Recht – und Radfahrer über Autos, ebenfalls zu Recht. Wenn sich jeder ein bisschen entspannter durch den Verkehr bewegen würde, wäre das eine feine Sache; auch ein Danke ab und zu tut nicht weh. Mehr Rücksicht und Toleranz untereinander würde viele gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen lassen.

Also an alle Autofahrer: Radfahrer haben keine Knautschzone und dieselben Rechte und Pflichten im Straßenverkehr wie Ihr.

Und an alle Radfahrer: Auch für euch gelten die Verkehrsregeln.

Also bitte seid nett zu- und achtet aufeinander! In diesem Sinne gute Fahrt und genießt den Sommer in dieser wundervollen Stadt!

Fahrradhändler von La dolce velo

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Leckere Köstlichkeiten zur WM

Snacks für Fußballfans

Genau richtig zur Fußball-WM erscheint dieses Buch mit der passenden Nervennahrung rund ums Spiel. Denn Fußball ist mehr als ein Spiel. Es ist ein Ereignis für alle – Emotionen pur. Rezepte aus verschiedenen Fußballnationen tragen dazu bei, dass daraus ein kulinarisches Event wird. Ob schneller Pasta-Salat zum Anpfiff, Käsespieße Schwarz-Rot-Gold zur ersten Halbzeit oder beschwingte Eckfahnen zum Schlusspfiff – die Snacks sind immer lecker und schnell zubereitet. Und: Ob Sieg oder Niederlage, ein gechillter Cuba Libero hilft immer. Ralf Jacob

Tre Torri, 19,90 €

Yakitori Surf‘n Turf

Zutaten für 4 Personen

Yakitori

  • 300 g küchenfertige Garnelen
  • 400 g Hähnchenbrustfilet
  • 4 Zweige Rosmarin
  • 1 rote Chilischote
  • 4 EL Teriyaki-Sauce
  • 1 -2 EL Olivenöl

Dip

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 250 g Naturjoghurt
  • 4 EL Teriyaki-Sauce
  • Pfeffer

Garnelen und Hähnchenbrustfilets waschen und trocken tupfen. Hähnchenbrustfilets in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Rosmarinzweige waschen und trocken schütteln. Garnelen und Hähnchenbrustwürfel mithilfe eines Metall- oder Holzspießes durchstechen und dann abwechselnd auf die Rosmarinzweige stecken. Chilischote putzen, waschen, der Länge nach halbieren, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Teriyaki-Sauce mit Olivenöl und Chiliwürfeln verrühren, Spieße damit einstreichen und ca. 10-15 Minuten in einer Grillpfanne oder auf dem Grill in einer geeigneten Schale oder Rost grillen.

Für den Dip die Frühlingszwiebeln putzen, waschen, trocken schütteln und in dünne Ringe schneiden. Joghurt mit Teriyaki-Sauce und Frühlingszwiebeln verrühren, mit Pfeffer abschmecken und zu den Spießen servieren.

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Brigitta Heinrichs Leseecke

Monika Geier: Alles so hell da vorn (Band 7)

Kriminalkommissarin Bettina Boll muss aus der Pfalz nach Frankfurt, weil ein Kollege und Freund in einem Bordell erschossen wurde. Es bleibt nicht bei einem Toten. Es geht um Zwangsprostitution sehr junger Mädchen und um Verstrickungen ehrenwerter Herren. Es geht aber auch darum, dass man jemanden zu kennen glaubt und ihn doch nicht kennt. Harter Stoff. Die Autorin schildert mit böser Zunge Abgründe in der Provinz und anderswo. Die Täterin ist bekannt; nur ihre Identität und das Motiv sind unklar. Frau Boll, alleinerziehende Halbtagskraft, kämpft sich durch Lügen und Schweigen. Wer ist unschuldig unter all den Schuldigen? Wem kann sie trauen? Für mich ist Monika Geier eine der besten deutschen Krimiautorinnen.

Ariadne, Argument 2017, TB, 412 Seiten, 13 €

Bestseller der Tempelhofer Bücherstube im März/April 2018
  1 – Strafe, Ferdinand von Schirach, 189 S., Luchterhand, 18 €
  2 – Ein Führer durch das lasterhafte Berlin, Curt Morek, 208 S.,

Bebra, 22 €

  3 – Leere Herzen, Juli Zeh, 350 S., Luchterhand, 20 €
  4 – Die Orient-Mission des Leutnant Stern, Jakob Hein, 241 S., Galiani, 18 €
  5Einer von uns, Asne Seierstad, 543 S., Kein + Aber, 26 le
  6 – 1968, Gretchen Dutschke, 240 S., Kursbuch Kulturstiftung, 22 €
  7 – Wir sind nicht zum Spaß hier, Deniz Yücel, 221 S., Edition Nautilus, 16 €
  8 – Die Geschichte des verlorenes Kindes, Elena Ferrante, 614 S.,

        Suhrkamp, 25 €

  9 – Tyll, Daniel Kehlmann, 480 S., Rowohlt, 22,95 €
10 – Entlang den Gräben, Navid Kermani, 442 S., C. H. Beck, 24,95 €
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Der Parkring informiert

10 Jahre „kleine Nacht-Musik“ 

Das Jubiläums-Programm 2018 eröffnete am 4. Mai die Band Port Royal. Info: www.portroyal-music.de

Am 1. Juni spielt die sechsköpfige Band SWAZZOU Swing, Jazz, Soul, Pop, Funk, Reggae, mit Sängerin Monique ter Steege, Gitarrist und Co-Sänger Guido Martin, Bassist Jens Saleh, Schlagzeuger Rolando Stroms, Alt-Saxophonist Michael Schulz, während Frank Andersohn virtuos die Tasten bedient. Info: facebook.com/SWAZZOU/

Am 6. Juli ist die EASY STREET BAND mit vielseitigem Repertoire aus Jazz, Pop, Latin, Funk und Soul on stage. Gesang: Sandra Thinius, Piano: Gerald Schneider, Gitarre: Lorenz Baumeister, Bass: Steven Boreham; Drums: Micky Bister. Info: www.sandra-thinius.de

Am 3. August spielt SALSA AZUL, mit 15 Musikern und Musikerinnen Salsa-Rhythmen, sattem Bläser-Satz, zwei Sängerinnen und Chor präsentieren bekannte Titel u.a. von Celia Cruz und Tito Puente sowie eigene Kompositionen vom Bandleaders Jotham Bleiberg. Info: www.salsa-azul.de

Am 7. September zum Abschluss präsentiert sich die Band DANCIN` FOOLS mit Rock, Blues, Soul, Pop und Wave aus den 60ern, 70ern und 80ern, Gesanng/Keyboard/Gitarre: Guido Martin, Gitarre: Christian Höfer, Gitarre/Saxofon/Mundharmonika: Pit Mischke, Bass/Mundharmonika: Peter Bethke und Drums: Jochen Staadt. Info: www.dancinfools.de

Ich freue mich, Sie vor Ort als unsere Gäste begrüßen zu können.

  Heinrich Stockschlaeder

Kontakt: Konzerte finden von Mai bis September jeden ersten Freitag im Monat ab 20.30 Uhr, in Neu-Tempelhof unter der Parkringbrücke zwischen Schreiberring und Wolffring (im Plantscher) statt. Eintritt ist frei, Spenden willkommen! Telefon: 0151/220 850 17 (nur an Konzerten), E-Mail: h.stockschlaeder@parkringneutempelhof.de, Info: www.parkringneutempelhof.de

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BrillenFlair feiert Jubiläum

Dank für 10 Jahre Treue im Kiez

© BrillenFlair

Nun sind es am 1. Juni doch tatsächlich schon zehn Jahre her, dass mein Brillengeschäft in der Manfred-von-Richthofen-Straße besteht. Los ging alles mit der Übernahme des „Brillenbär“-Geschäfts in der Hausnummer 10. Eine große Herausforderung war 2013 der Umzug von der Manfred-von-Richthofen-Straße 10 in die Nummer 12. Es lag mir so am Herzen, diesen über Jahre leer stehenden Laden, von einigen als Schandfleck betitelt, wieder mit Leben zu füllen. Nach fast dreimonatiger Umbauzeit war es dann geschafft – und es war ein tolles Gefühl, endlich zu eröffnen. Es steckt so viel Herzblut in diesem Geschäft. Und ganz nebenbei hatte ich endlich mehr Schaufensterfläche, die ich dekorieren konnte.

Es war eine spannende Zeit. Ich hatte ganz bestimmte Vorstellungen, wie das Geschäft aussehen sollte, wie ich den Laden führen und die Kundinnen und Kunden bedienen wollte. 

Damals entstand das Motto: „Die grüne Oase für Brillen und Kontaktlinsen“. Denn gerade im Frühling ist es so schön, morgens durch diese grüne Straße zur Arbeit zu fahren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich die Augenoptiker-Ausbildung, die seit 2009 anboten wird. Aktuell ist Frau Özge Akyurt die vierte Auszubildende; sie steht kurz vor der Zwischenprüfung.

Immer wieder lade ich zu Veranstaltungen und Events ein. Rund alle zwei Jahre gibt es ein großes Sommerfest – als Dankeschön für die treuen Kunden. Bei Livemusik und kleinen Snacks lässt sich nett beisammen sein und den Abend genießen. Für interessierte Besucherinnen und Besucher werden die neuesten Messgeräte für die Augen- und Sehstärkenprüfung vorgestellt. Erst im April gab es ein Sonnenbrillen-Event, bei dem mehrere Hersteller ihre neuen Kollektionen präsentierten. Ich möchte mich für die wertvolle Zusammenarbeit bedanken und gemeinsam mit Kunden und Geschäftsfreunden das Firmenjubiläum feiern. 

Es findet am 01.06. von 17-22 Uhr auf Einladung statt.

Zehn Jahre BrillenFlair bedeutet für mich immer noch: „Der Mensch ist das Wichtigste“.

Bei uns wird er kompetent, freundlich und individuell beraten.

Das gesamte BrillenFlair-Team freut sich auf die nächsten zehn Jahre, den Besuch der liebgewordenen Stammkunden und auf neue Kunden aus dem Kiez, aus Tempelhof und Berlin. Sabrina Liebmann und Team

Kontakt: BrillenFlair, Augenoptikermeisterin Sabrina Liebmann, Manfred-von-Richthofen-Str. 12, 12101 Berlin, Telefon: 030/ 7863 191, Info: www.brillenflair.de

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Bücherbox – Tauschbörse für Literatur

Gute Idee für Lesefreunde

© Marlies Königsberg

Auf dem Hauptweg der Kleingartenkolonie „Feldblume 1915“ in Tempelhof befindet sich eine kleine weiße Bücherbox. Dort, in der Nähe des Festplatzes am Gartenzaun, kann jeder zu jeder Zeit gebrauchte, guterhaltene Bücher in die Box stellen. 

Wer ein Buch interessant findet, kann es gratis mitnehmen. 

Einfaches Prinzip, ohne Formalitäten, kostenfrei – es funktioniert jedoch nur, wenn genügend nicht mehr benötigte Bücher wieder eingestellt werden! Marlies Königsberg

Info: Kleingartenverein „Feldblume 1915“ Tempelhof, Zugang über Tempelhofer Damm, links am Rathaus vorbei Richtung Frankepark oder Zugang über die Götzstraße bzw. auch Albrechtstraße/Templerzeile

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Harry Schreiber trainiert heute den Nachwuchs

Boxen stand immer an erster Stelle

© Yvonne de Andrés

134 Kämpfe bestritt er, von denen er 90 gewann, 10 unentschieden beendete und 34 verlor. Diverse Male war er Berliner und Norddeutscher Meister, deutscher Vizemeister. In den 20 Jahren seiner Amateurboxerkarriere war er Bundesliga- und Nationalmannschaftsboxer. Heute bietet Harry Schreiber im 3-D-Medienhaus Marienfelde, einer offenen Kinder- und Jugendeinrichtung, in der Domagkstraße jeden Donnerstag ehrenamtlich sein Boxtraining an. Er ist lizensierter Trainer beim Landessportbund und beim Berliner Box-Verband; seit 2000 hat er den Trainerschein. Bereits 2012 zeichneten ihn die Jugendlichen des SCC Südwest 1947 e.V. als „bester Trainer“ aus. Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis ca. 20 Jahren können sich hier auspowern und überschüssige Energie in sinnvolle Bahnen lenken. 

Harry ist eine aufgeschlossene Person, wenn auch kein Mann großer Worte. Knapp, direkt, berlinerisch ist seine Sprache. Unser Gespräch unterbrechen wir um pünktlich das Training in der Kleinfeld-Sporthalle zu beginnen. Nach dem Aufwärmen werden im Zirkel Übungen in 5-Minuten-Sequenzen absolviert. Deuserband, Schattenboxen mit 1-kg-Hanteln, Seilspringen, Liegestützen, Bauchmuskelübung wechseln sich ab. Dabei werden Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert. Viel Wert legt Harry Schreiber dabei auf die Vermittlung von Respekt, Disziplin, Fairness und Sportlichkeit. 

Harry Schreiber mit seinen Schützlingen in der Trainingshalle des 3-D-Medienhauses in Marienfelde © Yvonne de Andrés

Die Gruppe ist klein. „Mehr als sechs bis acht nehme ich anfänglich nicht.“ Der Kontakt beim Training wirkt offen und vertraut. Harry ist stolz darauf, dass sich „seine“ Jugendlichen, wie er sagt, „alle im grünen Bereich“ befinden. Sie studieren und beteiligen sich an Wettkämpfen oder haben Turniersiege errungen wie Alexander Stertz, der im März Berliner Meister im Halbschwergewicht in der Kategorie U19 geworden ist. „Dit ist doch wat.“ 

„Dit war erstmal nüscht für mich“

Vor 67 Jahren wurde Harry in Moabit geboren. Heute wohnt er in der Nähe der Trainingshalle in Marienfelde. Zum Boxen kam er früh durch seinen Vater, der ihn irgendwann zum Turnier mitnahm. „Mein Trainer ist der beste Freund meines Vaters gewesen – und da gingen wir hin.“ Es dauerte etwas, bis er sich mit dem Sport anfreundete. „Immer ´ne blutige Neese holen, nee, danke!“ Die Amateurkarriere startete er als13-jähriger. Trainer Fredy Schön nahm ihn im Weddinger SV Astoria e.V. unter seine Fittiche. Diesem Verein gehörte er lange an, bevor er für Hertha BSC boxte. Beide Klubs zählen zu den traditionsreichsten Boxvereinen Berlins. Jürgen Kraft, den ehemalige Radrennfahrer und Sportjournalisten zitiert Harry: „Ich hatte Ärger in der Schule und wollte mich hin und wieder auch mal durchsetzen können.“ Dem damals drahtigen jungen Mann machte es irgendwann großen Spaß. Er blieb. Wobei der 13-jährige als Papiergewicht mit 94 Pfund auf der Waage begann und sich dann über das Fliegengewicht bis ins Mittelgewicht boxte.

Mit der Rechten das Kinn abdecken

Die Regeln im Amateurboxen weichen von denen der Profiboxer ab. In drei Runden von drei Minuten mit jeweils einer Minute Pause zwischen den Runden wird geboxt. Als gültiger Treffer wird gewertet, wenn der Gegner an Kopf, Hals, Schultern oder Oberkörper getroffen wird. Fünf Punktrichter bewerten den Kampf und drücken bei einem Treffer auf einen Knopf. Es ertönt ein lautes Signal, das anzeigt, dass der Punkt zählt. Die Amateurboxer- und boxerinnen müssen Zahn-, Tief- und Brustschutz (Frauen auch Kopfschutz) sowie ein Shirt ohne Ärmel tragen. Die Boxhandschuhe haben eine weiße Schlagfläche. 

Trainiert hat Harry sieben Tage die Woche und dies jahrelang – mindestens einmal am Tag. Seine Leidenschaft und Faszination für den Sport wuchs mit den Scheinwerferlichtern im Ring, den Berichten in den Zeitungen und den farbigen Plakaten an den Litfaßsäulen. 15 Tage vor dem Kampf sahen die Gesichter einem entgegen. Er schwärmt von den Kämpfen im Sportpalast, der Deutschlandhalle und der Begeisterung des Publikums. 8.500 Besucher strömten zu seinen Kämpfen. Diese öffentliche Aufmerksamkeit, die großen Beiträge in der „B.Z.“ – dies gebe es heute nicht mehr, stellt er mit Bedauern fest. Vielleicht finden sich noch eine Ankündigung oder ein kurzer Bericht über die Berliner Meisterschaft in der „Berliner Woche“. Das wirke sich auch auf die Motivation aus. Es kommen nicht mehr so viele Besucher, die Zahl ist auf 200 bis 300 gesunken – so viele wie früher zum Training kamen. Die Verbindlichkeit bei Sparringskämpfen, wo die Schlag- und Defensivtechniken, Beinarbeit sowie die richtige Distanz zum Gegner geübt werden, fehlt oft. “So fahren wir fünfmal nach Prenzlauer Berg, Weißensee, Hohenschönhausen oder Spandau und der Gegner oder die Gegnerin erscheint nicht.“ Das Interesse hat leider am Amateurboxen stark abgenommen. 

Die ganze Welt bereist

Die Meisterschaften haben Harry überall in Deutschland und Europa in den Ring gebracht. In Asien, Thailand und Indien hat er an verschiedenen Wettkämpfen teilgenommen. 

Doch er hatte auch Pech. Drei große k.o.-Niederlagen gegen Burkhart Barnowski, Eckhard Dagge und Günter Meyer bremsten ihn ebenso aus wie ein paar Unfälle und ein Bandscheibenvorfall. 1983 war dann Schluss im Ring. 

1995 ist er mit 44 Jahren im Rahmen einer Benefiz-Gala in Marzahn nochmals in den Ring gestiegen, der guten Sache wegen – Harry ist für soziale Projekte zu gewinnen. Mit dem Erlös des Kampfes von 15.000 DM wurde für eine Marzahnerin ein Elektrorollstuhl gekauft.

Höhen und Tiefen des Boxens hat er durchlebt und denkt nun ans Aufhören. Yvonne de Andrés

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung, 3D Medienhaus Marienfelde, Domagkstraße 3, 12277 Berlin Info: https://www.nusz.de/start/kinder-und-jugend-freizeitstaetten/3d-medienhaus-marienfelde/

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